Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bekenntniszwang, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Be-kennt-nis-zwang
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Zwang, ein bestimmtes Bekenntnis abzulegen

Verwendungsbeispiele für ›Bekenntniszwang‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wenn viele diese Propaganda nicht glaubten, sie durchschauten und sich über sie lustig machten, wurden sie doch ständig in diese Bekenntniszwänge eingeklemmt. [Die Zeit, 23.06.1999, Nr. 25]
Da die privilegierte Staatskirche bleibt, besteht der Bekenntniszwang weiter und steht das ganze 19. Jh. unter dem ungelösten Zwiespalt zwischen Lehrverpflichtung und Lehrfreiheit. [Maurer, W.: Lehrverpflichtung und Lehrfreiheit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 23452]
Wir gehören, so viel Bekenntniszwang sei erlaubt, nicht zu ihnen. [Die Welt, 05.12.2003]
Dann wieder intoniert sie die zwischen Rätsel und Bekenntniszwang changierenden Texte schmucklos, beseelt vom Suchen nach unirdischer Reinheit. [Die Zeit, 19.03.2003, Nr. 12]
Auf die junge Gruppe im Bundestag, die noch nicht unter Bekenntniszwang steht, wirkt der Vorstoß der Länderchefs ermutigend. [Die Zeit, 10.02.1997, Nr. 06]
Zitationshilfe
„Bekenntniszwang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bekenntniszwang>.

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