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Belegung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Belegung · Nominativ Plural: Belegungen
Aussprache 
Worttrennung Be-le-gung
Wortzerlegung belegen -ung
Wortbildung  mit ›Belegung‹ als Erstglied: Belegungsplan  ·  mit ›Belegung‹ als Letztglied: Tastaturbelegung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

belegen · Belegschaft · Belegung · Beleg · Belag
belegen Vb. ‘durch Darauflegen bedecken’, auch ‘auferlegen, besetzen, beweisen’. Ahd. bileggen ‘bedecken, umgeben’ (8. Jh.), mhd. belegen ‘besetzen, einhüllen, einschließen, belagern’, asächs. bileggian, mnd. mnl. nl. beleggen, afries. bilegga, aengl. belecgan ist eine Präfixbildung zu ahd. leggen, mhd. legen ‘legen, setzen’, dem Kausativum zum starken Verb ahd. liggen, mhd. ligen ‘liegen, sich befinden’ (s. legen und liegen). Daspräfigierte Verb, das ursprünglich das schmückende oder schützende Bedecken und Umkleiden eines Gegenstands bezeichnet, entwickelt im Dt. vielfältige Verwendungsweisen, z. B. ‘besetzen, belagern’ und ‘durch Zeugnis beweisen’ (beide schon mhd. und mnd.), ‘begatten’ (mnd. und frühnhd., heute noch von Tieren) sowie in der älteren Rechtssprache ‘auferlegen, entschädigen’ und ‘gewinnbringend anlegen’ (alle zuerst mnd. bezeugt). An ‘besetzen’ schließt sich im Bergbau der Sondergebrauch ‘ein Bergwerk mit Arbeitskräften versehen’ (16. Jh.) an, wozu als junge Ableitung Belegschaft f. ‘Gesamtheit der Arbeiter eines Bergwerks’ (1. Hälfte 19. Jh.), heute überhaupt ‘alle Beschäftigten eines Betriebes’, gebildet ist. – Belegung f. ‘der Vorgang und das Ergebnis des Belegens’, mnd. belegginge, frühnhd. belegunge stellt sich als Verbalsubstantiv zu den verschiedenen Bedeutungen von belegen; in älterer Zeit ist es vor allem ‘Belagerung’, dann ‘Bedeckung, Besetzung, Geldanlage, Entschädigung’ u. ä., jetzt meist ‘Zustand des Besetztseins, Auslastung’. Beleg m. ‘Beweisstück, dokumentarischer Nachweis’, Rückbildung aus belegen ‘durch Zeugnis beweisen’ (und nicht aus dem älteren Neutr. mnd. belech, belach ‘Belagerung’, frühnhd. belege ‘Belagerung’ und ‘Besatz am Rocksaum’ hervorgegangen), kommt seit Ende des 17. Jhs. namentlich im Rechtswesen (hier auch ‘dauerhafte Grenzmarkierung’) und im Geschäftsverkehr, vom 18. Jh. an auch allgemeiner vor. Der Plural wird im 18./19. Jh. häufig Beläge geschrieben, woraus sich fälschlich eine Nebenform Belag als Singular ergibt. Dagegen wird Belag m. ‘das Daraufliegende, Bedeckende’, zum heute nicht mehr gebräuchlichen starken Verb beliegen ‘liegen bleiben’ (ahd. biliggen, mhd. beligen) gehörend, in der 2. Hälfte des 19. Jhs. üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Belegung · Zuordnung · Zuteilung · Zuweisung

Typische Verbindungen zu ›Belegung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Belegung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Belegung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch auf die Belegung der Pins 18 bis 20 kann man sich bei den meisten Geräten nicht verlassen. [C't, 2001, Nr. 17]
Allerdings läßt die Belegung der Tastatur etwas zu wünschen übrig. [C't, 1998, Nr. 18]
Einziges Handicap dabei ist die Anordnung der Belegung in alphabetischer Reihenfolge. [C't, 1990, Nr. 12]
Die Belegung mit zwei Personen erfolgt für einen Preis von 1980 Mark an pro Person. [Die Zeit, 25.10.1991, Nr. 44]
Nur Schweine zeigen sich auch nach der Belegung wiederholt brünstig. [Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 345]
Zitationshilfe
„Belegung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Belegung>.

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