Beliebtheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beliebtheit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBe-liebt-heit (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Beliebtheit‹ als Erstglied: ↗Beliebtheitsskala
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von beliebt
Beispiele:
wegen seiner großen, allgemeinen Beliebtheit wurde er wiedergewählt
gehobenjmd. erfreut sich großer Beliebtheit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

belieben · beliebt · unbeliebt · Beliebtheit · Belieben · beliebig
belieben Vb. ‘wünschen, geneigt sein’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. gefallen’. Das frühnhd. im 15. Jh. vereinzelt, im 16. Jh. allgemein vorkommende Verb (vgl. entsprechendes mnd. belēven, mnl. nl. believen) ist ursprünglich intensivierende Präfixbildung zu ↗lieben (s. d.). Auf dem Wege über ‘Gefallen finden’ entwickelt sich im Frühnhd. wie im Mnd. die bis ins 19. Jh. nachweisbare Bedeutung ‘gutheißen, billigen, beschließen’. Vom 17. Jh. an wird das präfigierte Verb vor allem im Sinne von ‘willig, geneigt sein, geruhen’, auch unpersönlich ‘jmdm. recht sein, gefallen’ (vgl. frz. s’il vous plaît), in höflicher Ausdrucksweise als Bestandteil häufig formelhaft erstarrender Umschreibungen gebräuchlich. beliebt Part.adj. ‘allgemein geschätzt’, mnd. belēvet ‘beliebt, wert’. Im Hd. verselbständigt sich das Part. Prät. des Verbs belieben im 17. Jh. als ‘erwünscht, angenehm’, namentlich in attributivem Gebrauch und in der Fügung sich beliebt machen ‘Wertschätzung erlangen’. Dazu unbeliebt Part.adj. ‘unerwünscht, unangenehm, nicht geschätzt’ (17. Jh.), oft in sich unbeliebt machen ‘Mißfallen erregen’, sowie als jüngere Ableitung Beliebtheit f. ‘allgemeine Wertschätzung’ (Anfang 18. Jh.). Belieben n. ‘Neigung, Wille, Wunsch’ (Anfang 15. Jh.), in Fügungen wie nach Belieben, etw. in jmds. Belieben stellen auch ‘Ermessen, Gutdünken’; substantivierter Infinitv von belieben. beliebig Adj. ‘willkürlich ausgewählt’, Ableitung des 17. Jhs. zunächst in der Bedeutung ‘erwünscht, angenehm, passend’; über jmdm. beliebig ‘ganz nach jmds. Wunsch’ kommt es im 18. Jh. (in Anlehnung an das Substantiv Belieben) zur heutigen Verwendung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beliebtheit · ↗Popularität
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Beliebtheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bekanntheit Hauptgrund Publikum Reiseziel Skala Smartphone Verbreitung abnehmend allergrößst allgemein allseitig anhaltend außerordentlich besonder einbüßen enorm erfreuen erlangen gewiss groß schmälern schwindend steigend uneingeschränkt ungebrochen ungeheuer unvermindert verdanken wachsend zunehmend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beliebtheit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Beliebtheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er schafft jede Kurve - nur nicht die zur vollen Beliebtheit.
Die Welt, 21.03.2005
Das hatte weniger mit den Preisen zu tun, als vielmehr mit der Beliebtheit des Paares.
Der Tagesspiegel, 18.06.1999
Unter den Deutschen erfreut sich eine solche Haltung keiner großen Beliebtheit.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2106
Sie erfreuten sich großer Beliebtheit und waren schnell weit verbreitet.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 15178
Ich glaubte alles und genoß meine Beliebtheit in vollen Zügen.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 21591
Zitationshilfe
„Beliebtheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beliebtheit>, abgerufen am 23.01.2020.

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