Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Belladonna

Worttrennung Bel-la-don-na
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Tollkirsche
b)
aus der Tollkirsche gewonnenes Arzneimittel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Belladonna f. Nachtschattengewächs, Gift- und Heilpflanze mit braunen Blüten und kirschenähnlichen, schwarzen, Alkaloide enthaltenden Beeren, die nach Genuß Erregungs- und Verwirrtheitszustände bewirken, ‘Tollkirsche’. Entlehnung (Belladonne, 18. Jh.) von ital. belladonna (16. Jh.), eigentlich bella donna ‘schöne Frau’ (s. Dame). Die Pflanze galt als Schönheitsmittel, da der Saft der Beeren und das aus den Blättern gebrannte Wasser als Schminke diente und der Verzehr der Beeren die Pupillen vergrößert, was zu vermeintlich schönen Augen führe (vgl. Marzell 1, 521).

Verwendungsbeispiele für ›Belladonna‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele waren wieder schlank, obwohl Belladonna doch auf mollige Models spezialisiert ist. [Süddeutsche Zeitung, 10.07.2004]
Sie wirken leicht aufgerissen, als hätte man dir Belladonna reingetropft. [Die Zeit, 14.04.2004, Nr. 16]
Belladonna heißt eigentlich Barbara, aber sie findet, das klinge zu kleinbürgerlich. [Die Zeit, 06.04.2008, Nr. 15]
Belladonna hat ein seltenes Talent, solche Orte aufzuspüren, in einem früheren Leben war sie, glaube ich, Dichterin in einem Salon. [Die Zeit, 28.01.2008, Nr. 04]
Praktisch ohne Werbung und Kritiken verkaufte sich ihr erster Roman "Belladonna" zehntausendfach – mit gutem Grund. [Die Welt, 22.10.2005]
Zitationshilfe
„Belladonna“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Belladonna>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Belizerin
Belizer
Belieferung
Beliebtheitswert
Beliebtheitsskala
Belle
Belle Époque
Belletrist
Belletristik
Belli