Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Belletristik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Belletristik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Bel-le-tris-tik · Bel-let-ris-tik
Wortzerlegung belletristisch -ik
eWDG

Bedeutung

schöngeistige Literatur, zu der epische, dramatische und lyrische Werke gehören
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Belletrist · belletristisch · Belletristik
Belletrist m. ‘Verfasser schöngeistiger literarischer Werke’. Zu der seit der 2. Hälfte des 17. Jhs. üblichen Bezeichnung frz. belleslettres ‘schöne Wissenschaften’ für das humanistische Bildungsgut (im Unterschied zu den sich entwickelnden Einzelwissenschaften, besonders den Naturwissenschaften) wird im Dt. in den 70er Jahren des 18. Jhs. Belletrist gebildet (entsprechendes engl. belletrist im 19. Jh.). Der Ausdruck, mit dem von Anfang an häufig leichte Geringschätzung (im Hinblick auf angebliche geistige Anspruchslosigkeit des Schreibens) verbunden ist, kommt im 20. Jh. außer Gebrauch. Bis heute geläufig und meist frei von negativer Wertung sind die Ableitungen belletristisch Adj. ‘schöngeistig, der Belletristik angehörend’ (70er Jahre 18. Jh.) und Belletristik f. ‘schöngeistige Literatur, literarisches Schaffen auf dem Gebiet der Epik, Lyrik oder Dramatik’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Belletristik · Unterhaltungsliteratur · schöne Literatur · schöngeistige Literatur
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Belletristik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Belletristik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Belletristik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Verlag bringe nur noch Belletristik, erhalte nur hierfür Papier. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1950. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1950], S. 84]
An zweiter Stelle steht Belletristik, ihr folgt die wissenschaftliche Literatur. [o. A.: 1946. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 14928]
Aber wie steht es mit der genußvollen Lektüre von Belletristik? [Die Zeit, 09.04.1993, Nr. 15]
Für flüssige Unterhaltung, für die Lektüre fremdsprachlicher Belletristik, für grammatikalisch richtige Sätze gibt es keinen Computer. [Die Zeit, 10.08.1979, Nr. 33]
Sie liegt dem Autor wohl ferner, hier nähert er sich gelegentlich der historischen Belletristik. [Die Zeit, 25.12.1964, Nr. 52]
Zitationshilfe
„Belletristik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Belletristik>.

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