Belletristik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Belletristik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBel-le-tris-tik · Bel-let-ris-tik (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegungbelletristisch-ik
eWDG, 1967

Bedeutung

schöngeistige Literatur, zu der epische, dramatische und lyrische Werke gehören
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Belletrist · belletristisch · Belletristik
Belletrist m. ‘Verfasser schöngeistiger literarischer Werke’. Zu der seit der 2. Hälfte des 17. Jhs. üblichen Bezeichnung frz. belleslettres ‘schöne Wissenschaften’ für das humanistische Bildungsgut (im Unterschied zu den sich entwickelnden Einzelwissenschaften, besonders den Naturwissenschaften) wird im Dt. in den 70er Jahren des 18. Jhs. Belletrist gebildet (entsprechendes engl. belletrist im 19. Jh.). Der Ausdruck, mit dem von Anfang an häufig leichte Geringschätzung (im Hinblick auf angebliche geistige Anspruchslosigkeit des Schreibens) verbunden ist, kommt im 20. Jh. außer Gebrauch. Bis heute geläufig und meist frei von negativer Wertung sind die Ableitungen belletristisch Adj. ‘schöngeistig, der Belletristik angehörend’ (70er Jahre 18. Jh.) und Belletristik f. ‘schöngeistige Literatur, literarisches Schaffen auf dem Gebiet der Epik, Lyrik oder Dramatik’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Belletristik · ↗Unterhaltungsliteratur · schöne Literatur · schöngeistige Literatur
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abteilung Bildband Comic Fachbuch Fachliteratur Hörbuch Jugendbuch Jugendliteratur Kategorie Kinderbuch Kunstbuch Lyrik Publizistik Ratgeber Regal Reisebuch Reiseführer Sachbuch Sachliteratur Spart Taschenbuch Verlag anspruchsvoll deutschsprachig historisch nominieren publizieren zeitgenössisch zuordnen Übersetzung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Belletristik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Handelt es sich bei diesen Werken also doch um Belletristik?
Die Welt, 21.08.2003
Die Trennung von sogenannter ernstzunehmender Belletristik empfindet er als typisch deutsch.
Der Tagesspiegel, 23.02.1999
An zweiter Stelle steht Belletristik, ihr folgt die wissenschaftliche Literatur.
o. A.: 1946. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 14928
Der Verlag bringe nur noch Belletristik, erhalte nur hierfür Papier.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1950. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1950], S. 84
Auf dem Buchmarkt war die zeitgenössische Belletristik in bedrängter Lage.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 3209
Zitationshilfe
„Belletristik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Belletristik>, abgerufen am 23.04.2019.

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