Bemerkung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bemerkung · Nominativ Plural: Bemerkungen
Aussprache
WorttrennungBe-mer-kung
Wortbildung mit ›Bemerkung‹ als Letztglied: ↗Nachbemerkung · ↗Nebenbemerkung · ↗Randbemerkung · ↗Regiebemerkung · ↗Schlussbemerkung · ↗Zwischenbemerkung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Äußerung
Beispiele:
eine abfällige, dumme, bissige Bemerkung
das war eine feine, treffende Bemerkung
er machte eine spöttische, ironische Bemerkung
lass doch die albernen, überflüssigen Bemerkungen!
er ließ eine spitze Bemerkung fallen
es fiel die Bemerkung
man hörte verschiedene kritische, sachliche Bemerkungen
er machte mit dem Bleistift einige Bemerkungen (= Notizen)
Die lagernden Soldaten ... tauschten auch leise miteinander Bemerkungen über ihre Vorgänger aus [KasackStadt393]
2.
veraltet Wahrnehmung, Beobachtung
Beispiel:
Was ... tiefe Achtsamkeit eigentlich auf ihn lenkte, war die Bemerkung, daß die verdächtige Figur auch ihre eigene verdächtige Atmosphäre mit sich zu führen schien [Th. MannTod in Venedig9,520]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

merken · merklich · merkwürdig · Merkwürdigkeit · anmerken · Anmerkung · aufmerken · aufmerksam · Aufmerksamkeit · bemerken · Bemerkung · vermerken · Vermerk
merken Vb. ‘wahrnehmen, entdecken, spüren, mit dem Verstand auffassen und im Gedächtnis festhalten’, ahd. merken ‘bezeichnen, angeben, abgrenzen’ (11. Jh.), mhd. merken ‘beachten, beobachten, wahrnehmen, sich einprägen, mit einem Zeichen versehen’, asächs. merkian, mnd. mnl. nl. merken ‘markieren, bezeichnen, spüren’, anord. merkja ‘kenntlich machen, bezeichnen’, schwed. märka (germ. *markjan) sind abgeleitet von den unter ↗Marke f. (s. d.) angeführten neutralen Substantiven. Ebenfalls dazu sind gebildet ahd. markōn ‘begrenzen, kennzeichnen’ (um 800), asächs. markon ‘bestimmen, bemerken’, aengl. mearcian ‘bezeichnen’, engl. to mark, anord. marka ‘kennzeichnen, bekanntmachen, verstehen’. Als Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’. merklich Adj. ‘deutlich, wahrnehmbar’, mhd. merklich ‘wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, bedeutend, wichtig’. merkwürdig Adj. ‘seltsam, verwunderlich’ (19. Jh.), ‘bemerkenswert, bedeutsam’ (17. Jh.); Merkwürdigkeit f. (18. Jh.). anmerken Vb. ‘eine (ergänzende) Bemerkung machen, anzeichnen, be-, vermerken’ (16. Jh.); vgl. ahd. anamerken (9./10. Jh.), mhd. anemerken ‘angrenzen’; Anmerkung f. ‘Vermerk, (kurze) Erläuterung’ (15. Jh.), auch ‘Fußnote’ (17. Jh.), nach lat. observātio ‘Wahrnehmung, Beobachtung’. aufmerken Vb. ‘seine Gedanken konzentriert auf etw. richten, aufpassen’ (15. Jh.); aufmerksam Adj. ‘gut aufpassend, konzentriert folgend, höflich’ (17. Jh.); Aufmerksamkeit f. (17. Jh.). bemerken Vb. ‘wahrnehmen, ergänzen, seine Meinung zu etw. äußern’, ahd. bimerken ‘aufzeichnen, kennzeichnen’ (11. Jh.), mhd. bemerken ‘beobachten, prüfen’; Bemerkung f. ‘kurze Meinungsäußerung zu etw., Wahrnehmung, Beobachtung’ (17. Jh.). vermerken Vb. ‘notieren, merken’, spätmhd. vermerken ‘(be)merken, gewahr werden’; Vermerk m. ‘Notiz, Eintragung’, älter ‘Bemerkung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Aktennotiz · Bemerkung · ↗Buchung · ↗Eintragung · ↗Notiz · ↗Vermerk  ●  ↗Intabulation  veraltet · ↗Aide-mémoire  geh., franz.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Anmerkung · Bemerkung · ↗Erläuterung · ↗Kommentar

Typische Verbindungen
computergeneriert

abfällig abschätzig abtun anzüglich beiläufig bissig dumm einleitend flapsig hingeworfen hämisch ironisch kommentieren kontern kritisch lakonisch launig quittieren rassistisch sarkastisch scherzhaft spitz spöttisch süffisant treffend veranlassen verkneifen witzig zitieren zynisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bemerkung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die europaweit aufflammende Kritik daran konterte der britische Premier mit der Bemerkung, er sei nicht allein.
Die Zeit, 29.11.2013, Nr. 49
Von einigen höflichen Bemerkungen abgesehen, aßen sie schweigend, und sie begann zu fürchten, dass es keine Geschichte mehr geben werde.
Süddeutsche Zeitung, 31.12.2004
Der Priester drehte sich auch bei dieser Bemerkung nicht nach ihm um.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 30
Aber in jener Rede habe ich auch noch eine andere Bemerkung gemacht.
Richter, Horst-Eberhard: Nachwort. In: Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried (Hgg.), Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1995], S. 162
Mit freundlichen Worten erreichen Sie mehr als mit unfreundlichen Bemerkungen oder mit Kritik.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 191
Zitationshilfe
„Bemerkung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bemerkung>, abgerufen am 20.10.2019.

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