Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Benefiz, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Benefizes · Nominativ Plural: Benefize
Aussprache  [beneˈfiːʦ]
Worttrennung Be-ne-fiz
Wortbildung  mit ›Benefiz‹ als Erstglied: Benefizabend · Benefizdinner · Benefizgala · Benefizkonzert · Benefizlauf · Benefizspiel · Benefiztombola · Benefizturnier · Benefizveranstaltung · Benefizvorstellung
Herkunft aus beneficiumlat ‘Wohltat, Gunst’ < bene facerelat ‘wohl tun’
eWDG

Bedeutung

veraltend Vorstellung zu Ehren eines Künstlers
Beispiele:
die Schauspielerin hatte gestern ihr Benefiz
zu seinem Benefiz einladen
ein Stück zum Benefiz wählen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Malefiz · Malefizkerl · Benefizium · Beneficium · Benefiz · Benefizvorstellung
Malefiz n. ‘Verbrechen’, älter auch ‘Zauberei’, mhd. malefiz ‘Kapitalverbrechen, das Recht zur Aburteilung’, entlehnt (13. Jh.) aus lat. maleficium ‘Übeltat, Schaden, Frevel, Zauber’, zu lat. maleficus ‘übel handelnd’, malefacere ‘Böses zufügen’, aus lat. male Adv. ‘schlecht, böse’ und facere ‘machen, tun’. Malefizkerl m. ‘Übeltäter’, dann abgeschwächt ‘toller Kerl’. Dazu das Gegenwort Benefizium, (in lat. Form) Beneficium n. ‘Lehen, Vergünstigung, Wohltat’ (14. Jh.). Diesem folgend Benefiz n. auch ‘Vorteil, Gewinn’ (17. Jh.) sowie (wohl unter Einfluß von engl. benefit) Benefizvorstellung f. ‘Aufführung zugunsten eines Künstlers oder eines wohltätigen Zweckes, Wohltätigkeitsveranstaltung’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. beneficium ‘Wohltat, Gunst’, zu lat. beneficus ‘wohltätig, gefällig’, bene facere ‘wohl tun’, aus lat. bene Adv. ‘gut’ und facere (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Benefiz · Gefallen · Vergünstigung · Wohltat · Wohltätigkeit · wohltätige Gabe  ●  Mildtätigkeit  veraltend

Typische Verbindungen zu ›Benefiz‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Benefiz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Benefiz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei Millionen Dollar soll das Benefiz dazu beisteuern, also muß es eine Sensation sein. [Die Zeit, 01.03.1982, Nr. 09]
Und was es als Benefiz zu sehen gab, war jeden Cent wert. [Süddeutsche Zeitung, 30.01.2002]
Scheinbar hatte ich drei Benefize, so stand es auf dem Zettel, in Wirklichkeit nur eins. [Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054]
Dagegen hoffe ich, Mitte März wieder so weit zu sein, und wünsche daher das Benefiz bis ungefähr dahin verschoben zu sehen. [Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054]
Die Verlegung des Benefizes versorgen wir wohl an gebührender Stelle? [Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054]
Zitationshilfe
„Benefiz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Benefiz>.

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