Berechenbarkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Berechenbarkeit · Nominativ Plural: Berechenbarkeiten · wird selten im Plural verwendet
Worttrennung Be-re-chen-bar-keit
Wortzerlegung berechenbar-keit
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutungen

1.
Vorhersehbarkeit einer Sache, eines (bestimmten) Verhaltens oder Handelns
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die politische Berechenbarkeit [einer Regierung o. Ä.]
als Akkusativobjekt: Berechenbarkeit fordern, schaffen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Vertrauen in die Berechenbarkeit von etw. haben; für Berechenbarkeit sorgen
in Koordination: Berechenbarkeit und Verlässlichkeit
Beispiele:
Predictive Policing – übersetzt »vorausschauende Polizeiarbeit« – heißt die Methode, die derzeit von Sicherheitskräften weltweit heiß diskutiert, entwickelt und erprobt wird. Sie basiert auf der Auswertung großer Datenmengen – und auf der Berechenbarkeit menschlicher Gewohnheiten. [Welt am Sonntag, 26.03.2017, Nr. 13]
Die Stabilität und Berechenbarkeit der Nachbarn Israels wurde ersetzt durch Instabilität und Unberechenbarkeit[…]. [Der Standard, 09.06.2011]
Die Wirtschaft braucht Berechenbarkeit für ihre Investitionen. [Die Zeit, 30.05.2011, Nr. 22]
Ohne Berechenbarkeit hat man bei politischen Missionen […] keine Chance. [Die Zeit, 20.05.1998, Nr. 22]
Ich bin sicher, daß sich diese auf Vertrauen und gegenseitige Berechenbarkeit begründeten Beziehungen weiter entwickeln und vertiefen werden. [Neues Deutschland, 03.10.1987]
Toleranz sowie Vertrauen brauchen den Hintergrund gemeinsamer Haltungen und Berechenbarkeiten[…]. [www.nlp-ausbildungen-frankfurt.de, 01.06.2010] ungewöhnl. Pl.
2.
Statistik, Mathematik Eigenschaft, sich (mithilfe mathematischer Verfahren) berechnen zu lassen
Beispiele:
Da das Prinzip der relativen Berechenbarkeit so allgemein gehalten ist, gibt es innerhalb der Theoretischen Informatik sehr viele verschiedene Ausprägungen dieses Konzepts. [C’t, 2001, Nr. 7]
Gehry hat […] erstmals in der Architekturgeschichte mit der Rechtwinklichkeit, […] mit der mathematischen Berechenbarkeit eines Entwurfs gebrochen […]. [Die Welt, 14.05.1999]
Bei der sechsten Dezimalstelle ist jedoch die Grenze der theoretischen Berechenbarkeit erreicht […]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.1994]
Die Theorie der Berechenbarkeit untersucht, wie man das Berechenbare vom Nichtberechenbaren abgrenzen kann, indem man Probleme benennt, die ein Computer unter keinen Umständen lösen kann. [Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 13]

Thesaurus

Synonymgruppe
Berechenbarkeit · ↗Vorhersagbarkeit

Typische Verbindungen zu ›Berechenbarkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Berechenbarkeit‹.

Zitationshilfe
„Berechenbarkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Berechenbarkeit>, abgerufen am 21.09.2020.

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