Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bereitwilligkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Be-reit-wil-lig-keit
Wortzerlegung bereitwillig -keit
eWDG

Bedeutung

Willigkeit
Beispiele:
ich danke für eure Bereitwilligkeit, mir zu helfen
sie erklärte ihm alles mit großer Bereitwilligkeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bereit · bereiten · bereits · Bereitschaft · Bereitwilligkeit · Wegbereiter
bereit Adj. ‘fertig, gewillt’ hat neben sich sowohl mit be- wie mit ge- präfigierte als auch präfixlose Verwandte. Mhd. bereite, bereit ‘bereitwillig, dienstfertig, fertig, zur Hand’, (vom Geld) ‘bar’, Adv. ‘schon, schnell, geschickt’, gereite, gereit ‘auf der Fahrt begriffen, bereit, fertig, bar’, Adv. ‘leicht, schnell und gern’ geht mit ahd. gireiti (Hs. 12. Jh.), mnd. rēde, reide, rēt, reit, berēde, berēt, gerēde, gerēt ‘bereit, fertig’, (vom Geld) ‘bar’, mnl. bereit, bereet, ghereit, ghereet, nl. bereid, gereed, aengl. rǣde, gerǣde, engl. ready, anord. reiðr ‘durchreitbar’ (die Bedeutung ‘bereit, fertig’ ist aus mnd. rēde, reide, s. oben, entlehnt), greiðr ‘passierbar, gerade vor einem liegend, zur Hand, gut vorankommend’, got. garaiþs ‘angeordnet’ zurück auf germ. *(ga)raiða-, *(ga)raiðja- ‘gerüstet zur Fahrt, passierbar, zur Hand’, das mit ir. réid ‘eben’ (eigentlich ‘befahrbar’), ‘leicht’ und lett. raids ‘bereit’ zu ie. *reidh- ‘fahren, in Bewegung sein’ gehört. bereit ist also verwandt mit reiten (s. d.). bereiten Vb. ‘bereit machen, zurichten’, ahd. bireiten ‘verfertigen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. bereiten ‘rüsten, bilden, bereit machen’; dazu aufbereiten ‘zubereiten, ausrüsten, ausschmücken’ (15. Jh.), seit dem 16. Jh. in der Bergmannssprache (Erz aufbereiten); vorbereiten nach lat. praeparāre (16. Jh.); zubereiten, mhd. zuobereiten. bereits Adv. ‘schon’, mhd. bereit(e) ‘schon, schnell, geschickt’, seit dem 16. Jh. mit genitivischem -s (s. auch flugs, links u. a.). Bereitschaft f. ‘Bereitsein, Bereitwilligkeit, Vorrat’, mhd. bereitschaft ‘Zubereitung, Ausrüstung, Gerätschaft’ (bis ins 18. Jh.), ‘militärische Truppe’ (17. Jh.), ‘Bereitsein’ (15. Jh.), seit dem 18. Jh. auch gleichbed. mit Bereitwilligkeit f. (16. Jh.), zu bereitwillig Adj. (15. Jh.). Wegbereiter m. (16. Jh.).

Thesaurus

Typische Verbindungen zu ›Bereitwilligkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bereitwilligkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bereitwilligkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit jener Bereitwilligkeit, die mein sonst so starrköpfiger Vater seiner Schwester gegenüber stets an den Tag legte, hatte er sich ihrem Willen gefügt. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 5044]
An der Bereitwilligkeit der württembergischen Regierung ist nicht zu zweifeln. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.03.1910]
Diesem Ansuchen muß sofort mit der größten Bereitwilligkeit Folge gegeben werden. [Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 14689]
Wir müssen diese ernste Bereitwilligkeit aufbringen, wenn wir die Ziele erreichen wollen, die wir uns gesetzt haben. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]]
Aber wir brauchen die Bereitwilligkeit dazu, sonst kommen wir nicht weiter. [Die Zeit, 03.07.2000, Nr. 27]
Zitationshilfe
„Bereitwilligkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bereitwilligkeit>.

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