Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bergbau, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Berg-bau
Wortzerlegung Berg Bau
Wortbildung  mit ›Bergbau‹ als Erstglied: Bergbaubeflissene · Bergbaugebiet · Bergbaukunde · Bergbaurevier · Bergbautechnik · Bergbauunternehmen · Bergbauunternehmer · bergbaulich
 ·  mit ›Bergbau‹ als Letztglied: Braunkohlebergbau · Braunkohlenbergbau · Eisenbergbau · Erzbergbau · Kalibergbau · Kohlebergbau · Kohlenbergbau · Steinkohlebergbau · Steinkohlenbergbau · Steinsalzbergbau
eWDG

Bedeutung

Gewinnung von Bodenschätzen
siehe auch Abbau (1)
Beispiele:
der Bergbau ist einer der wichtigsten Zweige unserer Volkswirtschaft
Bergbau (be)treiben
im sächsischen Steinkohlenrevier sind viele Werktätige im Bergbau beschäftigt
Der Bergbau auf Eisenerz um Elbingerode entwickelte sich früh [ Natur u. Heimat1959]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Berg · bergig · Bergarbeit · Bergarbeiter · Bergknappe · Bergmann · Bergbau · Bergwerk
Berg m. ‘hoch ansteigende Geländeerhebung, Hügel’. Ahd. (9. Jh.), asächs. berg, mhd. berc, mnd. mnl. berch, nl. berg, aengl. beorg ‘Höhe, Grabhügel’, engl. barrow ‘Grabhügel’, anord. bjarg, schwed. berg, got. baírg- (in baírgahei ‘Berggegend’), germ. *berga- stehen wohl im Ablautverhältnis mit Burg (s. d.) und werden auf ie. *bherg̑hos ‘Berg, Höhe’ zurückgeführt, das vielleicht eine Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen’, hier ‘heben’ (s. empor), oder der Wurzel ie. *bher- ‘hervorstehen, Kante, Spitze, Ecke’ enthält. Sie sind verwandt mit armen. berj- ‘Höhe’, kymr. bera ‘Haufen’, aind. bṛhán ‘hoch, groß’ und möglicherweise (vgl. Ėtim. slov. slavj. jaz. 1, 192 f.) mit aslaw. brěgъ ‘Ufer, Hügel, Abhang’, russ. béreg (берег) ‘Ufer’. bergig Adj. (16. Jh.), älter spätmhd. bergeht (14. Jh.), bergicht (16. Jh.). Bergarbeit f. (16. Jh.), Bergarbeiter m. (Ende 15. Jh.), älter Bergknappe m. mhd. bercknappe (s. Knappe). Bergmann m. spätmhd. bercman, Plur. Bergleute (s. Leute). Bergbau m. ‘industrieller Abbau von Bodenschätzen’ (16. Jh.); älter Bergwerk n. mhd. bercwerc; seit dem 16. Jh. ‘Schachtanlage, Mineralien’.

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Berg- und Hüttenwesen · Bergbau  ●  Montanwesen  lat.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Bergbau‹ (berechnet)

Abwicklung Altlast Auslauf Auslaufen Erzeugnis Ewigkeitslast Folgekosten Niedergang Schrumpfung Sozialisierung Umstrukturierung Verstaatlichung betreiben derharpener erzgebirgisch hamborner harpener harzer heimisch ibbenbürener lebensfähig mansfelder mechanisiert niederschlesisch oberschlesisch sozialisiert subventioniert südafrikanisch unrentabel verstaatlicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bergbau‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bergbau‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei muß das Nein nicht unbedingt den schnellen Tod des Bergbaus bedeuten. [Die Zeit, 27.09.1996, Nr. 40]
Also blockiert der Bergbau solche Pläne ", bedauerte die Welt 1964 die Entwicklung. [Die Zeit, 11.03.1988, Nr. 11]
In Chinas Bergbau kommen jedes Jahr mehrere Tausend Arbeiter ums Leben. [Die Zeit, 30.03.2013, Nr. 14]
Nach mindestens 3000 Jahren ist der Bergbau im Harz Geschichte. [Die Zeit, 10.06.2012 (online)]
Die positive Tendenz hält an und sorgt in 1926 für eine fühlbar bessere Lage des deutschen Bergbaus. [o. A.: 1926. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 28585]
Zitationshilfe
„Bergbau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bergbau>.

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