Bergbau, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBerg-bau
WortzerlegungBergBau
Wortbildung mit ›Bergbau‹ als Erstglied: ↗Bergbaubeflissene · ↗Bergbaukunde · ↗Bergbaurevier · ↗Bergbautechnik · ↗bergbaulich
 ·  mit ›Bergbau‹ als Letztglied: ↗Braunkohlebergbau · ↗Braunkohlenbergbau · ↗Eisenbergbau · ↗Erzbergbau · ↗Kalibergbau · ↗Kohlebergbau · ↗Kohlenbergbau · ↗Steinkohlebergbau · ↗Steinkohlenbergbau · ↗Steinsalzbergbau
eWDG, 1967

Bedeutung

Gewinnung von Bodenschätzen
siehe auch Abbau (Lesart 1)
Beispiele:
der Bergbau ist einer der wichtigsten Zweige unserer Volkswirtschaft
Bergbau (be)treiben
im sächsischen Steinkohlenrevier sind viele Werktätige im Bergbau beschäftigt
Der Bergbau auf Eisenerz um Elbingerode entwickelte sich früh [Natur u. Heimat1959]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Berg · bergig · Bergarbeit · Bergarbeiter · Bergknappe · Bergmann · Bergbau · Bergwerk
Berg m. ‘hoch ansteigende Geländeerhebung, Hügel’. Ahd. (9. Jh.), asächs. berg, mhd. berc, mnd. mnl. berch, nl. berg, aengl. beorg ‘Höhe, Grabhügel’, engl. barrow ‘Grabhügel’, anord. bjarg, schwed. berg, got. baírg- (in baírgahei ‘Berggegend’), germ. *berga- stehen wohl im Ablautverhältnis mit ↗Burg (s. d.) und werden auf ie. *bherg̑hos ‘Berg, Höhe’ zurückgeführt, das vielleicht eine Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen’, hier ‘heben’ (s. ↗empor), oder der Wurzel ie. *bher- ‘hervorstehen, Kante, Spitze, Ecke’ enthält. Sie sind verwandt mit armen. berj- ‘Höhe’, kymr. bera ‘Haufen’, aind. bṛhán ‘hoch, groß’ und möglicherweise (vgl. Ėtim. slov. slavj. jaz. 1, 192 f.) mit aslaw. brěgъ ‘Ufer, Hügel, Abhang’, russ. béreg (берег) ‘Ufer’. bergig Adj. (16. Jh.), älter spätmhd. bergeht (14. Jh.), bergicht (16. Jh.). Bergarbeit f. (16. Jh.), Bergarbeiter m. (Ende 15. Jh.), älter Bergknappe m. mhd. bercknappe (s. ↗Knappe). Bergmann m. spätmhd. bercman, Plur. Bergleute (s. ↗Leute). Bergbau m. ‘industrieller Abbau von Bodenschätzen’ (16. Jh.); älter Bergwerk n. mhd. bercwerc; seit dem 16. Jh. ‘Schachtanlage, Mineralien’.

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Berg- und Hüttenwesen · Bergbau  ●  Montanwesen  lat.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baugewerbe Chemie Eisenindustrie Elektrizitätswirtschaft Energie Energiewirtschaft Fischerei Forstwirtschaft Geologie Gewerbe Gewinnung Hüttenbetrieb Hüttenwesen Industrie Industriegewerkschaft Landwirtschaft Metallurgie Rheinpreuße Rohstoff Ruhrkohle Schwerindustrie Sozialisierung Stahl Stahlindustrie Subvention Textilindustrie Verstaatlichung heimisch lebensfähig subventioniert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bergbau‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ende der fünfziger Jahre kam jedoch das Aus für den Bergbau.
Der Tagesspiegel, 20.04.2002
Kennt die DSK sich im Bergbau nicht selbst am besten aus?
Süddeutsche Zeitung, 15.01.2002
Die positive Tendenz hält an und sorgt in 1926 für eine fühlbar bessere Lage des deutschen Bergbaus.
o. A.: 1926. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 28585
Das geschah vor allem in neuerer Zeit durch die stürmische Entwicklung von Industrie, Gewerbe, Bergbau und Verkehr.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 4
Schon im Titel macht sie der Autor zum Signum des erzgebirgischen Bergbaus.
Röhrich, Lutz: Glückauf. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 24535
Zitationshilfe
„Bergbau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bergbau>, abgerufen am 21.04.2019.

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