Bergwerk, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungBerg-werk (computergeneriert)
WortzerlegungBergWerk
Wortbildung mit ›Bergwerk‹ als Letztglied: ↗Braunkohlebergwerk · ↗Braunkohlenbergwerk · ↗Erzbergwerk · ↗Goldbergwerk · ↗Kalibergwerk · ↗Kohlebergwerk · ↗Kohlenbergwerk · ↗Kupferbergwerk · ↗Salzbergwerk · ↗Schieferbergwerk · ↗Silberbergwerk · ↗Steinkohlebergwerk · ↗Steinkohlenbergwerk · ↗Steinsalzbergwerk · ↗Zinnbergwerk
eWDG, 1967

Bedeutung

Anlage zur bergbaulichen Gewinnung von Bodenschätzen, Grube, Zeche
Beispiele:
ein Bergwerk anlegen, betreiben, stillegen
in das Bergwerk einfahren, ausfahren
salopp ein Bergwerk ist ersoffen (= durch Wassereinbruch nicht mehr benutzbar)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Berg · bergig · Bergarbeit · Bergarbeiter · Bergknappe · Bergmann · Bergbau · Bergwerk
Berg m. ‘hoch ansteigende Geländeerhebung, Hügel’. Ahd. (9. Jh.), asächs. berg, mhd. berc, mnd. mnl. berch, nl. berg, aengl. beorg ‘Höhe, Grabhügel’, engl. barrow ‘Grabhügel’, anord. bjarg, schwed. berg, got. baírg- (in baírgahei ‘Berggegend’), germ. *berga- stehen wohl im Ablautverhältnis mit ↗Burg (s. d.) und werden auf ie. *bherg̑hos ‘Berg, Höhe’ zurückgeführt, das vielleicht eine Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen’, hier ‘heben’ (s. ↗empor), oder der Wurzel ie. *bher- ‘hervorstehen, Kante, Spitze, Ecke’ enthält. Sie sind verwandt mit armen. berj- ‘Höhe’, kymr. bera ‘Haufen’, aind. bṛhán ‘hoch, groß’ und möglicherweise (vgl. Ėtim. slov. slavj. jaz. 1, 192 f.) mit aslaw. brěgъ ‘Ufer, Hügel, Abhang’, russ. béreg (берег) ‘Ufer’. bergig Adj. (16. Jh.), älter spätmhd. bergeht (14. Jh.), bergicht (16. Jh.). Bergarbeit f. (16. Jh.), Bergarbeiter m. (Ende 15. Jh.), älter Bergknappe m. mhd. bercknappe (s. ↗Knappe). Bergmann m. spätmhd. bercman, Plur. Bergleute (s. ↗Leute). Bergbau m. ‘industrieller Abbau von Bodenschätzen’ (16. Jh.); älter Bergwerk n. mhd. bercwerc; seit dem 16. Jh. ‘Schachtanlage, Mineralien’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bergwerk · ↗Grube · ↗Mine · ↗Stollen · ↗Zeche  ●  ↗Pütt  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abraumhalde Energieversorger Fabrik Förderturm Gelsenkirchener Gesamterzeugung Giftunfall Hohlraum Kumpel Rahmenbetriebsplan Saline Schacht Stahlhütte Steinbruch Stillegung Stilllegung Stolle Stollen Zwangsarbeit aufgelassen eingestürzt einsturzgefährdet oberschlesisch rumänisch schuften sibirisch stillgelegt stilllegen unrentabel verstaatlichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bergwerk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eines der Bergwerke, in dem er 700 Meter unter Tage filmte, stürzte zwei Tage später ein, auch hier gab es Tote.
Der Tagesspiegel, 13.02.2003
Doch intern habe man auch gesagt, man arbeite im Bergwerk.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.2001
Wir, zumal meine Tochter, wünschten ein Bergwerk in vollem Betrieb zu sehen.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 7115
Wir wohnten niemals dort, ich weiß nur von der Existenz dieses Bergwerks.
o. A.: Einhundertvierzigster Tag. Dienstag, 28. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9518
Der Professor bat Niklaus, ihn zu den Bergwerken zu führen.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 126
Zitationshilfe
„Bergwerk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bergwerk>, abgerufen am 15.12.2018.

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