Berserker, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Berserkers · Nominativ Plural: Berserker
Aussprache
WorttrennungBer-ser-ker (computergeneriert)
HerkunftAltnordisch
Wortbildung mit ›Berserker‹ als Erstglied: ↗Berserkerwut · ↗berserkerhaft
 ·  Ableitung von ›Berserker‹: ↗berserkern
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
altgermanischer wilder Krieger
2.
übertragen blind wütender Mensch
Beispiele:
in seiner Wut ist er ein wahrer Berserker
sie tobten, rasten wie die Berserker
Anfälle von Jähzorn ... die ihn zum Berserker machten [Wasserm.Wahnschaffe2,20]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Berserker m. ‘wilder Krieger, kampfwütiger Mensch’, Gestalt der altnordischen Literatur, ‘Bärenhäuter’. Anord. berserkr ist gebildet aus anord. ber- ‘Bären-’ (s. ↗Bär) und serkr ‘Hemd, ärmelloses Gewand’, bezeichnet demnach den in Bärenfelle gekleideten Krieger. Anord. serkr ist etymologisch ungeklärt. Möglich erscheint Verwandtschaft mit aslaw. sračica ‘Untergewand’, russ. soróčka (сорочка) ‘Hemd’; es wird u. a. auch mit aind. srák (sráj-) ‘Kranz, Gewinde’, griech. hórmos (ὅρμος) ‘(Hals)kette’, lat. seriēs ‘Reihenfolge, Kette’ zur Wurzel ie. *ser- ‘aneinanderreihen, knüpfen’ gestellt. Im Dt. seit dem 18. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
Berserker · ↗Randalierer · Rasender · Tobender · Tobsüchtiger · Wütender · ↗Wüterich
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ruf schuften tobte trainierte verwandeln wahre wüten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Berserker‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er opfert sich für andere, aber er verbreitet auch den Schrecken des Berserkers.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2001
Der Berserker schoß ihm mit seinem Maschinengewehr noch zwei Salven in den Rücken, dann waren sie zurück im zweiten Raum.
C't, 1998, Nr. 23
Diese Gestaltenwelt lebt unter einem inneren oder äußeren Druck zwischen Dumpfheit und Schrecken, gläubiger Frömmigkeit und Wut des Berserkers.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 609
Wie es zu einer derartigen spontanen Geistesstörung kommt, die Menschen zu unkontrollierten Berserkern werden lässt, ist nicht genau geklärt.
o. A. [huw]: Amok. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1999]
Da trat der Landrat von Stubenrauch auf den Plan, ein Hüne von Gestalt, ein Berserker in der Arbeit.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 256
Zitationshilfe
„Berserker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Berserker>, abgerufen am 23.01.2018.

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