Beschäftigte, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Beschäftigten · Nominativ Plural: Beschäftigte(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Beschäftigten, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Beschäftigte.
Aussprache  [bəˈʃɛftɪçtə]
Worttrennung Be-schäf-tig-te
Grundform beschäftigt
Wortbildung  mit ›Beschäftigte‹ als Erstglied: ↗Beschäftigtenquote · ↗Beschäftigtenzahl  ·  mit ›Beschäftigte‹ als Letztglied: ↗Halbtagsbeschäftigte · ↗Industriebeschäftigte · ↗Teilzeitbeschäftigte · ↗Vollzeitbeschäftigte · ↗Zivilbeschäftigte
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

jmd., der (als Arbeiter, Angestellter, Beamter) einer nichtselbstständigen Berufstätigkeit nachgeht
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: angestellte, behinderte, entlohnte, festangestellte, qualifizierte, sozialversicherungspflichtige, streikende, ungelernte, weibliche Beschäftigte
mit Genitivattribut: Beschäftigte des Außenhandels, Bankgewerbes, Baugewerbes, Einzelhandels, der Bauwirtschaft, Bekleidungsindustrie, Chemieindustrie, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Verkehrsbetriebe
in Koordination: Beschäftigte und Arbeitgeber, Arbeitslose, Auszubildende, Beamte, Lehrlinge, Scheinselbstständige
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Beschäftigte auf Baustellen, im Ausstand, im Bankgewerbe, im Baugewerbe, im Bergbau, im Einzelhandel, in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, in Betrieben, in der Chemieindustrie, in der Privatwirtschaft
mit Prädikativ: der, die Beschäftigte ist abhängig, arbeitslos, unzufrieden
als Aktivsubjekt: Beschäftigte arbeiten, demonstrieren, streiken, erwirtschaften [etw.]
als Passivsubjekt: Beschäftigte werden benachteiligt, eingesetzt, eingestellt, entlassen, entlohnt, freigestellt, gekündigt, qualifiziert, versetzt, weiterbeschäftigt, übernommen
als Akkusativobjekt: Beschäftigte entlassen, freistellen, qualifizieren, motivieren
als Genitivattribut: die Absicherung, Arbeitszeit, die Arbeitsplätze, Belange, Besitzstände, der Anteil, das Einkommen, die Gehälter der Beschäftigten
in Präpositionalgruppe/-objekt: Betriebe, Firmen, Unternehmen mit Beschäftigten; Gehälter, Tarifverhandlungen für Beschäftigte
Beispiele:
Der VDMA (= Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) vertritt über 3.000 Unternehmen mit knapp einer Million Beschäftigten in Deutschland. [Spiegel, 30.07.2009 (online)]
In manchen Firmen habe man festgestellt, dass Beschäftigte unbezahlte Überstunden in einem erheblichen Umfang leisten mussten. [Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2015]
In den Amazon‑Versandzentren in Bad Hersfeld und Leipzig wird wieder gestreikt. Bis einschließlich Samstag seien die Beschäftigten aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen[…]. [Die Zeit, 19.09.2013 (online)]
Nur noch weniger als acht Prozent aller Beschäftigten in der privaten Wirtschaft der Vereinigten Staaten sind gewerkschaftlich organisiert. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2005]
Genau wie Beamte – und anders als Beschäftigte in der privaten Wirtschaft – klettern auch sämtliche Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst eine eigentümliche Gehaltsleiter hinauf: Ihr Einkommen steigt alle zwei Jahre automatisch in Stufen[…]. [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Die SPD und mehrere Gewerkschaften haben eine neue Initiative gestartet, damit zumindest für einen Teil der sogenannten geringfügig Beschäftigten Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt werden. [Süddeutsche Zeitung, 06.07.1995]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Beschäftigte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschäftigte‹.

Zitationshilfe
„Beschäftigte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Besch%C3%A4ftigte>, abgerufen am 18.04.2021.

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