Beschäftigungsstand, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Beschäftigungsstand(e)s · Nominativ Plural: Beschäftigungsstände · wird selten im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung Be-schäf-ti-gungs-stand
Wortzerlegung BeschäftigungStand1
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Verhältnis des erwerbstätigen zum nicht erwerbstätigen Anteil der Gesamtbevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein hoher, niedriger Beschäftigungsstand
als Akkusativobjekt: den Beschäftigungsstand halten, anheben; einen [hohen] Beschäftigungsstand erzielen, aufrechterhalten
Beispiele:
Zwar habe der deutsche Arbeitsmarktaufschwung den Beschäftigungsstand zuletzt in beeindruckender Weise erhöht, dabei aber längst nicht nur »produktive und hochwertige Beschäftigungsverhältnisse« generiert. [Die Zeit, 11.03.2015]
Die EU strebt bis zum Jahr 2010 an, den Beschäftigungsstand bei den 55‑ bis 64‑Jährigen auf 50 Prozent anzuheben. [Der Tagesspiegel, 11.03.2004]
Den höchsten Beschäftigungsstand aller EU‑Länder ermittelte Eurostat für Luxemburg, wo nur 2,6 Prozent der Erwerbsbevölkerung ohne Job waren. [Der Tagesspiegel, 08.01.2003]
Um den Beschäftigungsstand auch nur zu halten, müssen die Märkte enorm expandieren. [Beck, Ulrich: Was ist Globalisierung? Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997, S. 107]
Letztlich ist ein hohes Maß sozialer Sicherheit im Alter bei erträglichen Beitragsniveaus ohne hohe Beschäftigungsstände nicht erreichbar. [Frankfurter Rundschau, 06.03.1997] ungewöhnl. Pl.
2.
Anzahl von, Bedarf an Beschäftigten in einem Unternehmen, einer Branche
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: einen [höheren] Beschäftigungsstand erwarten, erreichen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Beschäftigungsstand von [xy Arbeitern, Angestellten, Prozent]
Beispiele:
Die Betriebe erwarten laut der Umfrage einen höheren Beschäftigungsstand in den nächsten drei Monaten und gehen daher derzeit auf Mitarbeitersuche[…]. [Der Standard, 25.04.2016]
In Baden‑Württemberg hat die Maschinenbaubranche ihren höchsten Beschäftigungsstand seit 1994 erreicht, berichtete H[…]. [Berliner Zeitung, 27.12.2000]
Die Hamburger Werft Blohm & Voß, auf der im Kriege rund 13.000 Mann arbeiteten, hat heute einen Beschäftigungsstand von 200 Arbeitern. [Overresch, Manfred / Saal, Friedrich Wilhelm (Hg.): Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918–1949. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 13991]
Nach zuverlässigen Schätzungen betrug der Beschäftigungsstand bei der SAG Wismut im Herbst 1951 etwa 225.000. [Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 6605]
Alte Unternehmen, insbesondere wenn sie wegen Rationalisierung und Strukturwandel frühere Beschäftigungsstände nicht halten können, entlassen vorzugsweise Ältere, stellen wenig Jüngere ein, und landen bei »komprimierten« Altersstrukturen. [Süddeutsche Zeitung, 17.09.2002] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Beschäftigungsstand‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschäftigungsstand‹.

Zitationshilfe
„Beschäftigungsstand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Besch%C3%A4ftigungsstand>, abgerufen am 14.06.2021.

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