Beschwerde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beschwerde · Nominativ Plural: Beschwerden
Aussprache 
Worttrennung Be-schwer-de
eWDG

Bedeutung

Mühe, Anstrengung
Beispiele:
von den Beschwerden der Reise ausruhen
von der Beschwerde der letzten Tage ermüdet sein
die Beschwerden eines Umzugs, des Abstiegs, Lebens
[ich] erreichte jedoch […] ohne Beschwerde den andern Strand [ CarossaJahr217]
körperliche Leiden, Gebrechen
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
beim Laufen Beschwerden bekommen
das Steigen macht, verursacht ihr Beschwerden
die Beschwerden des Alters spüren
seine rheumatischen Beschwerden nahmen zu
in meinem Alter stellen sich leicht Beschwerden ein, treten leicht Beschwerden auf
körperliche, heftige, starke Beschwerden haben
dem Arzt seine Beschwerden nennen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beschweren · sich beschweren · Beschwerde · beschwerlich
beschweren Vb. ‘belasten’, ahd. biswāren ‘bedrücken, belasten’ (10. Jh.), mhd. beswæren ‘bedrücken, belästigen, betrüben’ gehört wie das gleichbed. Simplex ahd. swāren (8. Jh.) zu dem unter schwer (s. d.) behandelten Adjektiv. sich beschweren ‘Klage führen’, eigentlich ‘sich (wegen einer Sache) belasten, sich Sorgen machen’, daher ‘sich über etw. Drückendes beklagen’, seit dem 14. Jh. gebräuchlich. Beschwerde f. ‘Mühe, Anstrengung’ (gewöhnlich im Plural), auch ‘körperliche Leiden, Schmerzen’, ahd. biswārida (10. Jh.), mhd. beswærde ‘Bedrückung, Kummer, Betrübnis’, Abstraktum zum Verb. In der Bedeutung ‘Klage’ (15. Jh.) schließt es an den reflexiven Gebrauch von beschweren an (s. oben). beschwerlich Adj. ‘mühevoll, anstrengend’ (Anfang 16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Beschwerde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschwerde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Beschwerde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Frau ist schon länger wegen verschiedener Beschwerden in hausärztlicher Behandlung. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 74]
Gegen Entscheidungen der Überwachungsorgane haben sie das Recht der Beschwerde. [Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 347]
Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Beschwerde sicher so manches Mal berechtigt. [Die Zeit, 13.09.1996, Nr. 38]
Die absurd anmutenden Beschwerden über den Import haben hier ihre Quelle. [o. A.: DER FREIE WELTMARKT - KRIEGSWIRTSCHAFTLICH VERPLANT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]]
Unter den größten Beschwerden nahm ich die Arbeit wieder auf. [o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 130]
Zitationshilfe
„Beschwerde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beschwerde#1>.

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Beschwerde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beschwerde · Nominativ Plural: Beschwerden
Aussprache 
Worttrennung Be-schwer-de
eWDG

Bedeutung

Klage über etw., jmdn., die an zuständiger Stelle vorgebracht wird
Beispiele:
eine Beschwerde gegen etw., jmdn. (bei jmdm.) erheben, einreichen, vorbringen
über etw. Beschwerde führen
jmdm. seine Beschwerde vortragen
seine Beschwerden bei einer Instanz anbringen
gegen diesen Beschluss, diese Entscheidung legte der Kläger Beschwerde ein
Beschwerden sind an die zuständige Dienststelle zu richten
über eine Beschwerde entscheiden
eine Beschwerde als unzulässig verwerfen
einer Beschwerde abhelfen
jmds. Beschwerde abweisen, zurückweisen
sich [Dativ] jmds. Beschwerde anhören
es sind Beschwerden über ihn eingelaufen
es liegt eine Beschwerde gegen ihn vor
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beschweren · sich beschweren · Beschwerde · beschwerlich
beschweren Vb. ‘belasten’, ahd. biswāren ‘bedrücken, belasten’ (10. Jh.), mhd. beswæren ‘bedrücken, belästigen, betrüben’ gehört wie das gleichbed. Simplex ahd. swāren (8. Jh.) zu dem unter schwer (s. d.) behandelten Adjektiv. sich beschweren ‘Klage führen’, eigentlich ‘sich (wegen einer Sache) belasten, sich Sorgen machen’, daher ‘sich über etw. Drückendes beklagen’, seit dem 14. Jh. gebräuchlich. Beschwerde f. ‘Mühe, Anstrengung’ (gewöhnlich im Plural), auch ‘körperliche Leiden, Schmerzen’, ahd. biswārida (10. Jh.), mhd. beswærde ‘Bedrückung, Kummer, Betrübnis’, Abstraktum zum Verb. In der Bedeutung ‘Klage’ (15. Jh.) schließt es an den reflexiven Gebrauch von beschweren an (s. oben). beschwerlich Adj. ‘mühevoll, anstrengend’ (Anfang 16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Beschwerde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschwerde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Beschwerde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Frau ist schon länger wegen verschiedener Beschwerden in hausärztlicher Behandlung. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 74]
Gegen Entscheidungen der Überwachungsorgane haben sie das Recht der Beschwerde. [Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 347]
Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Beschwerde sicher so manches Mal berechtigt. [Die Zeit, 13.09.1996, Nr. 38]
Die absurd anmutenden Beschwerden über den Import haben hier ihre Quelle. [o. A.: DER FREIE WELTMARKT - KRIEGSWIRTSCHAFTLICH VERPLANT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]]
Unter den größten Beschwerden nahm ich die Arbeit wieder auf. [o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 130]
Zitationshilfe
„Beschwerde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beschwerde#2>.

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