Besitzung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Besitzung · Nominativ Plural: Besitzungen
Aussprache
WorttrennungBe-sit-zung
eWDG, 1967

Bedeutung

Landbesitz, Grundbesitz
Beispiele:
der Verwalter der Besitzungen
die Besitzung besichtigen
er hatte überseeische Besitzungen gehabt
Er ritt ... seine Besitzungen auf und ab, durch Öl- und Weinterrassen [Feuchtw.Söhne343]
[das Kloster] mit seinen ausgedehnten niederrheinischen Besitzungen [FringsZur Grundlegung1,103]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

besitzen · besessen · Besitz · Besitzung · Besitztum
besitzen Vb. ‘etw. (in Besitz) haben, darüber verfügen können’, ahd. bisizzen (9. Jh.), mhd. besitzen, sowohl transitiv ‘sich in etw. setzen, belagern, in Besitz nehmen’ als auch intransitiv ‘sitzen, sitzen bleiben, standhalten, besitzen’. Nur die transitive Bedeutung, besonders in got. bisitan ‘umwohnen’, aengl. besittan, asächs. bisittian, mhd. besitzen ‘belagern’, zeigt den ursprünglichen Sinn ‘um etw. herum, dabeisitzen, sich auf etw. setzen’, woraus sich ‘in Besitz nehmen, haben’ entwickelt. Zur Herkunft s. ↗sitzen. Aus dem Part. Prät. besessen, mhd. beseʒʒen entsteht schon in mhd. Zeit ein selbständiges Adjektiv. Neben die Bedeutung ‘belagert, angesessen’ tritt, aus den religiösen Vorstellungen des Mittelalters heraus, die spezielle ‘vom Teufel bewohnt’, daraus heute ‘von etw. völlig in Anspruch genommen, fanatisch’. Besitz m. ‘materielles Gut, das jmdm. gehört, worüber er verfügen kann’ (16. Jh.), frühnhd. ‘Belagerung’ (15. Jh.); vgl. mhd. besitz ‘(Sitz)platz’. Besitzung f. ‘Land- und Grundbesitz’, mhd. besitzunge ‘Besitznahme, Besitz, Belagerung’. Besitztum n. ‘Gesamtheit des Besitzes’ (14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Besitz · ↗Besitzstand · ↗Eigentum · Geld und Gut · Hab und Gut · ↗Habe · Habseligkeiten · ↗Vermögen  ●  Besitzung(en)  geh. · ↗Siebensachen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baron Graf Herzog Kolonie Mutterland Rückgabe Südsee afrikanisch ausgedehnt auswärtig außereuropäisch britisch bäuerlich enteignet festländisch französisch habsburgisch holländisch kolonial landwirtschaftlich linksrheinisch ländlich nordafrikanisch pazifisch portugiesisch spanisch verstreut westindisch Übersee überseeisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Besitzung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit verliert das Osmanische Reich den größten Teil seiner europäischen Besitzungen.
Die Zeit, 11.11.2013, Nr. 45
Unter ihm verlagerte sich das Gewicht erneut von den ostiranischen auf die indischen Besitzungen.
Altheim, Franz: Das alte Iran. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 17705
Spätestens mit Vierzig kann ich mich auf meine Besitzungen hier am See zurückziehen.
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 200
Er zog sich auf seine Besitzungen zurück und griff nur noch selten durch Wort und Schrift in die politischen Ereignisse ein.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 371
Viele Farmer leben mittlerweile davon, dass man auf ihren Besitzungen Wild erlegen kann.
Der Tagesspiegel, 11.04.2004
Zitationshilfe
„Besitzung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Besitzung>, abgerufen am 23.03.2019.

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