Bestechung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bestechung · Nominativ Plural: Bestechungen
Aussprache 
Worttrennung Be-ste-chung
Wortbildung  mit ›Bestechung‹ als Erstglied: Bestechungsaffäre · Bestechungsfall · Bestechungsgeld · Bestechungsskandal · Bestechungssumme · Bestechungsversuch · Bestechungsvorwurf
 ·  mit ›Bestechung‹ als Letztglied: Abgeordnetenbestechung · Beamtenbestechung · Zeugenbestechung
eWDG

Bedeutung

das Bestechen
Beispiele:
jmdn. durch Bestechung gewinnen
gegen Bestechung gefeit sein
Juraaktive, passive Bestechung
wie er zur Bestechung der Verwaltungs‑ und Polizeileute pelzgefütterte Westen verwandte [ A. ZweigEinsetzung253]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bestechen · Bestechung · bestechlich
bestechen Vb. ‘durch Geschenke zu einer unerlaubten Handlung verleiten’. Die Präfixbildung frühnhd. bestechen (eigentlich ‘in oder um etw. stechen’; s. stechen) bedeutet als Fachwort der Bergmannssprache ‘durch Stechen prüfen, untersuchen’. Vermutlich daraus entwickelt sich (15. Jh.) der noch heute gültige Sinn, obwohl der Übertragungsvorgang nicht sicher zu deuten ist. Die Vorstellung des Bestechens durch angenehmes Aussehen, überzeugende Worte u. dgl. führt (18. Jh.) zu ‘für sich einnehmen, einen gewinnenden Eindruck machen’. Bestechung f. (1. Hälfte 16. Jh.); bestechlich Adj. ‘der Bestechung zugänglich, käuflich’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestechung · Korruption
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Bestechung‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bestechung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bestechung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei sei es doch die billigste Form der Bestechung, ins Vertrauen gezogen zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2003
Außerdem gelingt es der Organisation, durch simple Bestechung Anhänger zu gewinnen.
konkret, 1992
Ich schämte mich, weil ich nachgedacht hatte, wie ich ihr beikommen könnte, durch welche Art von Bestechung.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 234
Weder Bitten noch Drohungen noch Bestechungen konnten ihn verleiten, zu verraten, was er nicht verraten sollte.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 109
Die Erlangung eines Amts war freilich auch dort meist nur durch Geld - aber in Form der Bestechung - möglich.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 1061
Zitationshilfe
„Bestechung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bestechung>, abgerufen am 03.08.2021.

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