Betbruder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBet-bru-der
WortzerlegungbetenBruder
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend übertrieben eifriger Kirchgänger, Frömmler
Beispiel:
das schlechte Gewissen habe ihn zu einem bigotten Betbruder gemacht [O. M. GrafMitmenschen78]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er riß die gefalteten Hände auseinander - so rasch ein Betbruder geworden?
Viebig, Clara: Das Weiberdorf, Briedel u. Mosel: Houben 1996 [1900], S. 86
Hier spätestens geht das los, dass ich denke, in Utah leben keine Betbrüder, sondern nur breitschultrige Hünen.
Die Zeit, 12.12.2011, Nr. 50
Es wird in diesem reichlich frei fabulierten Roman geliebt wie in einem üppig florierenden Freudenhaus, woran sich bigotte Betbrüder durchaus reiben mögen.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.1998
Wenn eine Betschwester einen Betbruder heiratet, so gibt das nicht allemal ein betendes Ehepaar.
Die Zeit, 21.02.1949, Nr. 08
George W. Bush hat Falwell und seinem Betbruder Pat Robertson die Mobilisierung Hunderttausender Wähler für die Republikaner zu verdanken.
Die Welt, 18.09.2001
Zitationshilfe
„Betbruder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Betbruder>, abgerufen am 26.08.2019.

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