Beteuerung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beteuerung · Nominativ Plural: Beteuerungen
Aussprache
WorttrennungBe-teu-erung · Be-teue-rung
Wortbildung mit ›Beteuerung‹ als Erstglied: ↗Beteuerungsformel  ·  mit ›Beteuerung‹ als Letztglied: ↗Friedensbeteuerung · ↗Liebesbeteuerungen · ↗Unschuldsbeteuerung
eWDG, 1967

Bedeutung

wiederholte und eindringliche Versicherung
Beispiele:
er wurde trotz der Beteuerung seiner Unschuld verurteilt
es halfen keine Beteuerungen
den Beteuerungen seiner Aufrichtigkeit schenkte man keinen Glauben
Beteuerungen ewiger Liebe [St. ZweigBalzac294]

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Absichtserklärung (Nachrichtensprache) · Beteuerung · ↗Versicherung · ↗Versprechen · ↗Zusicherung  ●  ↗Assertion  geh., lat.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • hohles Versprechen · leeres Versprechen · reine Rhetorik (sein)  ●  ↗Lippenbekenntnis  Hauptform · nur auf dem Papier stehen  fig.
  • freies Geleit · sicheres Geleit
Assoziationen
  • in Aussicht stellen · unverbindlich zusagen · vorankündigen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Bekunden · ↗Bekundung · Beteuerung · ↗Bezeugung · ↗Erweisung · ↗Mitteilung · ↗Äußerung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Friedenswille Schwur Trotz Unschuld Versprechung allseitig anderslautend fruchten gebetsmühlenartig gegensätzlich gegenteilig glaubhaft hehr hinwegtäuschen lautend mißtrauen regierungsamtlich scheinheilig schenken stereotyp strafen unglaubwürdig verbal vollmundig vorgetragen vorherig widerlegen wiederholt wohlfeil wortreich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beteuerung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hat sich dieses Jahr anders vorgestellt, ich weiß, trotz ihrer Beteuerungen.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 27
An gegenseitigen Beteuerungen, man wolle nun auf dem eingeschlagenen Weg weitermachen, fehlt es seither nicht.
Süddeutsche Zeitung, 25.05.2000
So hält sie ihn trotz seiner Beteuerungen, nun doch bleiben zu wollen, für treulos und weist ihn zurück.
Fath, Rolf: Werke - D. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 960
Beteuerungen, diese Lösung sei als vorübergehend zu begreifen, erscheinen wenig glaubhaft.
Die Zeit, 12.03.1976, Nr. 12
Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden, heißt es in der Verfassung weiter.
o. A. [(dpa)]: Ministervereidigung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1992]
Zitationshilfe
„Beteuerung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beteuerung>, abgerufen am 19.01.2019.

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