Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Betriebszeitung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Betriebszeitung · Nominativ Plural: Betriebszeitungen
Aussprache  [bəˈtʀiːpsʦaɪ̯tʊŋ]
Worttrennung Be-triebs-zei-tung
Wortzerlegung Betrieb Zeitung
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
von einer dafür bestimmten Abteilung eines Betriebes herausgegebene Zeitung, die sich vor allem an die Mitarbeiter dieses Betriebes richtet
Beispiele:
Die Betriebszeitungen beschreiben den tatsächlichen Zustand im Unternehmen und die Stimmung der Belegschaft etwa genauso zutreffend wie das »Neue Deutschland« bis zur Wende den Zustand der DDR und die Stimmung ihrer Bewohner. [Die Welt, 13.09.2002]
Sie entwickelten ein Produkt, das die interne Unternehmenskommunikation weg von den traditionellen Vorstands‑Mails, von Betriebszeitungen, vom Schwarzen Brett oder simplen Ausdrucken rückt und sie fortan den Mitarbeitern direkt aufs Handy liefert – mit einer App. [Staffbase aus Sachsen: Das nächste deutsche Einhorn, 29.07.2021, aufgerufen am 29.07.2021]
Zur laufenden Sensibilisierung der Beschäftigten für Fragen des Datenschutzes empfiehlt es sich, in regelmäßigen Zeitintervallen im Rahmen von Schulungen oder in schriftlichen Hinweisen, z. B. in der Betriebszeitung, daran zu erinnern, dass die Beschäftigten verpflichtet worden sind und welche Bedeutung dieser Verpflichtung zukommt. [Online Training Datenschutz für Mitarbeiter, 22.01.2020, aufgerufen am 31.08.2020]
»Du und Dein Werk« hieß die Betriebszeitung, die der VEB Chemische Werke Buna ab den fünfziger Jahren herausgab. [Tippach-Schneider, Sabine: Das große Lexikon der DDR-Werbung. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, S. 5]
2.
von einer Gewerkschaft, Partei o. Ä. herausgegebene Zeitung, die sich gezielt an die Mitarbeiter bestimmter Betriebe richtet
Beispiele:
Außerdem erschienen im FDGB‑Verlag »Tribüne« Fachpublikationen und Schulungsliteratur, Zeitschriften der Einzelgewerkschaften sowie zeitweilig auch belletristische Werke; Betriebszeitungen wurden überall in der DDR von den jeweiligen SED‑Parteiorganisationen in Zusammenarbeit mit den BGL (= Betriebsgewerkschaftsleitung) herausgegeben. [Herbst, Andreas [u. a.]: Lexikon der Organisationen und Institutionen. In: Enzyklopädie der DDR. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 8168]
Von 1972 bis 1974 verkaufte ich vor dem Tor des Werks Langendreer die »Rote Fahne« der maoistischen KPD/AO und verteilte dort Flugblätter und die Betriebszeitung der Parteizelle. [Die Welt, 12.12.2012]
Deshalb haben wir in unserer Betriebszeitung (Alternative) alle Nichtmitglieder aufgefordert in die Gewerkschaft einzutreten, weil wir unsere Organisation nicht den Bürokraten überlassen wollen. [Gewerkschaftsausschlüsse zerstören die Einheit, 31.05.2010, aufgerufen am 01.09.2020]
»Der Städtische Besen«, Betriebszeitung der KPD für die Städtischen Betriebe in Ludwigshafen (Rhein), fordert, sofort alle öffentlichen Ämter in Ludwigshafen und in der ganzen Bundesrepublik von ehemaligen Gestapo‑, SS‑ und sonstigen Naziverbrechern zu säubern. [Neues Deutschland, 31.01.1964]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Betriebszeitung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Betriebszeitung‹.

Zitationshilfe
„Betriebszeitung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Betriebszeitung>.

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