Betschwester, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungBet-schwes-ter
WortzerlegungbetenSchwester
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend übertrieben eifrige Kirchgängerin, Frömmlerin
Beispiele:
eine alte, bigotte Betschwester
wie die Betschwester ihre ewig gleichen Sprüche herunterleiert [Weiskopf8,179]

Thesaurus

Synonymgruppe
Betschwester · ↗Frömmlerin  ●  Kirchenrutsch(e)n  ugs., bair., veraltend
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Priester und Betschwestern schieben die großen, von Menschen verursachten Katastrophen dem lieben Gott in die Schuhe.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 394
An der Tür klingeln zwei berüchtigte Betschwestern, unermüdlich im Versuch, die Seelen für den rechten Glauben zu retten.
Die Welt, 16.09.2005
Birgitt, ehemalige Volksschullehrerin aus Nordschweden, das sie für die einzige bewohnbare Weltgegend hält, sieht mit ihrem schwarzen Kopftuch wie eine Betschwester aus.
Süddeutsche Zeitung, 05.02.2002
Im wahren Leben ist sie offenbar alles andere als eine Betschwester.
Bild, 25.01.2002
Dass sie von einer der Klasse den Rücken zukehrenden Betschwester mit geschlossenen Augen aufgeklärt wurden.
Der Tagesspiegel, 18.01.2005
Zitationshilfe
„Betschwester“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Betschwester>, abgerufen am 21.08.2019.

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