Beute, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beute · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBeu-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Beute‹ als Erstglied: ↗Beutedeutsche · ↗Beutefang · ↗Beuteflug · ↗Beutegier · ↗Beutegreifer · ↗Beutegut · ↗Beutekunst · ↗Beuterecht · ↗Beutestück · ↗Beuteteil · ↗Beutetier · ↗Beutezug · ↗beutebeladen · ↗beutegierig · ↗beutelustig · ↗beutelüstern
 ·  mit ›Beute‹ als Letztglied: ↗Diebesbeute · ↗Diebsbeute · ↗Jagdbeute · ↗Kriegsbeute · ↗Riesenbeute · ↗Siegesbeute
eWDG, 1967

Bedeutung

das Erbeutete, auf einem Auszug Gewonnene oder zu Gewinnende
a)
Beispiele:
auf Beute ausgehen
eine Beute in Sicherheit bringen
die Beute teilen
mit seiner Beute entkommen
einem Dieb die Beute abjagen
eine reiche, kostbare Beute war den Truppen in die Hände gefallen
das Heer kehrte mit Beute beladen zurück
eine Beute wittern, über die Beute herfallen
der Hund stürzte sich auf die Beute
die Marder schleppten des Nachts ihre Beute heim
spöttisch Doch gedachte ein jeder seine Beute als ein wertes Angedenken an die Verstorbene aufzubewahren [G. KellerGr. Heinrich4,70]
b)
übertragen Opfer
Beispiele:
sie ist eine Beute ihrer Leidenschaft, ihres Ehrgeizes
er war eine Beute des Todes
daß die Männer sie als freie Beute betrachtet hatten, nur weil sie keinen Vater mehr hatte [FlakeSchritt100]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beute1 f. ‘das durch Plünderung Erworbene, Gewinn’. Ausgangsform ist mnd. bǖte ‘was zur Verteilung kommt’, das als Wort des Handels (‘Tausch, Verteilung’) und des Kriegswesens (‘Verteilung des Erworbenen, Anteil, Kriegsbeute’) ins Mhd. eindringt (spätmhd. biute) und in mehrere Sprachen (anord. bȳti ‘Schuldforderung’, schwed. byte, nl. buit, frz. butin ‘Beute’) entlehnt wird. Mnd. bǖte ist Deverbativum von mnd. bǖten Vb. ‘Tauschhandel treiben, verteilen, wegnehmen, erbeuten’, wovon spätmhd. biuten ‘rauben, erbeuten, austeilen’, anord. bȳta ‘tauschen, wechseln’, schwed. byta. Zugrunde liegt vielleicht ein zu germ. *ūt ‘aus’ gebildetes Präfixverb germ. *biūtjan ‘herausgeben’, dann ‘verteilen, tauschen’. Nhd. vgl. erbeuten und s. ↗ausbeuten.

Beute2 f. ‘Holzgefäß, Backtrog, ausgehöhlter Baumstamm als Bienenstock’. Auszugehen ist wohl von ahd. biot m. (9. Jh.), asächs. biod, aengl. beod, anord. bjōð, got. biuþs, germ. *beuda- ‘(Opfer)tisch, Schüssel’ und von ahd. biuta f. ‘Bienenstock’ (8. Jh.), spätmhd. biute, frühnhd. biote ‘Bienenstock, Backtrog’. Weitere Zusammenhänge unklar.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beute · ↗Opfer
Assoziationen
Antonyme
  • Beute
Synonymgruppe
Beute · ↗Beutegut · ↗Kriegsbeute · Plündergut · ↗Raubgut  ●  ↗Prise  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (das) Plündern erlauben · (den) Plünderern überlassen · zur Plünderung freigeben

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banküberfall Dieb Einbrecher Gesamtwert Großteil Jagd Jäger Raubtier Räuber Täter Wiederbeschaffung abjagen abtransportieren aufteilen begehrt bevorzugt entkommen erlegen fett fliehen flüchten lauern leicht lohnend mager reich schnappen sicherstellen verprassen verstauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beute‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der Beute wollte er schnell zurück zu seinem Bau laufen.
Bild, 27.10.2005
Mit seiner Beute in zunächst unbekannter Höhe entkam der Täter unerkannt.
Der Tagesspiegel, 29.10.2004
Er spießt seine Beute ruhig auf Dornen für den Hunger am nächsten Tag.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 94
Die Beute ist zu groß, sie läßt sich nicht hinunterwürgen.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 71
Auf diese Weise werden Sie am Abend bequem in Bonn sein - mit Ihrer Beute.
Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 97
Zitationshilfe
„Beute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beute#1>, abgerufen am 18.10.2019.

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Beute, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beute · Nominativ Plural: Beuten
Aussprache
WorttrennungBeu-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Beute‹ als Erstglied: ↗Beutenhonig  ·  mit ›Beute‹ als Letztglied: ↗Backbeute · ↗Bienenbeute · ↗Klotzbeute
 ·  mit ›Beute‹ als Grundform: ↗beuten
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich
1.
Backtrog
Beispiel:
Der Altgeselle […] war beim Beschicken der Beuten [StrittmatterWundertäter253]
2.
Imkerei Unterkunft für ein Bienenvolk
Beispiel:
die Fluglöcher der Beuten dürfen im Winter nicht mit Eis und Schnee verstopft sein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beute1 f. ‘das durch Plünderung Erworbene, Gewinn’. Ausgangsform ist mnd. bǖte ‘was zur Verteilung kommt’, das als Wort des Handels (‘Tausch, Verteilung’) und des Kriegswesens (‘Verteilung des Erworbenen, Anteil, Kriegsbeute’) ins Mhd. eindringt (spätmhd. biute) und in mehrere Sprachen (anord. bȳti ‘Schuldforderung’, schwed. byte, nl. buit, frz. butin ‘Beute’) entlehnt wird. Mnd. bǖte ist Deverbativum von mnd. bǖten Vb. ‘Tauschhandel treiben, verteilen, wegnehmen, erbeuten’, wovon spätmhd. biuten ‘rauben, erbeuten, austeilen’, anord. bȳta ‘tauschen, wechseln’, schwed. byta. Zugrunde liegt vielleicht ein zu germ. *ūt ‘aus’ gebildetes Präfixverb germ. *biūtjan ‘herausgeben’, dann ‘verteilen, tauschen’. Nhd. vgl. erbeuten und s. ↗ausbeuten.

Beute2 f. ‘Holzgefäß, Backtrog, ausgehöhlter Baumstamm als Bienenstock’. Auszugehen ist wohl von ahd. biot m. (9. Jh.), asächs. biod, aengl. beod, anord. bjōð, got. biuþs, germ. *beuda- ‘(Opfer)tisch, Schüssel’ und von ahd. biuta f. ‘Bienenstock’ (8. Jh.), spätmhd. biute, frühnhd. biote ‘Bienenstock, Backtrog’. Weitere Zusammenhänge unklar.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beute · ↗Opfer
Assoziationen
Antonyme
  • Beute
Synonymgruppe
Beute · ↗Beutegut · ↗Kriegsbeute · Plündergut · ↗Raubgut  ●  ↗Prise  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (das) Plündern erlauben · (den) Plünderern überlassen · zur Plünderung freigeben

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banküberfall Dieb Einbrecher Gesamtwert Großteil Jagd Jäger Raubtier Räuber Täter Wiederbeschaffung abjagen abtransportieren aufteilen begehrt bevorzugt entkommen erlegen fett fliehen flüchten lauern leicht lohnend mager reich schnappen sicherstellen verprassen verstauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beute‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der Beute wollte er schnell zurück zu seinem Bau laufen.
Bild, 27.10.2005
Mit seiner Beute in zunächst unbekannter Höhe entkam der Täter unerkannt.
Der Tagesspiegel, 29.10.2004
Er spießt seine Beute ruhig auf Dornen für den Hunger am nächsten Tag.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 94
Die Beute ist zu groß, sie läßt sich nicht hinunterwürgen.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 71
Auf diese Weise werden Sie am Abend bequem in Bonn sein - mit Ihrer Beute.
Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 97
Zitationshilfe
„Beute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beute#2>, abgerufen am 18.10.2019.

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