Bezeichnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bezeichnung · Nominativ Plural: Bezeichnungen
Aussprache
WorttrennungBe-zeich-nung (computergeneriert)
Wortzerlegungbezeichnen-ung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Kennzeichnung durch ein Zeichen
Beispiele:
eine sorgfältige Bezeichnung der zu fällenden, naturgeschützten Bäume
die genaue Bezeichnung der Einzelteile, einzelner Waren
die Bezeichnung wichtiger Stellen in dem Buch
die Bezeichnung der Aussprache, Betonung angeben
die Bezeichnung der Grenze ist durch einen Graben gegeben
2.
Kennzeichnung durch ein Wort, Benennung
Beispiele:
eine genaue, treffende, richtige, gute, nähere, abstrakte Bezeichnung
umgangssprachlich eine schiefe Bezeichnung
die Bezeichnung der Pflanzen mit lateinischen Namen
dieser Gegenstand hat eine falsche Bezeichnung
dafür gibt es keine bessere Bezeichnung
diese verschiedenen Stoffe haben die gleiche Bezeichnung
die Bezeichnung der Tempi in Musikstücken
dafür hat man keine Bezeichnung mehr! (= findet man keine Worte!)
Adonis ist die Bezeichnung (= Name) für einen schönen Mann
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeichnen · Zeichner · zeichnerisch · Zeichnung · auszeichnen · ausgezeichnet · Auszeichnung · bezeichnen · Bezeichnung · unterzeichnen · Unterzeichnung · verzeichnen · Verzeichnis
zeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, kenntlich machen, (durch Striche) bildlich wiedergeben’, ahd. zeihhanen ‘kennzeichnen, bezeichnen, anzeigen, Wunder tun’ (8. Jh.), mhd. zeichen(en) ‘mit einem Zeichen versehen, (be)zeichnen, aufschreiben, verzeichnen, anzeigen’, asächs. tēknian, mnd. tēken(en), mnl. tēkenen, teikenen, nl. tekenen ‘zeichnen’, aengl. tǣcnan ‘bezeichnen’ (daraus durch Schwund des stammhaften -n- aengl. tǣcan ‘zeigen, erklären, lehren’, engl. to teach ‘unterrichten’), anord. teikna ‘Zeichen geben, bezeichnen’, schwed. teckna ‘zeichnen’, got. taiknjan ‘zeigen’ und ahd. zeihhanōn ‘bezeichnen, bezeugen’ (9. Jh.), aengl. tācnian, tǣcnian ‘kennzeichnen, anzeigen’ sind jan- bzw. ōn-Ableitungen von dem unter ↗Zeichen (s. d.) behandelten germ. Substantiv. Als frühe Bedeutung ist anzusetzen ‘mit Zeichen versehen’; dazu tritt bald ‘mit einem Zeichen ausdrücken, anzeigen, nachbilden’, woraus (spätmhd.) ‘niederschreiben’ und ‘in Linien, Strichen (künstlerisch) gestalten’ (16. Jh.), dann auch ‘seine Unterschrift unter ein Schriftstück setzen, unterschreiben’ (seit dem 17. Jh. in der Kaufmannssprache, sonst meist unterzeichnen, s. unten). Zeichner m. ‘wer (künstlerische, technische) Zeichnungen anfertigt’ (um 1600), älter ‘wer etw. mit einem Zeichen versieht’ (16. Jh.); vom Substantiv mhd. zeichen ‘Wunder’ ist abgeleitet mhd. zeichenære ‘wer Zeichen und Wunder tut, Wundertäter’, an ahd. zeihhan schließt sich an ahd. zeihhanāri ‘Träger des Feldzeichens, Bannerträger’ (11. Jh.). zeichnerisch Adj. ‘das Zeichnen betreffend’ (17. Jh.). Zeichnung f. ‘vorwiegend in Strichen, Linien ausgeführte bildliche Darstellung, natürliche, in einem bestimmten Muster verteilte Färbung bei Tieren und Pflanzen’ (17. Jh.); vgl. ahd. zeihhanunga (um 800), mhd. zeichenunge ‘Bezeichnung, Kennzeichnung’. auszeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, prämieren’, (reflexiv) ‘sich durch besondere Kennzeichen unterscheiden, sich (aus einer Menge) herausheben’, mhd. ūʒzeichenen ‘kennzeichnen, anmerken, auswählen’; ausgezeichnet Part.adj. ‘hervorragend, vorzüglich’ (18. Jh.); Auszeichnung f. ‘Preisangabe, Hervorhebung, Ehrung, Orden, Titel’ (18. Jh.), zuvor (vereinzelt) ‘das Auswählen’ (15. Jh.). bezeichnen Vb. ‘durch Zeichen kenntlich machen, markieren, (be)nennen, charakterisieren’, ahd. bizeihhanen, bizeihhanōn (9. Jh.), mhd. bezeichenen ‘bildlich vorstellen, mit einem Zeichen ausdrücken, bedeuten’; Bezeichnung f. ‘das Kenntlichmachen, Kennzeichnung, Benennung’, ahd. bizeihhanunga (11. Jh.), mhd. bezeichenunge ‘Vorzeichen, Symbol, Bedeutung’. unterzeichnen Vb. ‘(ein Schriftstück) mit seinem Namen unterschreiben’, eigentlich ‘sein (Namens)zeichen unter etw. setzen’; Unterzeichnung f. (beide 16. Jh.). verzeichnen Vb. ‘schriftlich festhalten, aufführen, falsch, in unzutreffenden Formen zeichnen’, übertragen ‘falsch oder übertrieben darstellen, entstellen’; Verzeichnis n. ‘Zusammenstellung in Form einer Liste, Aufstellung, Register’ (beide 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Begriff · ↗Name  ●  Bezeichnung  Hauptform · (das richtige) Wort für  ugs. · ↗Bezeichner (Linguistik)  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Handelsbezeichnung · ↗Handelsname
  • Flurname · Riedname
  • Regimentschef  ●  Regimentsinhaber  bair., österr.
  • Titel · ↗Werkbezeichnung · Werkname · ↗Werktitel
  • Gattungsbegriff · ↗Gattungsbezeichnung · ↗Gattungsname  ●  ↗Appellativ  fachspr. · ↗Appellativum  fachspr., lat.
  • Kollektivum · ↗Sammelbegriff · ↗Sammelbezeichnung · ↗Sammelname
  • Stoffbezeichnung · ↗Stoffname · Substanzausdruck  ●  Kontinuativum  fachspr., lat. · Massenomen  fachspr.
  • alltagssprachliche Bezeichnung · regional gebräuchlicher Name · regionale Bezeichung · umgangssprachliche Bezeichnung  ●  Nomen triviale  fachspr., biologisch, lat. · ↗Trivialname  fachspr., Hauptform · Vernakularname  fachspr., biologisch
  • fachlich korrekte Bezeichnung · fachsprachliche Bezeichnung · wissenschaftliche Bezeichnung · wissenschaftlicher Name
  • ausgedachter Name · erfundener Name · künstlicher Name  ●  Kunstname  Hauptform · Büchername  fachspr., Hauptform
  • Straßenname  ●  Dromonym  griechisch · Hodonym  griechisch
  • Landschaftsname · Raumname  ●  Choronym  griechisch
  • Himmelskörpername · ↗Sternname  ●  Astronym  griechisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abkürzung ableiten abwertend amtlich einbürgern englisch firmieren gebrauchen gebraucht gebräuchlich geläufig geographisch gewählt gängig irreführend klingend korrekt lateinisch lauten offiziell treffend verbergen verdienen verwenden verwendet volkstümlich zusammenfassend zutreffen zutreffend üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bezeichnung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daher lehnt die spanische Regierung die Bezeichnung «Bad Banks» auch ab.
Die Zeit, 11.05.2012 (online)
Unsere wirklichen Namen müssen nichts ausdrücken, sie sind nur eine Bezeichnung.
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2004
Das ist im wahrsten Sinne des Wortes die beste Bezeichnung.
Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 149
Und sind diese Bezeichnungen nicht angesichts jeder antiken Kunst sinnlos?
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 290
Von ihnen rühren zum großen Teil die üblichen grammatischen Bezeichnungen her.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7068
Zitationshilfe
„Bezeichnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bezeichnung>, abgerufen am 21.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bezeichner
bezeichnenderweise
bezeichnend
bezeichnen
Bezechtheit
Bezeichnungsart
Bezeichnungslehre
bezeigen
Bezeigung
bezeihen