eWDG

Bedeutungen

1.
Kennzeichnung durch ein Zeichen
Beispiele:
eine sorgfältige Bezeichnung der zu fällenden, naturgeschützten Bäume
die genaue Bezeichnung der Einzelteile, einzelner Waren
die Bezeichnung wichtiger Stellen in dem Buch
die Bezeichnung der Aussprache, Betonung angeben
die Bezeichnung der Grenze ist durch einen Graben gegeben
2.
Kennzeichnung durch ein Wort, Benennung
Beispiele:
eine genaue, treffende, richtige, gute, nähere, abstrakte Bezeichnung
umgangssprachlicheine schiefe Bezeichnung
die Bezeichnung der Pflanzen mit lateinischen Namen
dieser Gegenstand hat eine falsche Bezeichnung
dafür gibt es keine bessere Bezeichnung
diese verschiedenen Stoffe haben die gleiche Bezeichnung
die Bezeichnung der Tempi in Musikstücken
dafür hat man keine Bezeichnung mehr! (= findet man keine Worte!)
Adonis ist die Bezeichnung (= Name) für einen schönen Mann
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeichnen · Zeichner · zeichnerisch · Zeichnung · auszeichnen · ausgezeichnet · Auszeichnung · bezeichnen · Bezeichnung · unterzeichnen · Unterzeichnung · verzeichnen · Verzeichnis
zeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, kenntlich machen, (durch Striche) bildlich wiedergeben’, ahd. zeihhanen ‘kennzeichnen, bezeichnen, anzeigen, Wunder tun’ (8. Jh.), mhd. zeichen(en) ‘mit einem Zeichen versehen, (be)zeichnen, aufschreiben, verzeichnen, anzeigen’, asächs. tēknian, mnd. tēken(en), mnl. tēkenen, teikenen, nl. tekenen ‘zeichnen’, aengl. tǣcnan ‘bezeichnen’ (daraus durch Schwund des stammhaften -n- aengl. tǣcan ‘zeigen, erklären, lehren’, engl. to teach ‘unterrichten’), anord. teikna ‘Zeichen geben, bezeichnen’, schwed. teckna ‘zeichnen’, got. taiknjan ‘zeigen’ und ahd. zeihhanōn ‘bezeichnen, bezeugen’ (9. Jh.), aengl. tācnian, tǣcnian ‘kennzeichnen, anzeigen’ sind jan- bzw. ōn-Ableitungen von dem unter Zeichen (s. d.) behandelten germ. Substantiv. Als frühe Bedeutung ist anzusetzen ‘mit Zeichen versehen’; dazu tritt bald ‘mit einem Zeichen ausdrücken, anzeigen, nachbilden’, woraus (spätmhd.) ‘niederschreiben’ und ‘in Linien, Strichen (künstlerisch) gestalten’ (16. Jh.), dann auch ‘seine Unterschrift unter ein Schriftstück setzen, unterschreiben’ (seit dem 17. Jh. in der Kaufmannssprache, sonst meist unterzeichnen, s. unten). Zeichner m. ‘wer (künstlerische, technische) Zeichnungen anfertigt’ (um 1600), älter ‘wer etw. mit einem Zeichen versieht’ (16. Jh.); vom Substantiv mhd. zeichen ‘Wunder’ ist abgeleitet mhd. zeichenære ‘wer Zeichen und Wunder tut, Wundertäter’, an ahd. zeihhan schließt sich an ahd. zeihhanāri ‘Träger des Feldzeichens, Bannerträger’ (11. Jh.). zeichnerisch Adj. ‘das Zeichnen betreffend’ (17. Jh.). Zeichnung f. ‘vorwiegend in Strichen, Linien ausgeführte bildliche Darstellung, natürliche, in einem bestimmten Muster verteilte Färbung bei Tieren und Pflanzen’ (17. Jh.); vgl. ahd. zeihhanunga (um 800), mhd. zeichenunge ‘Bezeichnung, Kennzeichnung’. auszeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, prämieren’, (reflexiv) ‘sich durch besondere Kennzeichen unterscheiden, sich (aus einer Menge) herausheben’, mhd. ūʒzeichenen ‘kennzeichnen, anmerken, auswählen’; ausgezeichnet Part.adj. ‘hervorragend, vorzüglich’ (18. Jh.); Auszeichnung f. ‘Preisangabe, Hervorhebung, Ehrung, Orden, Titel’ (18. Jh.), zuvor (vereinzelt) ‘das Auswählen’ (15. Jh.). bezeichnen Vb. ‘durch Zeichen kenntlich machen, markieren, (be)nennen, charakterisieren’, ahd. bizeihhanen, bizeihhanōn (9. Jh.), mhd. bezeichenen ‘bildlich vorstellen, mit einem Zeichen ausdrücken, bedeuten’; Bezeichnung f. ‘das Kenntlichmachen, Kennzeichnung, Benennung’, ahd. bizeihhanunga (11. Jh.), mhd. bezeichenunge ‘Vorzeichen, Symbol, Bedeutung’. unterzeichnen Vb. ‘(ein Schriftstück) mit seinem Namen unterschreiben’, eigentlich ‘sein (Namens)zeichen unter etw. setzen’; Unterzeichnung f. (beide 16. Jh.). verzeichnen Vb. ‘schriftlich festhalten, aufführen, falsch, in unzutreffenden Formen zeichnen’, übertragen ‘falsch oder übertrieben darstellen, entstellen’; Verzeichnis n. ‘Zusammenstellung in Form einer Liste, Aufstellung, Register’ (beide 15. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Begriff · Name  ●  Bezeichnung  Hauptform · (das richtige) Wort für  ugs. · Begrifflichkeit  fachspr., Amtsdeutsch · Bezeichner (Linguistik)  fachspr. · Designator  geh., lat.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Bezeichnung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bezeichnung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bezeichnung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist im wahrsten Sinne des Wortes die beste Bezeichnung. [Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 149]
Und mit dieser englischen Bezeichnung, die auch im Deutschen geläufig ist, wollen wir vorsichtig sein. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 324]
Bekanntlich reicht für die Bezeichnung dieser Operation das System der ganzen Zahlen nicht aus. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 985]
Zur Bezeichnung der herrschenden Klasse verwenden die erwähnten Autoren vor allem zwei Begriffe. [Dahrendorf, Ralf: Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft, Stuttgart: Enke 1957, S. 183]
Information eignet sich vielleicht zum Abspeichern, aber nicht zum Konsum – vertraut auch unter der abschreckenden Bezeichnung Lernen. [C't, 1999, Nr. 6]
Zitationshilfe
„Bezeichnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bezeichnung>.

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