Biber, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bibers · Nominativ Plural: Biber
Aussprache
WorttrennungBi-ber
Wortbildung mit ›Biber‹ als Erstglied: ↗Biberbau · ↗Biberburg · ↗Biberdamm · ↗Biberfarm · ↗Biberfell · ↗Bibergeil · ↗Biberhut · ↗Biberkragen · ↗Biberpelz · ↗Biberratte · ↗Biberschwanz
 ·  mit ›Biber‹ als Letztglied: ↗Sumpfbiber
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
plumpes Nagetier mit Schwimmfüßen und plattem Schuppenschwanz, das geschickt Wasserburgen errichtet und wegen seines bräunlichen Pelzes geschätzt wird
Beispiele:
der Biber benagt, fällt Baumstämme
in Deutschland sterben die Biber aus
2.
Pelz von 1
Beispiel:
ein Kragen, Mantel aus Biber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Biber · Bibergeil
Biber m. an Gewässern in Burgen aus Holzteilchen lebendes Nagetier, ahd. bibar (9./10. Jh.), mhd. biber, asächs. biƀar, beƀar, mnd. mnl. bēver, nl. bever, aengl. beofor, engl. beaver, anord. bjōrr (germ. *bebru-) sind verwandt mit kslaw. aruss. bebrъ, bobrъ, russ. bobr (бобр), lit. bēbras, awest. bawra- ‘Biber’ sowie aind. babrúḥ ‘braun’ (s. ↗braun). Sie führen auf einen ie. Ansatz, der Reduplikation und Schwundstufe der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ aufweist. Biber ist (wie auch ↗Bär, s. d.) ‘der Braune’. Bibergeil n. Sekret aus der Duftdrüse des Bibers (ehemals Heilmittel), mhd. bibergeil. Zu mhd. geil(e) ‘Hoden’ (s. ↗geil), da die am After des Bibers gelegene Drüse als Hoden gedeutet wurde.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Biber  ●  Castoridae  fachspr., Plural, zoologisch
Oberbegriffe
  • Nager · ↗Nagetier  ●  Rodentia  fachspr., zoologisch, Plural
Unterbegriffe
  • Eurasischer Biber · Europäischer Biber  ●  Castor fiber  fachspr., zoologisch
  • Kanadischer Biber  ●  Castor canadensis  fachspr., zoologisch
Synonymgruppe
Baumwollflanell · Beaver · Beaverteen · Biber · Biber-Stoff · Flannelette · Rauhcouverture · Rohflanell
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausrottung Bisamratte Bär Eichhörnchen Eisvogel Elch Fischadler Fischotter Fledermaus Frosch Hamster Hirsch Kaninchen Kranich Lebensraum Luchs Nerz Otter Reh Schwanz Schwarzstorch Seeadler Storch Tierart Wiederansiedlung Wiedereinbürgerung Wildschwein Wolf ausgestopft ausrotten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Biber‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei Tageslicht sieht man selten einen Biber, denn die Tiere sind vorwiegend nachtaktiv.
Süddeutsche Zeitung, 21.07.1999
Seit 150 Jahren waren die raspelnden Biber in der Mark verschollen.
Bild, 26.04.1999
Das Material für seine Bauten holt sich der Biber aus dem Walde, wo er sich unablässig damit beschäftigt, Bäume zu fällen.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 208
Die Untersuchung des sozialen Zusammenlebens der Biber wie auch ihrer weltbekannten Bautätigkeit verspricht interessante Ergebnisse.
Lorenz, Konrad: Das Jahr der Graugans, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1990 [1979], S. 12
Der Biber kann im Wasser nur ein Taucherleben führen und muß längstens nach 2 Minuten zum Atmen wieder an die Oberfläche kommen.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 80
Zitationshilfe
„Biber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Biber>, abgerufen am 14.11.2019.

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