Bibliothek, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bibliothek · Nominativ Plural: Bibliotheken
Aussprache 
Worttrennung Bi-blio-thek · Bib-lio-thek
Wortzerlegung biblio- -thek
Wortbildung  mit ›Bibliothek‹ als Erstglied: Bibliothekonomie · Bibliotheksangestellte · Bibliotheksausweis · Bibliotheksbeamte · Bibliotheksbenutzer · Bibliotheksbestand · Bibliotheksbuch · Bibliotheksdienst · Bibliotheksdirektor · Bibliotheksexemplar · Bibliotheksgebäude · Bibliothekshelfer · Bibliothekskatalog · Bibliothekskunde · Bibliothekslehre · Bibliotheksraum · Bibliothekssaal · Bibliotheksschule · Bibliotheksstelle · Bibliotheksstempel · Bibliothekssystem · Bibliothekstechnik · Bibliotheksverband · Bibliotheksverwaltung · Bibliothekswesen · Bibliothekswissenschaft · Bibliothekszimmer · bibliothekstechnisch
 ·  mit ›Bibliothek‹ als Letztglied: Allgemeinbibliothek · Betriebsbibliothek · Fachbibliothek · Freihandbibliothek · Gemeindebibliothek · Groschenbibliothek · Handbibliothek · Hauptbibliothek · Hausbibliothek · Hilfsbibliothek · Hochschulbibliothek · Hofbibliothek · Institutsbibliothek · Jugendbibliothek · Kinderbibliothek · Klassenbibliothek · Klosterbibliothek · Kreisbibliothek · Kunstbibliothek · Landesbibliothek · Leihbibliothek · Musikbibliothek · Nationalbibliothek · Privatbibliothek · Programmbibliothek · Präsenzbibliothek · Reisebibliothek · Romanbibliothek · Schulbibliothek · Schülerbibliothek · Seminarbibliothek · Spezialbibliothek · Staatsbibliothek · Stadtbibliothek · Stadtteilbibliothek · Stiftsbibliothek · Universalbibliothek · Universitätsbibliothek · Volksbibliothek · Werksbibliothek · Zentralbibliothek
 ·  formal verwandt mit: Bibliothekar
Herkunft zu bibliothḗkēgriech (βιβλιοθήκη) ‘Büchersaal, Büchersammlung’ < biblíongriech (βιβλίον) ‘Buch’ + thḗkēgriech (θήκη) ‘Behälter’
eWDG

Bedeutungen

1.
systematisch geordnete Sammlung von Büchern
Beispiele:
eine große, wertvolle, auserlesene, berühmte, kleine Bibliothek
eine private, öffentliche Bibliothek benutzen
seine Bibliothek verkaufen
die Bibliothek wird um zahlreiche Bände erweitert
der Bibliothek werden Neuerwerbungen eingegliedert
2.
Aufbewahrungsort für eine systematisch geordnete Sammlung von Büchern
Beispiele:
in die Bibliothek gehen
in der Bibliothek sitzen, arbeiten
die Bibliothek hat vorübergehend geschlossen
geliehene Bücher zur Bibliothek bringen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bibliothek · Bibliothekar
Bibliothek f. ‘Bücherei, Büchersammlung’ (Anfang 16. Jh.) aus lat. bibliothēca, griech. bibliothḗkē (βιβλιοθήκη), der Zusammensetzung von biblíon (βιβλίον) ‘Buch’ (s. Bibel) und thḗkē (θήκη) ‘Behälter’ (s. Apotheke und Theke), also ursprünglich ‘Buchbehälter’, aber auch ‘Büchersaal’ und ‘Büchersammlung’. In diesen Bedeutungen taucht Bibliothek nach 1500 in dt. Texten auf, besonders in Übersetzungen, und wird noch bis ins 18. Jh., oft in lat. Form und Flexion, neben dem älteren Liberei, Librarei, spätmhd. liberīe (aus mlat. libraria f. ‘Bibliothek’, entstanden aus dem Kollektivplural spätlat. librāria ‘Büchersammlung’ von lat. librārium ‘Behälter für Schriften, Bücher’, zu lat. liber ‘Schrift, Buch’), verwendet. Seit dem 18./19. Jh. setzt sich Bibliothek gegenüber seinen Konkurrenten Büchersaal und Bücherei (s. d.) als Bezeichnung größerer Büchersammlungen und ihres Aufbewahrungsortes sowie ganzer Schriftenreihen allgemein durch; vgl. Universitäts- (16. Jh.), Stadt- (18. Jh.), National-, Staatsbibliothek (19. Jh.). Bibliothekar m. ‘ausgebildeter Betreuer einer Bibliothek’, aus lat. bibliothēcārius; in dieser lat. Form vom 16. bis 19. Jh., seit Mitte 18. Jh. (Gellert 1749) überwiegt Bibliothekar.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bibliothek · Bücherei
Assoziationen
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Bibliothek · Sammlung

Typische Verbindungen zu ›Bibliothek‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bibliothek‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bibliothek‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bibliothek betreffs dieses neuen Zweiges der Wissenschaft umfaßt nicht weniger als 1 500 Bände. [Coppens, Gerd C. A.: Die Bedeutung der Handelsreklame in unserer Zeit. In: Ruben, Paul (Hg.) Die Reklame, Berlin: Paetel 1914, S. 195]
Er kehrte gar nicht erst in die Küche zurück, er ging gleich zur Bibliothek. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 46]
Er war gekommen, mir beim Ordnen der philosophischen Bibliothek meines verstorbenen Mannes behilflich zu sein. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1361]
In besonderen Fällen sind daraus durch private Initiative reiche Bibliotheken entstanden. [Dahm, K. W.: Pfarrer. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26221]
Seit zehn Jahren haben auch die Polen – angeregt durch die Polnische Bibliothek – begonnen, systematisch deutsche Literatur zu übersetzen. [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Zitationshilfe
„Bibliothek“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bibliothek>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bibliotaph
Bibliosophie
Bibliophobie
Bibliophobe
Bibliophilie
Bibliothekar
Bibliothekarin
Bibliothekografie
Bibliothekographie
Bibliothekonomie