Biene, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Biene · Nominativ Plural: Bienen
Aussprache
WorttrennungBie-ne
Wortbildung mit ›Biene‹ als Erstglied: ↗Bienchen · ↗Bienenart · ↗Bienenbeute · ↗Bienenbrot · ↗Bienenfleiß · ↗Bienengarten · ↗Bienengesumm · ↗Bienengesumme · ↗Bienengift · ↗Bienenhaltung · ↗Bienenharz · ↗Bienenhaube · ↗Bienenhaus · ↗Bienenhonig · ↗Bienenkorb · ↗Bienenkönigin · ↗Bienenlarve · ↗Bienenschwarm · ↗Bienensprache · ↗Bienenstaat · ↗Bienenstand · ↗Bienenstich · ↗Bienenstock · ↗Bienentanz · ↗Bienenvater · ↗Bienenvolk · ↗Bienenwabe · ↗Bienenwachs · ↗Bienenweide · ↗Bienenwohnung · ↗Bienenzucht · ↗Bienenzüchter · ↗Bienlein · ↗bienenartig · ↗bienenfleißig · ↗bienenhaft
 ·  mit ›Biene‹ als Letztglied: ↗Arbeitsbiene · ↗Fabrikbiene · ↗Hausbiene · ↗Honigbiene · ↗Sammelbiene · ↗Stockbiene · ↗Waldbiene
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
emsiges, in Völkern lebendes Insekt, das Blüten bestäubt und Wachs und Honig liefert
Beispiele:
die Bienen fliegen, schwärmen, schwänzeln, summen, tragen Nektar ein, saugen
fleißige, emsige, sammelnde Bienen
ein Schwarm wilder Bienen
er ist von einer Biene gestochen worden
sie waren heute fleißig wie die Bienen
salopp, scherzhaft der Bien muss! (= das muss unter allen Umständen erreicht werden!)
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum [KinderliedSumm summ summ]
2.
salopp, übertragen flottes junges Mädchen
Beispiel:
eine hübsche, kesse, muntere Biene
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Biene · Bienenkorb · Bienenstock · Bienenstich1
Biene f. staatenbildendes, zur Honiggewinnung gehaltenes Insekt. Ahd. bini n. (8. Jh.), mhd. bine, bin f., mnd. bēn(e), daneben dehnstufig ahd. bīna f. (10. Jh.), mhd. bīn, mnd. bīne und (ohne n-Erweiterung der Wurzel, aber in den älteren Sprachstufen weitgehend der Deklination der n-Stämme folgend) ahd. bīa f. (10. Jh.), mhd. bīe, nhd. (in obd. Mundarten) Beie, aengl. bēo, engl. bee, mnd. , bīe, mnl. bie, nl. bij, asächs. bī-, anord. bȳ- (in Zusammensetzungen), schwed. dän. bi. Außergerm. schließen sich an mit t-Erweiterung lit. bìtė, lett. bite, mit k-Erweiterung aslaw. bьčela, russ. pčelá (пчела), dazu mit abweichendem Vokalismus (kelt. *beko- voraussetzend) air. bech. Als wahrscheinlichste Ausgangsform läßt sich ein ie. *bhī̌- ‘Biene’ erschließen. Weitere Anknüpfungen an Verbalwurzeln bleiben unsicher; etwa über ie. *bh(u̯)ī̌- Anschluß an die unter ↗bauen (s. d.) behandelte Wurzel (im Sinne von ‘Waben bauen’), oder an die unter ↗beben (s. d.) angeführte Wurzel (mit einem vorauszusetzenden Bedeutungsübergang ‘beben, schwirren’, s. Franck/v. Wijk). Da die Biene als Honig und damit Süßstoff spendendes Tier hochgeschätzt war, können die unterschiedlichen Namensformen auch als tabuistische Entstellungen betrachtet werden, um das Tier durch korrekte Namensnennung nicht zu vertreiben. Die kelt.-germ.-baltoslaw. Bezeugungen erlauben allerdings auch die Vermutung, den Namen als Wort eines vorie. Substrats anzusehen, das den jeweiligen Sprachen unterschiedlich angepaßt wurde (de Vries Nl. 57). Bienenkorb m. geflochtenes Gefäß als Wohnung für einen Bienenstaat, mhd. bīnkorp, wahrscheinlich etymologische Umdeutung von ahd. (9. Jh.), asächs. bīkar, mnl. biecaer, nhd. (mundartlich) Beiekar, ahd. binikar (11. Jh.), bīūnkar (Hs. 12. Jh.); vgl. ahd. kar ‘Gefäß, Schüssel, Tonne’, anord. ker, got. kas ‘Gefäß’, ein Wort unsicherer Herkunft (s. auch ↗Imker). Bienenstock m. frühnhd. peinstoc, eigentlich der ausgehöhlte Baumstumpf als Bienenbehausung (s. ↗Stock). Bienenstich1 m. durch den Giftstachel einer Biene entstandene Verletzung (17. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Biene · ↗Honigbiene  ●  ↗Imme  veraltet
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Drohne · männliche Honigbiene  ●  ↗Drohn  fachspr.
  • Europäische Honigbiene · Westliche Honigbiene
  • Blauschwarze Holzbiene · Große Holzbiene · Violettflügelige Holzbiene
Assoziationen
  • Honig
  • Bienenangst  ●  Melissophobie  fachspr.
Synonymgruppe
Herzallerliebster · ↗Herzblatt · ↗Liebste(r)  ●  ↗Darling  engl. · (du) Traum meiner schlaflosen Nächte  ugs., ironisch · ↗Augenstern  ugs. · ↗Babe  ugs., engl. · ↗Baby  ugs. · Beauty  ugs., engl. · ↗Bienchen  ugs. · Biene  ugs. · ↗Bunny  ugs., engl. · ↗Bärchen  ugs. · ↗Engel  ugs. · ↗Engelchen  ugs. · Engelmaus  ugs. · Engelsschein  ugs. · ↗Flamme  ugs. · ↗Gummibärchen  ugs. · ↗Hase  ugs. · Hasi  ugs. · Hasibär  ugs. · Hasibärchen  ugs. · Hasili  ugs. · Hasimaus  ugs. · Hasipupsi  ugs. · ↗Herzbube  ugs. · ↗Herzchen  ugs. · Honey  ugs., engl. · Hübsche  ugs. · Kleine  ugs. · Kleiner  ugs. · Kleines  ugs. · ↗Knuddelbär  ugs. · Knuddelmaus  ugs. · Knufelbär  ugs. · Knuffel  ugs. · Knuffelchen  ugs. · Knuffelschatzi  ugs. · ↗Kuschelbär  ugs. · Kuschelbärchen  ugs. · ↗Kuschelhase  ugs. · Kuschelmaus  ugs. · Kuschelmäuschen  ugs. · Kuschelschnuppe  ugs. · Kuscheltiger  ugs. · Kuschli  ugs. · ↗Kätzchen  ugs. · ↗Liebchen  ugs. · ↗Liebesgöttin  ugs. · ↗Liebesperle  ugs. · ↗Liebling  ugs., Hauptform · ↗Maus  ugs. · Mausbär  ugs. · ↗Mausi  ugs. · ↗Mäuschen  ugs. · Mäusle  ugs. · Perlchen  ugs. · Puschi  ugs. · Puschibär  ugs. · ↗Püppchen  ugs. · Püppi  ugs. · ↗Schatz  ugs. · Schatzi  ugs. · Schatzimaus  ugs. · Schatzimausi  ugs. · Schnubbi  ugs. · ↗Schnucke  ugs. · ↗Schnuckel  ugs. · ↗Schnuckelchen  ugs. · Schnuckelmausi  ugs. · Schnucki  ugs. · Schnuckiputzi  ugs. · ↗Schätzchen  ugs. · Schätzelein  ugs. · ↗Schöne  ugs. · ↗Schönheit  ugs. · ↗Sonnenschein  ugs. · ↗Spatz  ugs. · ↗Spätzchen  ugs. · ↗Süße  ugs. · Süßes  ugs. · ↗Teufelchen  ugs. · ↗Traummann  ugs. · ↗Traumprinz  ugs. · ↗Zuckerpuppe  ugs. · ↗Zuckerpüppchen  ugs. · ↗Zuckerschnecke  ugs. · ↗Zuckerschnute  ugs. · Zuckertäubchen  ugs. · ↗Zuckerwürfel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise Bestäubung Fliege Honig Hornisse Hummel Insekt Käfer Schmetterling Schmetterlinge Schwarm Summen Tanzsprache Termite Wabe Wespe afrikanisiert bestäuben emsig fleißig flott kess sammelnd schwirren stachellos stechen summen summend umschwirren züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Biene‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die pollentragenden Bienen verkünden einen reichen Fund durch Tanzen, aber in anderer Weise.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 337
Nach drei Tagen starben die meisten Bienen eines natürlichen Todes.
Die Welt, 26.05.2005
Für die Biene ist der Stich in jedem Fall tödlich.
Süddeutsche Zeitung, 10.07.2002
Sicher haben Sie bereits einen Platz für Ihre Bienen ausgesucht.
Meyerhoff, Grete: Kleine Imkerschule, Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverl. VEB 1981 [1970], S. 376
Doch diese enorme Leistung bringen nur besonders „kluge“ Bienen fertig.
Die Zeit, 12.03.1965, Nr. 11
Zitationshilfe
„Biene“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Biene>, abgerufen am 18.12.2018.

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