Bienenstock, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Bie-nen-stock
Wortzerlegung Biene Stock1
eWDG

Bedeutung

Imkerei Unterkunft für ein Bienenvolk
Beispiele:
es wimmelt wie in einem Bienenstock!
das Lager glich einem Bienenstock
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Biene · Bienenkorb · Bienenstock · Bienenstich1
Biene f. staatenbildendes, zur Honiggewinnung gehaltenes Insekt. Ahd. bini n. (8. Jh.), mhd. bine, bin f., mnd. bēn(e), daneben dehnstufig ahd. bīna f. (10. Jh.), mhd. bīn, mnd. bīne und (ohne n-Erweiterung der Wurzel, aber in den älteren Sprachstufen weitgehend der Deklination der n-Stämme folgend) ahd. bīa f. (10. Jh.), mhd. bīe, nhd. (in obd. Mundarten) Beie, aengl. bēo, engl. bee, mnd. , bīe, mnl. bie, nl. bij, asächs. bī-, anord. bȳ- (in Zusammensetzungen), schwed. dän. bi. Außergerm. schließen sich an mit t-Erweiterung lit. bìtė, lett. bite, mit k-Erweiterung aslaw. bьčela, russ. pčelá (пчела), dazu mit abweichendem Vokalismus (kelt. *beko- voraussetzend) air. bech. Als wahrscheinlichste Ausgangsform läßt sich ein ie. *bhī̌- ‘Biene’ erschließen. Weitere Anknüpfungen an Verbalwurzeln bleiben unsicher; etwa über ie. *bh(u̯)ī̌- Anschluß an die unter bauen (s. d.) behandelte Wurzel (im Sinne von ‘Waben bauen’), oder an die unter beben (s. d.) angeführte Wurzel (mit einem vorauszusetzenden Bedeutungsübergang ‘beben, schwirren’, s. Franck/v. Wijk). Da die Biene als Honig und damit Süßstoff spendendes Tier hochgeschätzt war, können die unterschiedlichen Namensformen auch als tabuistische Entstellungen betrachtet werden, um das Tier durch korrekte Namensnennung nicht zu vertreiben. Die kelt.-germ.-baltoslaw. Bezeugungen erlauben allerdings auch die Vermutung, den Namen als Wort eines vorie. Substrats anzusehen, das den jeweiligen Sprachen unterschiedlich angepaßt wurde (de Vries Nl. 57). Bienenkorb m. geflochtenes Gefäß als Wohnung für einen Bienenstaat, mhd. bīnkorp, wahrscheinlich etymologische Umdeutung von ahd. (9. Jh.), asächs. bīkar, mnl. biecaer, nhd. (mundartlich) Beiekar, ahd. binikar (11. Jh.), bīūnkar (Hs. 12. Jh.); vgl. ahd. kar ‘Gefäß, Schüssel, Tonne’, anord. ker, got. kas ‘Gefäß’, ein Wort unsicherer Herkunft (s. auch Imker). Bienenstock m. frühnhd. peinstoc, eigentlich der ausgehöhlte Baumstumpf als Bienenbehausung (s. Stock). Bienenstich1 m. durch den Giftstachel einer Biene entstandene Verletzung (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bienenstock · Bienenvolk  ●  Bien  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Bienenstock‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bienenstock‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bienenstock‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie kaufen ihm die gesamte Ernte aus 80 Bienenstöcken ab. [Die Zeit, 12.11.2008, Nr. 24]
Mit der inneren Stabilität dieses Bienenstocks wäre es sofort vorbei gewesen, hätte er eine solche Gruppe bevorzugt. [Süddeutsche Zeitung, 22.04.2004]
Was immer sich vor dem Bienenstock bewegt, greift sie an. [Süddeutsche Zeitung, 15.07.1995]
Obwohl er mehr als 30 Bienenstöcke unterhält, handelt es sich bei der Zucht in erster Linie um ein Hobby. [Die Welt, 26.07.1999]
Malik verbietet nur das Töten des Viehs und die Zerstörung der Bienenstöcke. [Khoury, Adel Theodor: Heiliger Krieg. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 1033]
Zitationshilfe
„Bienenstock“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bienenstock>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bienenstich
Bienenstand
Bienenstachel
Bienenstaat
Bienensprache
Bienentanz
Bienenvater
Bienenvolk
Bienenwabe
Bienenwachs