Bilch

Duden GWDS, 1999

Bedeutung

(in mehreren Arten vorkommendes) kleineres, nachtaktives Nagetier mit dichtem bräunlichem oder grauem Fell; Schlafmaus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bilch m. Angehöriger einer Familie eichhörnchen- bis mausähnlicher nachtaktiver Nager, die in Mitteleuropa vor allem durch Siebenschläfer und Haselmaus vertreten ist. Ahd. bilih (m.?, 11. Jh.), mhd. bilch f., daneben ahd. bilihmūs (11. Jh.), mhd. bilchmūs ‘Bilchmaus’, in den ahd. Glossen meist für lat. glīs ‘Hasel-, Bilchmaus, Siebenschläfer’ (ahd. auch für lat. sōrex ‘Spitzmaus’) stehend, sind in ihrer Bedeutung nicht auf eine bestimmte Art dieser Nagetierfamilie festzulegen. Der Name der wegen ihres Pelzes geschätzten Tiere wird früh aus dem Slaw. übernommen; nach Bielfeldt Entlehnungen (1965) 54 ist anzunehmen, daß er in den Ostalpen aus dem Slowen. (aus einer älteren Form *pl̑chъ, *pilchъ, heute slowen. pólh) ins Dt. gelangt. Es handelt sich um einen gemeinslaw. Ausdruck (vgl. russ. polčók, полчок, poln. pilch, tschech. plch, serbokr. pȕh), der sich mit lit. pelė̃, lett. pele ‘Maus’, eigentlich ‘die Graue’ (zur Familie von lit. pálšas ‘fahl, bleich, blaßgelb, graugemischt’, verwandt mit griech. poliós, πολιός ‘weißlich grau’), verbinden läßt.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles über den Bilch kann man im virtuellen Glirarium erfahren.
Die Zeit, 26.03.1998, Nr. 14
Zitationshilfe
„Bilch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bilch>, abgerufen am 21.02.2019.

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