Bild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Bild(e)s · Nominativ Plural: Bilder
Aussprache
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 ·  mit ›Bild‹ als Letztglied: ↗Abziehbild · ↗Ahnenbild · ↗Altarbild · ↗Altersbild · ↗Amerikabild · ↗Andachtsbild · ↗Aquarellbild · ↗Ausschneidebild · ↗Berufsbild · ↗Beschwerdebild · ↗Blumenbild · ↗Blutbild · ↗Breitbild · ↗Brustbild · ↗Buntbild · ↗Bühnenbild · ↗Charakterbild · ↗Christusbild · ↗Deutschlandbild · ↗Dokumentarbild · ↗Doppelbild · ↗Ebenbild · ↗Einzelbild · ↗Erinnerungsbild · ↗Familienbild · ↗Fantasiebild · ↗Farbbild · ↗Fernsehbild · ↗Frauenbild · ↗Fremdbild · ↗Funkbild · ↗Gegenbild · ↗Geisterbild · ↗Genrebild · ↗Gesamtbild · ↗Geschichtsbild · ↗Geschlechterbild · ↗Gottesbild · ↗Gruppenbild · ↗Götterbild · ↗Götzenbild · ↗Heiligenbild · ↗Heroldsbild · ↗Herz-Jesu-Bild · ↗Hintergrundbild · ↗Hirnstrombild · ↗Historienbild · ↗Hitlerbild · ↗Hochzeitsbild · ↗Hörbild · ↗Idealbild · ↗Jammerbild · ↗Jugendbild · ↗Jünglingsbild · ↗Kaiserbild · ↗Katzenbild · ↗Kinderbild · ↗Klangbild · ↗Kleinbild · ↗Kleinstbild · ↗Krankheitsbild · ↗Kreuzigungsbild · ↗Kriegsbild · ↗Kulturbild · ↗Kunstdruckbild · ↗Körperbild · ↗Lagebild · ↗Landschaftsbild · ↗Lebensbild · ↗Leistungsbild · ↗Leitbild · ↗Lichtbild · ↗Lieblingsbild · ↗Luftbild · ↗Lutherbild · ↗Madonnenbild · ↗Mannsbild · ↗Marienbild · ↗Marmorbild · ↗Marterbild · ↗Meinungsbild · ↗Meisterbild · ↗Menschenbild · ↗Miniaturbild · ↗Mutterbild · ↗Muttergottesbild · ↗Mädchenbild · ↗Männerbild · ↗Märchenbild · ↗Naturbild · ↗Panoramabild · ↗Pastellbild · ↗Persönlichkeitsbild · ↗Phantasiebild · ↗Phasenbild · ↗Polaroidbild · ↗Positivbild · ↗Raumbild · ↗Reisebild · ↗Reiterbild · ↗Reklamebild · ↗Rollbild · ↗Röntgenbild · ↗Sammelbild · ↗Satellitenbild · ↗Schadbild · ↗Schadensbild · ↗Schattenbild · ↗Schaubild · ↗Schirmbild · ↗Schlachtenbild · ↗Schlussbild · ↗Schreckbild · ↗Schreckensbild · ↗Schwarzweißbild · ↗Schäferbild · ↗Sinnbild · ↗Sittenbild · ↗Speicherbild · ↗Spiegelbild · ↗Sprachbild · ↗Stadtbild · ↗Standbild · ↗Steinbild · ↗Sternbild · ↗Stimmungsbild · ↗Straßenbild · ↗Störungsbild · ↗Suchbild · ↗Sucherbild · ↗Szenenbild · ↗TV-Bild · ↗Tafelbild · ↗Teilbild · ↗Testbild · ↗Tierbild · ↗Tonbild · ↗Traumbild · ↗Trugbild · ↗Ultraschallbild · ↗Umschlagbild · ↗Unternehmensleitbild · ↗Urbild · ↗Vaterbild · ↗Vesperbild · ↗Vexierbild · ↗Videobild · ↗Vollbild · ↗Vorbild · ↗Vorstellungsbild · ↗Votivbild · ↗Wachsbild · ↗Wahnbild · ↗Wappenbild · ↗Weibsbild · ↗Weichbild · ↗Weltbild · ↗Wetterbild · ↗Wimmelbild · ↗Wolkenbild · ↗Wunschbild · ↗Zerrbild · ↗Zigarettenbild · ↗Zukunftsbild · ↗Ölbild
 ·  mit ›Bild‹ als Grundform: ↗bebildern
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(anschauliche, künstlerische) Darstellung, Wiedergabe von Dingen und Vorgängen der Wirklichkeit, der Phantasie
a)
Beispiele:
ein wertvolles, altes, gutes, ungerahmtes, monumentales, geschmackloses, schlechtes Bild
ein farbiges, grau in grau gemaltes Bild
reproduzierte Bilder
naturgetreue, realistische, abstrakte Bilder
ein Bild entwerfen, skizzieren, ausführen, malen, zeichnen, vollenden
ein Bild in Öl malen
Bilder ausstellen, betrachten, besichtigen
Bilder ankaufen, rahmen, an die Wand hängen, enthüllen
ein beschädigtes Bild restaurieren
die Wohnung mit Bildern schmücken
ein Bild beschreiben
das Bild eines alten Mannes
zu einem Bild (als Modell) sitzen
Kinder sammeln, tauschen Bildchen
aus Zeitschriften Bilder ausschneiden, einkleben
Fernsehen, Internet ein verschwommenes, gestörtes Bild
Fernsehen, Internet das Bild setzte aus, aber der Ton blieb
Fotografie
Beispiele:
Bilder abziehen, vergrößern, kopieren
Bilder im Album beschriften
ein gelungenes, unscharfes, verwackeltes Bild
ein Zeitungsbericht, Tatsachenbericht in Wort und Bild
Optik optische Erscheinung
Beispiel:
ein wirkliches, scheinbares Bild
Spiegelung
Beispiele:
die Pfütze, der Bach, Fluss wirft jmds. Bild zurück
jmd. beschaut sein Bild im Fenster
veraltet Plastik, Skulptur
Beispiele:
ein kaltes Bild aus Marmor, Alabaster, Erz
ein gegossenes, gehauenes Bild
der alte Bauer [saß] gleich einem Bilde aus Stein an seinem Tische [Immerm.Münchh.4,50]
b)
übertragen Inbegriff, Verkörperung
Beispiele:
jmd. ist ein Bild des Jammers, Schmerzes, Elends
ein Bild der Reinheit, Heiterkeit
ein Bild des Glückes, Lebens
Einer unter uns war ... erst achtzehn Jahre alt, Bild der Unschuld [FontaneII 2,149]
Verkörperung der Schönheit
Beispiele:
ein Bild von einem Menschen
Wenn ich ... winkte, flöge mir dieses Bild von Mädchen an die Brust [Löns7,433]
2.
Theater durch gleichbleibende Dekoration gekennzeichneter Abschnitt eines dramatischen Werkes
Beispiele:
eine Operette in vier Bildern
das zweite Bild des ersten Aktes
der berühmte Chor im letzten Bild
nach jedem Bild gab es stürmischen Applaus
3.
Ausschnitt aus der Umwelt, der vom menschlichen Auge erfasst wird, Anblick, Ansicht
Beispiele:
ein herrliches, prächtiges, friedliches, düsteres Bild lag vor ihm
das abwechslungsreiche Bild einer Gebirgslandschaft
die Straße zeigt ihr gewohntes, ein nicht alltägliches Bild
durch den Umbau hat sich das äußere Bild der Schule geändert
gehoben ein Bild des Grauens, der Vernichtung, des Elends bot sich ihm, seinen Augen
umgangssprachlich, scherzhaft es war ein Bild für (die) Götter (= ein ergötzlicher Anblick)
4.
gehoben, übertragen Erscheinung, die vor dem geistigen, inneren Auge eines Menschen steht
a)
meist im Plural
Vision
Beispiele:
jmdn. bedrängen (im Traume) schreckhafte Bilder
gestaltlose Bilder springen auf
Vor trüben Augen nächtige Bilder gaukeln [TraklDichtungen60]
er war hilflos den Bildern ausgeliefert, die auf ihn einstürmten [BöllHaus241]
b)
Erinnerung
Beispiele:
schöne Bilder tauchen vor jmdm. auf
in jmdm. traurige Bilder wecken
sich verblichenen Bildern hingeben
das Bild der Vergangenheit
das aufsteigende Bild Cäciliens [RaabeII 2,94]
5.
meist im Singular
Vorstellung von etw.
a)
Schilderung, Darstellung
Beispiele:
ein realistisches, vollständiges Bild (von etw.) geben
jmdm. ein einseitiges, verfälschtes, ungeschminktes, verklärtes Bild (der Lage) entwerfen
b)
Eindruck
Beispiele:
sich [Dativ] ein klares Bild von etw. machen können
der Leser erhält ein abgerundetes Bild der historischen Verhältnisse
ein lebendiges Bild gewinnen
die Zensuren geben ein objektives, schiefes Bild der Leistungen
(über etw.) im Bild sein
über etw. Bescheid wissen, im Klaren sein
Beispiel:
ich bin darüber im Bilde
gehoben jmdn. (über etw.) ins Bild setzenjmdn. über etw. informieren
Beispiel:
Du kannst doch nicht lossingen ... ehe wir dich ins Bild gesetzt [Th. MannJoseph5,438]
6.
bildhafter Ausdruck, Vergleich in Worten
Beispiele:
ein Bild gebrauchen, benützen, zu Ende führen
in Bildern reden
ein schiefes, abgegriffenes, abgenutztes, albernes, scharf umrissenes, kühnes Bild
Wenn, im Bilde gesprochen, durch den echten Moosteppich einmal der Bretterboden guckt [Th. Mann11,36]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bild · Ebenbild · Abbild · Vorbild · Urbild · Mannsbild · Weibsbild · Lichtbild · Gebilde · Bildnis · bildlich · bildschön · bildhübsch · Bildhauer · Bildfläche
Bild n. ‘flächige Darstellung von Personen und Dingen’ (früher auch ‘Skulptur’) sowie überhaupt ‘dem Auge sich darbietender Anblick’ oder ‘nur in der Vorstellung wahrgenommene Erscheinung’, ahd. bilidi (8. Jh.; obd. Nebenformen bilodi, biladi), mhd. bilde ‘Abbild, Vorbild, Gestalt’. Das nur im Kontinentalwestgerm. bezeugte Substantiv (vgl. asächs. biliði ‘Zeichen, Gleichnis, Abbild’, mnd. bilde, bē̌lde ‘Abbild, Gestalt, Sinnbild, Beispiel’, mnl. beelde ‘Abbild, Gestalt, Vorbild’, afries. bild ‘Bild’; dagegen anord. bīlæti wohl aus dem Asächs. entlehnt) ist mit dem Kollektivsuffix germ. -iþja- von einem Stamm bil- abgeleitet, für den bisher eine sichere Erklärung fehlt. Die ältesten westgerm. Zeugnisse machen eine Ausgangsbedeutung ‘Zeichen, Sinnbild, Vorzeichen’ wahrscheinlich, vgl. Foerste in: Festschr. Trier (1964) 112 ff., der einen möglichen Zusammenhang mit bil- ‘angemessen, gerecht’ (s. ↗billig, ↗Unbill und ↗Weichbild) über eine semantische Vorstufe ‘trennen, unterscheiden, beurteilen, deuten’ erwägt. Weitere Deutungsversuche führen zu einer Grundvorstellung ‘geistiges Wesen, übernatürliche Kraft’, vgl. Karg-Gasterstädt in: PBB 66 (1942) 291 ff., oder rechnen den Stamm bil- einer Wortgruppe ‘spalten, hauen’ zu und sehen in Bild ‘das Zurechtgehauene, Gestaltete’; so bereits J. Grimm in: ¹DWB 2, 8 f.; vgl. auch Pokorny 1, 117 f. Im Dt. weist Bild, das vor allem bei Notker, den Mystikern und Chr. Wolff in philosophische Erörterungen Eingang findet, schon in der ältesten Sprachstufe eine reiche Bedeutungsdifferenzierung auf. Bestimmte semantische Verwendungen zeigen sich deutlicher in Zusammensetzungen oder Präfigierungen wie Ebenbild n. ‘dem Muster gleichende Nachbildung’, ahd. ebanbilidi (Hs. 12. Jh.), mhd. ebenbilde ‘Vorbild, Beispiel’; Abbild n. ‘flächige oder plastische Wiedergabe, Nachbildung’, spätmhd. frühnhd. abbild(e), anfangs häufig in der Fügung Abbild nehmen ‘ein Muster nachahmen’, allgemeiner verbreitet seit Ende des 18. Jhs.; Vorbild n. ‘Muster, Beispiel’, ahd. forabilidi (11. Jh.), mhd. vorbilde ‘Sinnbild, Vorbild’; Urbild n. ‘Vorlage einer Nachbildung, Inbegriff, Ideal’, zunächst Verdeutschung von Archetypus (17. Jh.), seit dem 18. Jh. auch für Original, Ideal, Idee gebraucht. Mit der Bedeutung ‘Äußeres, Gestalt’ begegnet Bild in den seit dem 19. Jh. nur noch abschätzig, früher aber wertneutral verwendeten Komposita Mannsbild n. Weibsbild n. frühnhd. (15. Jh.) zusammengewachsen aus mhd. mannes bilde und wībes bilde. Verhältnismäßig jung ist Lichtbild n. ‘Photographie’ (Mitte 19. Jh.), dem eine gleichlautende Gelegenheitsbildung mit der Bedeutung ‘durch Lichtstrahlen erzeugtes Bild’ (18. Jh.) vorausgeht. Gebilde n. ‘Geformtes, künstlich Geschaffenes von nicht näher zu bezeichnendem Aussehen’, aostnfrk. gibilithi ‘Schattenbild, Schemen’ (9. Jh.?), mhd. gebilde ‘Gestalt, gestalteter Gegenstand, Sternbild’, frühnhd. gebild(e) ‘Heiligenbild’ kommt im 16. Jh. außer Gebrauch, wird aber in der 2. Hälfte des 18. Jhs. erneut aufgegriffen, anfangs als klangvollere Nebenform von Bild, doch zunehmend als an ↗bilden (s. d.) angeschlossenes Verbalsubstantiv. Bildnis n. ‘bildliche Darstellung eines Menschen, Porträt’, ahd. bilidinussi n. (oder bilidinussī f.?; Hs. 13. Jh.) ‘Abbild, Bild’, mhd. bildnüsse, bildnisse n. ‘Bild, Gleichnis’, frühnhd. bildnis, bildnus n. und f.; gegen Ende des 17. Jhs. setzen sich die Form Bildnis und neutrales Genus durch, das Femininum findet sich noch in obd. Mundarten. bildlich Adj. ‘durch ein Bild oder durch metaphorische Ausdrucksweise veranschaulicht’, ahd. bilodlīh ‘vorbildhaft’ (8. Jh.), bilidlīh ‘vorbildhaft, nachbildend, wohlgestaltet’ (11. Jh.), mhd. bildelich ‘bildlich, sinnlich wahrnehmbar’ (neben gleichbed. mhd. bildec). bildschön Adj. ‘sehr schön’, seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. (zunächst obd.) zur Charakterisierung des Äußeren von Personen, eigentlich wohl ‘schön wie ein (Heiligen)bild’, vgl. älteres engelschön; dann auch auf unbelebte Gegenstände (19. Jh.) bezogen. In Analogie dazu bildhübsch Adj. ‘sehr hübsch’ (Anfang 19. Jh.). Bildhauer m. ‘Schöpfer plastischer Kunstwerke’, frühnhd. bildhower, bildhauer (2. Hälfte 15. Jh.) und mnd. bilde(n)-, belde(n)houwer; zu Bild in der Bedeutung ‘Skulptur’, vgl. die mhd. Fügung ein bilde houwen (aber mhd. bildemacher ‘Bildhauer’). Bildfläche f. ‘Fläche eines Bildes’ (Anfang 19. Jh.), seit der 2. Hälfte des 19. Jhs. vor allem geläufig in den (wohl von der Photographie übertragenen) Wendungen auf der Bildfläche erscheinen ‘unerwartet auftauchen, zum Vorschein kommen’ und von der Bildfläche verschwinden ‘abtreten, aus dem Gesichtsfeld schwinden’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bild · ↗Gemälde
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Abbildung · ↗Ablichtung · ↗Abzug · ↗Aufnahme · Bild · ↗Bildnis · ↗Fotoaufnahme · ↗Fotografie · ↗Lichtbild  ●  ↗Foto  Hauptform · Ausbelichtung  fachspr. · ↗Bildwerk (urheberrechtlich)  fachspr. · ↗Positiv  fachspr. · ↗Vergrößerung  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Abbildung · Bild · ↗Bildnis · ↗Darstellung · ↗Ebenbild · ↗Illustration
Unterbegriffe
  • Diorama · Durchscheinbild
  • Intra-Bild · Schlüsselbild
  • Madonnenbildnis · Marienbildnis
Synonymgruppe
Bild · ↗Grafik · ↗Graphik · graphische Darstellung
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Rasterkonvertierungseffekt · Stufenbildung · Treppcheneffekt · Treppeneffekt · Treppenstufen-Effekt · Treppenstufeneffekt
Synonymgruppe
Porträt · ↗Porträtaufnahme · ↗Porträtfoto  ●  Bild (einer oder mehrerer Personen)  ugs. · ↗Konterfei  geh., veraltend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(guter) Ruf · ↗Ansehen · Bild · ↗Image · ↗Leumund · ↗Namen · ↗Prestige · ↗Renommee · ↗Reputation · ↗Stellung
Assoziationen
  • (ein) (hohes) Ansehen genießen · ↗anerkannt · geachtet werden · geschätzt werden · ↗namhaft · ↗profiliert · ↗renommiert  ●  (einen) guten Leumund haben  variabel · (einen) guten Namen haben  variabel · (einen) guten Ruf genießen  variabel · (einen) guten Ruf haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verlieren haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verteidigen haben  variabel · (gut) angesehen sein  variabel · (sein) Name hat (in bestimmten Kreisen) einen guten Klang  variabel · in einem guten Ruf stehen  variabel · (sich) eines guten Ruf(e)s erfreuen  geh. · bestbeleumdet  geh. · gut beleumdet  geh., variabel · gut beleumundet (sein)  geh., variabel
  • Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · ↗Prestige · ↗Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
  • (seinen ) Ruf nicht aufs Spiel setzten (wollen) · einen Ruf zu verlieren haben
  • (einen) schlechten Ruf (haben) · (jemandem / einer Sache) haftet ein schlechter Ruf an · ↗Imageproblem  ●  die Bösen sein  ugs., fig.
  • Diffamierung · ↗Herabwürdigung · ↗Rufschädigung · ↗Schmähung · ↗Verleumdung · ↗Verunglimpfung  ●  ↗Diffamation  geh. · ↗Diffamie  geh.
  • (das) Gesicht wahren · (die) Würde wahren
  • (große) Bekanntheit erlangen · (großes) Ansehen erlangen (mit) · (großes) Ansehen gewinnen · (sich) (großes) Ansehen erwerben (mit) · bekannt werden (mit)  ●  (sich) einen Namen machen (mit / durch)  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausstellung Bild Skulptur Sonntag Text Ton Welt Wort ander bestimmen bewegt bieten bunt düster entstehen entwerfen ergeben falsch hängen klar liefern machen malen passen prägen schön sehen vermitteln zeichnen zeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er will, das ist ihm anzusehen, möglichst schnell aus dem Bild.
konkret, 1999
Fast immer ist den Bildern ihre beinahe wütende Suche nach Intensität anzusehen.
Die Zeit, 07.01.1999, Nr. 2
Das von ihm entworfene Bild weicht von dem bisher unter deutschen Forschern geltenden nicht so sehr ab.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1936, S. 346
Man gewinnt dadurch ein treffliches Bild vom Stand der kirchengeschichtlichen Wissenschaft in dieser Zeit.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 320
Die Sprache der Psychologie hat mich da gezwungen, in lauter Bildern zu sprechen, die leider nicht von jedermann als bloße Bilder aufgefaßt werden.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 18625
Zitationshilfe
„Bild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bild>, abgerufen am 16.07.2019.

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