Bildermuseum, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Bildermuseums · Nominativ Plural: Bildermuseen
Aussprache [ˈbɪldɐmuˌzeːʊm]
Worttrennung Bil-der-mu-se-um
Wortzerlegung  Bild Museum
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Museum, in dem Bilder, besonders Gemälde aufbewahrt und ausgestellt werden
Beispiele:
Das Städel (= Kunstmuseum in Frankfurt am Main) ist von seiner Tradition her ein Bildermuseum – und wird es auch bleiben. […] Einen Paradigmenwechsel zu einem Haus, in dem auch Installationen, Video und Performance gezeigt werden, soll es nicht geben. [Die Welt, 25.02.2012]
Das Museum of Modern Art in New York macht gerade vor, wohin die Reise wohl auch für viele andere Großmuseen gehen wird […]. Das MoMA wird mit der Eröffnung der zweiten Erweiterung am 21. Oktober die Funktion als traditionelles Bildermuseum endgültig und vollständig aufgeben. Das Museum wird zum Forum, in dem sich Menschen austauschen sollen[…]. [Welt am Sonntag, 29.09.2019, Nr. 39]
Die gemeinsame Präsentation [von Gemälden und Skulpturen] liegt im Trend, wohl auch, weil reine Skulpturenmuseen viele Besucher abschrecken, überfordern oder schlicht kaum interessieren. Wer gesehen hat, wie im Prado (= Kunstmuseum in Madrid), der als reines Bildermuseum begann, [das Gemälde] »Christus am Kreuz« von Velázquez und eine Skulptur des toten Christus von Gregorio Fernández nebeneinander gewannen, wie man als Betrachter dabei über die Möglichkeiten der Künste etwas lernte, die Sinne trainieren konnte, der wird eine strikte Trennung nicht zum Dogma erheben wollen. [Süddeutsche Zeitung, 01.03.2013]
Vor einem Jahr zeigte der Frankfurter Kunstverein seine denkwürdige Ausstellung »deutschemalereizweitausenddrei« als bunte Bilderversammlung, in der es um Vielfalt und Masse ging. Zeigen wollte man, dass viele junge Künstler wieder malen und auch, dass sie noch malen können. Bestandsanalyse und Manifestation einer Entwicklung, die zwar noch nicht die Biennalen erreicht hat, der aber die klassischen Bildermuseen gern mit eigenen Ausstellungen gefolgt sind. [Die Welt, 14.05.2004]
[…] [Der Architekt] Braunfels hat ein traditionelles Kunst‑, sprich Bildermuseum entworfen, ein Haus des 20., nicht des 21. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund strahlend weißer Wänden beginnen die Werke von Beckmann und Picasso, die Brücke‑Maler und Surrealisten förmlich zu schweben, zu leuchten. [Der Tagesspiegel, 17.09.2002]
Schaudernd stellt man sich die nächste Stufe dieser audiovisuellen Museumskultur vor: Die Audiokassette wird mit einer Cyberspace‑Brille gekoppelt, in der die Bilder aus der Kartei des Bill Gates portioniert gespeichert sind. Ein wirkliches Bildermuseum[…] hätte dann endgültig ausgedient. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2001]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Bildermuseum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

LeipzigerBeispielsätze anzeigen NeubauBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bildermuseum‹.

Zitationshilfe
„Bildermuseum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bildermuseum>, abgerufen am 05.08.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bildermappe
Bildermacher
Bilderlotto
Bilderkunst
Bilderkabinett
Bilderrahmen
Bilderrätsel
bilderreich
Bilderreichtum
Bilderreihe