Bildungsgrad, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bildungsgrad(e)s · Nominativ Plural: Bildungsgrade
Aussprache  [ˈbɪldʊŋsˌgʀaːt]
Worttrennung Bil-dungs-grad
Wortzerlegung BildungGrad
eWDG, 1967 und ZDL, 2020

Bedeutung

Maß (z. B. in Form eines formalen Abschlusses), wie viel Bildung (1) jmd. genossen hat
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein formaler niedriger, geringer, hoher Bildungsgrad
mit Genitivattribut: der Bildungsgrad der Eltern, der Mutter, Bevölkerung
in Präpositionalgruppe/-objekt: mit [steigendem, zunehmendem] Bildungsgrad
Beispiele:
Die Teilnehmer hatten einen hohen Bildungsgrad, 115 von ihnen hatten Abitur, 32 einen Universitätsabschluss. [Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018]
Jenes Deutsch, das in der Frühzeit von Rundfunk und »Schaufunk« (Fernsehen) erstmals länder- und dialektübergreifend Menschen aller Bildungsgrade und Interessen zu einer Gemeinde von Adressaten zusammenfasste, sollte noch erzieherisch wirken[…]. [Die Welt, 27.03.2019]
Je höher der Bildungsgrad der Frauen sind, desto weniger Kinder bekommen sie. Unter Akademikerinnen ist die Zahl der Kinderlosen besonders hoch, der Anteil an studierten Müttern mit Großfamilien dagegen klein. Mit dem Run auf die Unis schrumpften folglich die Geburtenraten. [Welt am Sonntag, 30.09.2018, Nr. 39]
Die Lebenserwartung steigt mit höherem Bildungsgrad. [Spiegel, 12.09.2017 (online)]
[er] erwies […] im Gespräch einen Bildungsgrad, der mein Erstaunen erregte [G. Hauptm.4,362]Quelle: WDG, 1967

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausbildungsniveau · Bildungsgrad · ↗Bildungsniveau · ↗Bildungsstand
Assoziationen
  • Bildungsparadox · Bildungsparadoxon · Qualifizierungsparadox · Qualifizierungsparadoxon

Typische Verbindungen zu ›Bildungsgrad‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bildungsgrad‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bildungsgrad‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Knapp zwei Drittel der Deutschen gaben an, einen Dialekt zu sprechen - völlig unabhängig vom Bildungsgrad.
Die Zeit, 22.06.2009, Nr. 25
Sie haben auch gefunden, dass der Bildungsgrad der Mutter wichtiger ist als der des Vaters.
Süddeutsche Zeitung, 17.09.2002
Aus der Art der Propaganda vor Massenabstimmungen kann man den politischen Bildungsgrad eines Volkes ablesen.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 129
Die Ahmadis, die über eine straffe Organisation und beträchtliche Gelder verfügen, betreiben eigene Schulen und haben einen hohen Bildungsgrad.
o. A. [ave]: Ahmadiyya-Sekte. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1994]
Nicht nur der Geldpunkt spricht hierbei mit, sondern auch der Stand und Bildungsgrad.
Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 6550
Zitationshilfe
„Bildungsgrad“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bildungsgrad>, abgerufen am 26.05.2020.

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