Bison, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bisons · Nominativ Plural: Bisons
Aussprache 
Worttrennung Bi-son (computergeneriert)
Herkunft Latein
eWDG, 1967

Bedeutung

nordamerikanisches braunes Wildrind mit schwarzer Mähne, das heute nur noch in Naturschutzgebieten lebt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wisent · Bison
Wisent m. Der Name der großen europäischen, wildlebenden Rinderart ahd. wisunt (um 800), mhd. wisent(e), wisant, mnd. mnl. wēsent, aengl. wesend, weosend (anord. visundr aus dem Mnd.) kann mit apreuß. wissambrs ‘Auerochse’, dessen zweites Kompositionsglied mit aruss. zubrь ‘Auerochse’, russ. zubr (зубр) ‘Wisent’ zusammengestellt wird, und mit lat. vīsīre ‘furzen’, spätlat. vissio ‘Gestank’ sowie den unter ↗Iltis und ↗Wiesel (s. d.) angegebenen Formen an die Wurzel ie. *u̯eis-, (schwundstufig) *u̯is- bzw. (als schallnachahmende Nebenform?) *u̯es- ‘zerfließen, fließen’, auch vom Geruch faulender („zerfließender“) Pflanzen, angeschlossen werden. Grundlage bildet der moschusähnliche Geruch des Tieres in der Brunstzeit. Die germ. Namen (westgerm. *wisund-) dürften als substantivierte Präsenspartizipien (auf ie. -ont-) im Sinne von ‘Stinker, Stinkender’ anzusehen sein. Mit dem Aussterben der Tiere wird die Bezeichnung im Nhd. selten und erst durch Brehms Tierleben wieder verbreitet (19. Jh.). Aus dem Germ. entlehnt lat. bisōn m., griech. bísōn (βίσων) m. ‘Buckel-, Auerochse’, daraus mfrz. (Ende 15. Jh.), frz. bison und (durch Linné in die zoologische Nomenklatur eingeführtes) zoolog.-lat. Bison. Aus dem Lat. rückentlehnt nhd. Bison m. (16. Jh.), anfangs (im Anschluß an die lat. Stammform, vgl. den Genitiv lat. bisontis) auch Bysante (1585) und Bisont (1615).

Typische Verbindungen zu ›Bison‹

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Verwendungsbeispiele für ›Bison‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Elf Jahre macht er schon in Bison, und obwohl er die Tiere keineswegs verschleudert, verdient er erst seit Kurzem Geld mit ihnen.
Die Zeit, 05.09.2011, Nr. 36
Die jungen Bisons dagegen lernen erst jetzt, wo ihr Zuhause ist.
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2004
So waren die einst nach Millionen zählenden Bisons innerhalb weniger Jahre bis auf etwa 800 Stück zusammengeschmolzen.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 139
Einzigartig ist ein Bison, der durch eine Fläche roter Punkte gebildet wird.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 23953
Wie trotzig, gelassen und uralt der Bison vor mir aufgebaut ist und bald darauf durch seine ausgedehnten Weidegründe zieht.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 165
Zitationshilfe
„Bison“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bison>, abgerufen am 13.08.2020.

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