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Bitumen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Bitumens · Nominativ Plural: Bitumen/Bitumina
Aussprache 
Worttrennung Bi-tu-men
Herkunft Latein
eWDG, 1967

Bedeutung

Chemie gasförmige, flüssige, feste Kohlenwasserstoffverbindungen, die sich bei Zersetzung organischer Substanzen unter Luftabschluss bilden oder aus Naturstoffen gewonnen und vielseitig genutzt werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beton · betonieren · Bitumen · bituminös
Beton m. ‘Mörtel aus Kies und Zement’. Seit dem 19. Jh. belegt (doch vgl. Betonmörtel, 18. Jh.), nach gleichbed. frz. béton, mfrz. betum; voraus geht afrz. betun ‘Erdpech, Mörtel, Schlamm, Müll, Schutt’, das auf lat. bitūmen ‘Erdharz, Erdpech’, jünger ‘Schlamm, Sand’ beruht. betonieren Vb. ‘mit Beton bauen’ (2. Hälfte 19. Jh.) nach gleichbed. frz. bétonner. Bereits Anfang des 16. Jhs. wird lat. bitūmen ‘Erdharz, -pech’ mit gleicher Bedeutung ohne frz. Vermittlung als Bitumen n. ins Dt. übernommen (heute oft für Asphaltschicht im Straßenbau); gleichzeitig wird nach dem Adjektiv lat. bitūminōsus ‘erdharzhaltig’ bituminosisch, bituminösisch gebildet, das Ende des 18. Jhs. durch bituminös Adj. ersetzt wird. Lat. bitūmen wird zur selben Wurzel ie. *gu̯et- ‘Harz’ gestellt wie ↗Kitt (s. d.), kann aber seines Anlauts wegen (zumindest im ersten Wortteil) nicht lat. Ursprungs sein, sondern ist wohl Entlehnung aus dem Osk.-Umbr. oder aus dem Kelt.

Typische Verbindungen zu ›Bitumen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bitumen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bitumen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem brennenden Dach von Block 3 bleiben sie mit ihren Schuhen im heißen Bitumen stecken.
Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12
Niemand komme mehr auf die Idee, die aufgeschnittenen Fahrbahnen durch angeschmolzenes Bitumen abzudichten.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.1999
Die wichtigsten hart werdenden Bitumina sind Asphalt, Pech und Steinkohlenteer.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 3797
Ein anderes Konzept, der Einschluß in Bitumen, ist zugunsten der Endkonditionierung in Glas aufgegeben worden.
o. A. [cs]: Endkonditionierung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1985]
Nun hat man ihn «zu mehrerer Beständigkeit» mit Bitumen überzogen, doch das Knüppelpacklager spürt man immer noch durch, vor allem bei Wagen mit starren Hinterachsen.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 126
Zitationshilfe
„Bitumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bitumen>, abgerufen am 02.06.2020.

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