Biwak, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Biwaks · Nominativ Plural: Biwake/Biwaks
Aussprache
WorttrennungBi-wak (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Biwak‹ als Erstglied: ↗Biwakfeuer  ·  mit ›Biwak‹ als Letztglied: ↗Sommerbiwak · ↗Winterbiwak
 ·  Ableitung von ›Biwak‹: ↗biwakieren
eWDG, 1967

Bedeutung

Militär, Bergsport behelfsmäßiges Nachtlager im Freien von Truppen, von Bergsteigern im Hochgebirge
Beispiele:
ein Biwak beziehen, errichten, abbrechen
[die Marschälle] sind verdrossen auf ihren Gütern geblieben, müde des unablässigen Biwaks [St. ZweigSternstunden8]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Biwak · biwakieren
Biwak n. ‘(behelfsmäßiges) Nachtlager im Freien’ (von Truppen, Bergsteigern), Entlehnung (um 1700, anfangs in frz. Schreibweise) von frz. bivouac ‘Nacht-, Feldwache’, dann auch ‘Feldlager’. Das Wort ist im Frz. seit Mitte des 17. Jhs. belegt und stammt vermutlich (durch flämische Söldner) aus nl. bijwacht, mnd. bīwacht(e) ‘besondere Wacht, Bewachung, Hilfswachtdienst’ (s. ↗Wacht, ↗wachen). Vgl. auch schweiz. Beiwacht ‘patrouillierende Wache von Bürgern’ (der regulären Stadtwache zur Verstärkung beigegeben), daher eigentl. ‘Hilfs-, Nachtwache’. biwakieren Vb. ‘im Freien lagern’ (Anfang 19. Jh.), aus gleichbed. (seit Ende 18. Jhs. belegtem) frz. bivouaquer, daher anfangs bivouaquieren, bivouakieren.

Thesaurus

Synonymgruppe
Biwak · ↗Feldlager
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Zelt aufgeschlagen nächtlichen verbringt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Biwak‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach einem Biwak ging es am darauffolgenden Tag nur langsam weiter.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.1997
Der Tag ist für den Raub da, und zur Nacht genügt ein flüchtiges Biwak an einem Ast.
Die Zeit, 31.05.1951, Nr. 22
Ich bezog mit meinem Stabe das Biwak in einem Kohlgarten.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Wenn ich an Biwak denke, dann habe ich immer das Bild von Ulrichstein vor meinen Augen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 07.06.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Aber ein Kriegslied habe er mal gelernt, das wisse er noch, mit Biwak und allen Schikanen, ein vaterländisches Lied.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 247
Zitationshilfe
„Biwak“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Biwak>, abgerufen am 15.12.2017.

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