Blähung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Blähung · Nominativ Plural: Blähungen
Aussprache 
Worttrennung Blä-hung
eWDG

Bedeutung

übermäßige Gasbildung in Magen und Darm, die zum Auftreiben des Leibes führt
Beispiele:
der Genuss von Kohl, Hülsenfrüchten, frischen Backwaren verursacht Blähungen
an Blähungen leiden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blähen · aufblähen · Blähung
blähen Vb. ‘füllig und prall machen, auftreiben, Blähungen verursachen’. Das ehemals reduplizierende westgerm. Verb ahd. blāen ‘blasen, wehen (vom Winde), eine Flamme anfachen’ (10. Jh.; vgl. irblāen ‘aufblähen’, 8. Jh.), mhd. blæjen, blægen, blæwen, blæn ‘(auf)blähen’, mnl. blaeyen, afries. blīa, aengl. blāwan, engl. to blow ‘wehen, blasen’ führt wie verwandtes blasen (s. d.) auf ie. *bhlē-, eine Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘aufblasen, aufschwellen’ (s. Ball1), zu der wohl auch griech. phlēnaphā́n (φληναφᾶν) ‘unsinnig, unnütz schwatzen’ und phlḗnaphos (φλήναφος) ‘unnützes Geschwätz’ gehören; s. auch Blatter. Lautlich und semantisch nahestehendes lat. flāre ‘blasen, wehen’ führt dagegen wohl auf eine Wurzelerweiterung ie. *bhlā-. aufblähen Vb. ‘füllig und prall machen, aufbauschen’, übertragen ‘sich großtun, aufblasen’, mhd. ūfblæjen. Blähung f. ‘übermäßige Gasbildung in Magen und Darm, Darmwind’, mhd. blæjunge.

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Blähung · Flatulenz · Flatus · Winde (nur Plur.)  ●  Leibwind  veraltet · Vapeur  franz., lat. · Darmwind  ugs. · Furz  derb · Pups  ugs. · Pupser  ugs. · Schas  derb, österr. · Schoas  derb, bayr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Geräusch
  • (einen) Wind fahren lassen · Blähungen haben · Luft im Bauch haben · blähen · flatulieren  ●  (einen) scheißen  derb · einen fahren lassen  ugs. · einen ziehen lassen  ugs. · furzen  ugs. · pupsen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Blähung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blähung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Blähung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auch Kinder, die gestillt werden, leiden manchmal unter Blähungen. [Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 155]
Du solltest da ein bißchen Luft machen, das ist eine üble Blähung. [Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 358]
Die Champions League ist in dieser Form eine einzige Blähung. [Die Welt, 17.03.2000]
Aber nun hat sich das Baby‑Universum doch einige Blähungen geleistet. [Die Zeit, 08.05.1992, Nr. 20]
Die Blähungen seien minim; wir sollten nur zusehen, daß die betroffenen Laibe bald gegessen würden, vor Weihnachten jedenfalls, später würden sie sicher bitter. [Die Zeit, 07.11.1986, Nr. 46]
Zitationshilfe
„Blähung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bl%C3%A4hung>.

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