Blähung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Blähung · Nominativ Plural: Blähungen
Aussprache 
Worttrennung Blä-hung
eWDG, 1967

Bedeutung

übermäßige Gasbildung in Magen und Darm, die zum Auftreiben des Leibes führt
Beispiele:
der Genuss von Kohl, Hülsenfrüchten, frischen Backwaren verursacht Blähungen
an Blähungen leiden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blähen · aufblähen · Blähung
blähen Vb. ‘füllig und prall machen, auftreiben, Blähungen verursachen’. Das ehemals reduplizierende westgerm. Verb ahd. blāen ‘blasen, wehen (vom Winde), eine Flamme anfachen’ (10. Jh.; vgl. irblāen ‘aufblähen’, 8. Jh.), mhd. blæjen, blægen, blæwen, blæn ‘(auf)blähen’, mnl. blaeyen, afries. blīa, aengl. blāwan, engl. to blow ‘wehen, blasen’ führt wie verwandtes ↗blasen (s. d.) auf ie. *bhlē-, eine Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘aufblasen, aufschwellen’ (s. ↗Ball1), zu der wohl auch griech. phlēnaphā́n (φληναφᾶν) ‘unsinnig, unnütz schwatzen’ und phlḗnaphos (φλήναφος) ‘unnützes Geschwätz’ gehören; s. auch ↗Blatter. Lautlich und semantisch nahestehendes lat. flāre ‘blasen, wehen’ führt dagegen wohl auf eine Wurzelerweiterung ie. *bhlā-. aufblähen Vb. ‘füllig und prall machen, aufbauschen’, übertragen ‘sich großtun, aufblasen’, mhd. ūfblæjen. Blähung f. ‘übermäßige Gasbildung in Magen und Darm, Darmwind’, mhd. blæjunge.

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Blähung · ↗Flatulenz · ↗Flatus · ↗Winde (nur Plur.)  ●  Leibwind  veraltet · Vapeur  franz., lat. · ↗Darmwind  ugs. · ↗Furz  derb · ↗Pups  ugs. · ↗Pupser  ugs. · ↗Schas  derb, österr. · Schoas  derb, bair.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Geräusch
  • (einen) Wind fahren lassen · Blähungen haben · Luft im Bauch haben · ↗blähen · flatulieren  ●  ↗(einen) scheißen  derb · einen fahren lassen  ugs. · einen ziehen lassen  ugs. · ↗furzen  ugs. · ↗pupsen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Blähung‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blähung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Blähung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Champions League ist in dieser Form eine einzige Blähung.
Die Welt, 17.03.2000
Aber auch Kinder, die gestillt werden, leiden manchmal unter Blähungen.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 155
Du solltest da ein bißchen Luft machen, das ist eine üble Blähung.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 358
Er hatte schlimme Blähungen - sie schmiß ihn sofort aus der Firma.
Bild, 09.06.1997
Gegen Blähungen werden zuerst noch Kohlepillen verordnet, dann vollends abgesetzt.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 389
Zitationshilfe
„Blähung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bl%C3%A4hung>, abgerufen am 28.11.2020.

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