Blütezeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungBlü-te-zeit (computergeneriert)
WortzerlegungBlüteZeit
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiele:
die Blütezeit der Obstbäume beginnt bald
eine kurze Blütezeit
bildlich
Beispiel:
die Blütezeit der griechischen Kultur, des Humanismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Blüte · Blütezeit · Stilblüte
Blüte f. ‘blühender Teil einer Pflanze, Zustand des Blühens’, ein ti-Abstraktum germ. *blōdi- f. zum Verb ↗blühen (s. d.). Es begegnen ahd. bluot f. (9. Jh.), bluot m. (11. Jh.), mhd. bluot m. f. Aus den flektierten Formen des Femininums (Genitiv und Dativ Sing. bzw. Nominativ und Akkusativ Plur.) entwickelt sich ein neuer fem. Sing. (mit Endungs-e und Umlaut) ahd. bluͤde (Hs. 12. Jh., Williram), mhd. blüete. Blütezeit f. ‘Zeit des Blühens’ (2. Hälfte 16. Jh.), ‘hohe Zeit, Glanzzeit’ (18. Jh.). Stilblüte f. ‘komisch wirkender sprachlicher Mißgriff’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blüte · Blütezeit · ↗Glanzzeit · ↗Hausse · Hoch-Zeit · ↗Hochblüte · ↗Hochphase · ↗Hochzeit · obere Wendepunktphase  ●  ↗Boom  fig. · ↗Hochkonjunktur  fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Gipfel · ↗Gipfelpunkt · ↗Höhepunkt · ↗Maximum · ↗Optimum · ↗Scheitelpunkt · ↗Spitze · ↗Zenit  ●  Blüte  fig. · Blütezeit  fig. · ↗Klimax  fachspr. · ↗Kulmination  geh. · ↗Kulminationspunkt  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Blüte · das Blühen  ●  ↗Blust  süddt. · Blütezeit  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Barock Buddhismus Dinosaurier Epos Hanse Hofkapelle Humanismus Jahrhundertwende Jugendstil Kloster Miss Mittelalter New Economy Operette Relikt Renaissance Romantik Schaffen Scholastik Textilindustrie Walfang Walzer Wirtschaftswunder anbrechen eigentlich erleben kulturell kurz zurückliegen zusammenfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blütezeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Blütezeit erlebte dieses Handwerk in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.2004
Je näher das Kind dieser Blütezeit ist, um so konservativer ist es.
Die Zeit, 10.11.1972, Nr. 45
Die eigentliche Blütezeit des englischen K. es aber setzt mit dem Beginn der methodistischen Bewegung 1738 ein.
Freytag, W.: Kirchenlied. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25635
Doch begann mit dem Jahre 1600 eine zweite große Blütezeit.
Vetter, P. Pirmin: Einsiedeln. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 18736
Dagegen ist die Blütezeit nach 1500 schon räumlich viel stiefmütterlicher bedacht.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 443
Zitationshilfe
„Blütezeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blütezeit>, abgerufen am 23.10.2019.

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