Blaker

WorttrennungBla-ker
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

metallener (Wand)leuchter mit reflektierendem Schild
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blaken · Blaker
blaken Vb. ‘qualmen, rußen’ (von der Flamme, besonders der Kerze oder Lampe). Mnd. nd. blāken (vgl. mnl. nl. blaken ‘flammen, glühen’, anord. blakra ‘flackern’) dringt Anfang des 19. Jhs. in die hd. Schriftsprache ein, zuerst von Campe 1807 gebucht. Zusammen mit ↗blecken und ↗blinken (s. d.) gehört blaken zu ie. *bhleg- ‘glänzen’, einer Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ und ist verwandt mit lat. flagrāre ‘flammen, brennen, lodern’, lat. fulgē̌re ‘blitzen’, griech. phlégein (φλέγειν) ‘entzünden, verbrennen, leuchten’. Für blaken ist von einer Bedeutung ‘glänzen, leuchten’ auszugehen, die sich über ‘brennen’ zu ‘qualmen, rußen’ entwickelt. Vom Verbum abgeleitet ist die nd. Bezeichnung Blaker m. ‘Leuchter’, in der hd. Schriftsprache seit Mitte des 18. Jhs. Entsprechend mnl. blaker ‘(Hänge)lampe’, nl. blaker, aengl. blǣcern, blācern ‘Kerze, Licht’, norw. blakkert ‘Leuchter’; vgl. Lerchner Nordwestgerm. Wortschatz (1965) 33 ff.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Sonderform stellt der im 16. Jh. in Flandern auftretende Blaker innerhalb der Gattung der Wandleuchter dar.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 10749
Er, BLAKER, werde nun versuchen, in Gesprächen mit seinem französischen Kollegen DLJOUD die bestehenden Mißverständnisse zu beseitigen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1980]
Zitationshilfe
„Blaker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blaker>, abgerufen am 15.11.2019.

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