Blamage, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Blamage · Nominativ Plural: Blamagen
Aussprache
WorttrennungBla-ma-ge (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

blamabler Vorfall
Beispiele:
eine Blamage erleben, erleiden (müssen)
jmdm. eine Blamage bereiten
jmdn. vor einer Blamage bewahren
das war eine Blamage für mich!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blamieren · Blamage · blamabel
blamieren Vb. ‘bloßstellen, lächerlich machen’, Anfang des 17. Jhs. in der Bedeutung ‘schmähen, beschimpfen’ aus frz. blâmer (afrz. blasmer) ‘tadeln’ entlehnt; die früher bezeugten Verben mnd. blamēren, mnl. blameren entlehnen die frz. Vorlage in der Bedeutung ‘tadeln’. Der abgeschwächte, heute übliche Sinn ‘bloßstellen’ entwickelt sich im 19. Jh. Frz. blâmer kommt über vlat. blastemāre aus spätlat. blasphēmāre, griech. blasphēmé͞in (βλασφημεῖν) ‘schmähen, lästern’ (s. ↗Blasphemie). Blamage f. ‘beschämender Vorfall, Bloßstellung, Schande’, französierende Neubildung der Studentensprache in der 2. Hälfte des 18. Jhs. zu blamieren, dementsprechend zunächst ‘Beschimpfung’, dann (1. Hälfte 19. Jh.) als ‘Bloßstellung’ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehend. blamabel Adj. ‘beschämend’, nach frz. blâmable ‘tadelnswert’ (Mitte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blamage · ↗Bloßstellung · ↗Gesichtsverlust · ↗Kompromittierung · ↗Peinlichkeit · ↗Schande · ↗Schmach · ↗Verächtlichmachung  ●  ↗Affenschande  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angst Blamage DFB-Pokal Hitler-Tagebuch Peinlichkeit Vereinsgeschichte Wiedergutmachung Zivilisierer abermalig abwenden anzunehmend befürchtet beispiellos bewahren deftig drohend einbrocken entgehen ersparen neuerlich peinlich perfekt schlittern schrammen total unsterblich vermeiden vorbeigerutschen vorbeischrammen ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blamage‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn das nicht gelänge, könnte es ja auch mit einer Blamage enden.
Die Welt, 13.04.2005
Gleichwohl ist die ÖTV mit einer kleinen Blamage davon gekommen.
Der Tagesspiegel, 14.06.2000
Ihrem ohnehin allmählich anrüchig gewordenen Regime hatte diese beschämende Blamage gerade noch gefehlt.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3725
Und dann wollte er mit dem großen Coup meiner Blamage kommen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26499
Diese Blamage konnte er sich vor der Welt nicht zufügen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3868
Zitationshilfe
„Blamage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blamage>, abgerufen am 15.10.2019.

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