Bleistift, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bleistift(e)s · Nominativ Plural: Bleistifte
Aussprache 
Worttrennung Blei-stift
Wortzerlegung Blei2Stift1
Wortbildung  mit ›Bleistift‹ als Erstglied: ↗Bleistiftabsatz · ↗Bleistiftanmerkung · ↗Bleistiftanspitzer · ↗Bleistifthalter · ↗Bleistifthülse · ↗Bleistiftmine · ↗Bleistiftnotiz · ↗Bleistiftrock · ↗Bleistiftskizze · ↗Bleistiftspitze · ↗Bleistiftspitzer · ↗Bleistiftspitzmaschine · ↗Bleistiftstummel · ↗Bleistiftverlängerer · ↗Bleistiftzeichnung · ↗bleistiftdick
 ·  mit ›Bleistift‹ als Letztglied: ↗Drehbleistift · ↗Druckbleistift · ↗Zimmermannsbleistift
 ·  mit ›Bleistift‹ als Grundform: ↗Blei2
eWDG, 1967

Bedeutung

in Holz gefasster Graphitstab zum Zeichnen, Schreiben
Beispiele:
mit dem Bleistift etw. schreiben, anstreichen, zeichnen, skizzieren
den Bleistift spitzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Blei1 · bleiern · Bleistift · Bleiweiß
Blei1 n. weiches, an frischen Schnittflächen bläulich-weiß glänzendes Schwermetall. Ahd. blīo (um 800; Genitiv blīwes), mhd. asächs. (auch ‘Farbe’), mnd. blī, mnl. bli, anord. blȳ, schwed. bly ‘Blei’ läßt sich mit aengl. blēo ‘Farbe, Erscheinung, Form’ und dem Adjektiv ahd. blīdi, mhd. blīde ‘heiter, freundlich’, ahd. auch ‘glänzend’ (und seinen germ. Entsprechungen) über die unter ↗bleich (s. d.) genannte Erweiterung ie. *bhlē̌i-, *bhlī̌- an die Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ anschließen; dann wäre das Metall nach seiner (bläulich) glänzenden Farbe benannt. bleiern Adj. ‘aus Blei, bleischwer’ (16. Jh.), älter bleien, das sich vereinzelt bis ins 19. Jh. hält, ahd. blī(w)īn (10. Jh.), mhd. blījīn, blīgin, blīen, mnd. blīen (s. auch ↗blechern). Bleistift m. ‘in Holz gefaßter Graphitstab zum Schreiben und Zeichnen’; zuerst 1653 in Nürnberg Bleystefft, gekürzt aus Bleyweißstefft, zu schwarzes Bleiweiß, auch Wasserblei (16. Jh.), Schreibblei (17. Jh.), später ↗Graphit (s. d.) genannt. Bleiweiß n. ‘haltbare weiße, Blei enthaltende Malerfarbe’, auch ‘weißes oder farbloses Bleierz’, mhd. blīwīʒ, mnd. blīwit.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bleistift · ↗Graphitstift  ●  ↗Crayon  veraltet · ↗Krayon  veraltet
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Bleistift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bleistift‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bleistift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der rechten Hand hielt sie bald Papier und Bleistift.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 48
Hier gibt es auch Bleistifte, deren offizielle Einfuhr von den UN zeitweilig verboten war.
Der Tagesspiegel, 26.07.2001
Jede Zahl, die übereinstimmt, kreisen Sie mit einem Bleistift ein.
Bild, 23.12.1997
Sie kratzte sich mit einem Bleistift, ich sagte meinen Namen.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 85
Klamm sollte hier in einem allgemeinen Raum, zwischen anderen Beamten, den Bleistift hinter dem Ohr, sich drängen müssen?
Kafka, Franz: Das Schloß. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10401
Zitationshilfe
„Bleistift“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bleistift>, abgerufen am 03.07.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bleispritze
Bleisoldat
bleischwer
Bleischürze
Bleischrot
Bleistiftabsatz
Bleistiftanmerkung
Bleistiftanspitzer
bleistiftdick
Bleistifthalter