Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Blitz, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Blitzes · Nominativ Plural: Blitze
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Blitz‹ als Erstglied: Blitzableiter · Blitzeinschlag · Blitzesschnelle · Blitzesschnelligkeit · Blitzgefahr · Blitzgerät · Blitzlampe · Blitzlicht · Blitzmarathon · Blitzschaden · Blitzschlag · Blitzschutz · Blitzstrahl · Blitzwürfel · blitzartig · blitzhaft
 ·  mit ›Blitz‹ als Letztglied: Donnerblitz · Elektronenblitz · Geistesblitz · Lichtblitz · Strahlenblitz · Zickzackblitz
 ·  mit ›Blitz‹ als Binnenglied: Elektronenblitzgerät  ·  mit ›Blitz‹ als Grundform: blitz- · blitze- · blitzen
eWDG

Bedeutung

elektrische, meist von einem Donner gefolgte Entladung zwischen zwei entgegengesetzt geladenen Wolken oder zwischen einer Wolke und der Erdoberfläche
Beispiele:
ein starker, schwacher, zuckender, zackiger, heller, greller Blitz
Blitz und Donner folgten kurz aufeinander, lösten sich ab
ein Blitz zuckt, flammt (auf), fährt zischend herab, erleuchtet den nächtlichen Himmel
beim Schein der Blitze
dieser Blitz hat eingeschlagen, ist in den Baum gefahren, hat den Baum zersplittert
er war vom Blitz erschlagen, getroffen worden
Metall zieht den Blitz an
vergleichend, umgangssprachlichdie Nachricht schlug ein wie der, wie ein Blitz
er stand da wie vom Blitz getroffen
umgangssprachlichdas kam (überraschend) wie ein Blitz aus heiterem Himmel
schnell wie der Blitz
er lief davon wie der Blitz
salopper lief davon wie ein geölter Blitz
in Ausrufen des Erstaunens
Beispiele:
Donner und Blitz!
potz Blitz!
Was? der Blitz! / Das ist ja die Gustel aus Blasewitz [ SchillerWallenst. Lager5]
bildlich
Beispiele:
ein Blitz aus ihrem Auge traf ihn
seine Augen schossen, schleuderten feurige Blitze
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blitzen · Blitz · Blitzableiter · abblitzen
blitzen Vb. ‘plötzlich und kurz aufleuchten’ (besonders von der elektrischen Entladung bei Gewitter), ‘glitzern’. Zu blaken, blecken (s. d.) gehört das nur im Dt. bezeugte Intensivum ahd. bleckazzen (9. Jh.), mhd. bleczen, bliczen, nhd. blitzen. Es schließt sich daher der Wurzelerweiterung ie. *bhleg- ‘glänzen’ an (s. auch blinken) und ist über deren Schwundstufe *bhḷg- verwandt mit lat. fulgē̌re ‘blitzen’, fulgur ‘Blitz’. Blitz m. mhd. blicz, blicze, blitze, Rückbildung aus dem Verb (dafür ahd. blic ‘Blitz, Blick’, s. Blick1). Blitzableiter m. (18. Jh.). abblitzen Vb. ‘abgewiesen werden’ (Ende 18. Jh.), eigentlich vom Pulver bei Handfeuerwaffen ‘ohne Zündung abbrennen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufleuchten · Blitz · Lichtblitz

Typische Verbindungen zu ›Blitz‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blitz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Blitz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Sense zische, springe er schneller als der Blitz weg. [Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 17]
Ein umgestürzter Wagen tauchte vor ihm auf, offensichtlich von einem Blitz getroffen. [Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 298]
Ein Blitz gehört nach dem Sprachgebrauch des Volkes nicht zu den wirklichen Dingen. [Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31688]
Ein Blitz zuckte, und ein Fauchen zerriss den fernen dumpfen Lärm. [C't, 1999, Nr. 23]
Doch wenn überhaupt, schlägt ein Blitz vielleicht erst viele Jahre später ein. [C't, 1999, Nr. 17]
Zitationshilfe
„Blitz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blitz>.

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