Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Blockflöte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Blockflöte · Nominativ Plural: Blockflöten
Aussprache  [ˈblɔkfløːtə]
Worttrennung Block-flö-te
Wortzerlegung Block Flöte
Wortbildung  mit ›Blockflöte‹ als Letztglied: Altblockflöte
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
Altblockflöte
Altblockflöte
(Óscar Romero, CC BY-SA 4.0)
einfaches hölzernes Blasinstrument, dessen Windkanal im Mundstück durch einen Block gebildet wird
2.
salopp, abwertend
a)
Blockpartei in der DDR
b)
Mitglied einer Blockpartei in der DDR

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Block · Blockflöte · Blockhaus
Block m. ‘Brocken, Klotz’ (Plur. Blöcke), ‘aus Teilen zusammengefügtes Ganzes’, vgl. Häuser-, Notizblock (Plur. Blöcke, Blocks), übertragen ‘Bündnis von Staaten, Parteien’. Im Hd. stehen seit alters Formen mit (aus der Lautverschiebung hervorgegangenem) Reibelaut ch und mit (unverschobenem, zum Nd. stimmendem) Verschlußlaut -k nebeneinander. Formen mit -ch halten sich in der hd. Literatursprache in größerem Umfang bis ins ausgehende 17. Jh., werden aber dann von denen mit -ck verdrängt. Ahd. bloh, bloc n. (um 1000), mhd. bloch, bloc n. ‘Holzklotz, Bohle’, mnl. bloc (woraus frz. bloc ‘Klotz’), nl. blok ‘Balken, Baustamm, Klumpen’, afries. bloc(k), schwed. block lassen sich auf die Schwundstufe germ. *blukna- der Gutturalerweiterung ie. *bhleg̑-, *bhleg- zurückführen, gehören also zur gleichen Wurzel ie. *bhel- wie Bohle und Balken (s. d.). – Blockflöte f. (noch im 20. Jh. gelegentlich Blochflöte) Holzblasinstrument (Anfang 17. Jh.), mnd. blokfloite, eigentlich ‘Flöte aus einem Stück’; heute dagegen wird die Bezeichnung auf den Bau des Mundstücks bezogen, das durch einen eingesetzten Kern (Block) zu einem Spalt verengt wird. Blockhaus n. ‘Haus aus Rundhölzern’, mnd. blokhūs, spätmhd. blochhūs ‘Verteidigungs-, Belagerungsbau aus Baumstämmen’, mnl. blochuus ‘Festungswerk’ (s. blockieren). Blockhaus ist mit seiner heutigen Bedeutung Rückentlehnung (1. Hälfte 19. Jh.) aus gleichbed. amerik.-engl. blockhouse, das seinerseits aus dt. Blockhaus oder nl. blokhuis ‘Verteidigungsbau’ entlehnt ist.

Typische Verbindungen zu ›Blockflöte‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blockflöte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Blockflöte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es war, als würde man mit einer Blockflöte eine Symphonie aufführen. [Die Zeit, 09.10.2000, Nr. 41]
Sie gab mir erst eine Blockflöte, aber die klang nicht gut. [Süddeutsche Zeitung, 28.08.2003]
Von der Mutter bekam er nach anhaltendem Quengeln erst einmal eine Blockflöte. [Süddeutsche Zeitung, 28.08.2003]
Man bläst die Blockflöte, ein sehr obertonarmes, daher unangenehm durchdringendes Instrument. [Süddeutsche Zeitung, 07.12.2002]
Vor allem die große romantische Musik wollte sie spielen, und dafür ist die Blockflöte nun einmal ganz und gar fehl am Platz. [Süddeutsche Zeitung, 30.04.1997]
Zitationshilfe
„Blockflöte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blockfl%C3%B6te>.

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