Blondine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Blondine · Nominativ Plural: Blondinen
Aussprache
WorttrennungBlon-di-ne (computergeneriert)
Grundformblond
Wortbildung mit ›Blondine‹ als Erstglied: ↗Blondinenwitz  ·  mit ›Blondine‹ als Letztglied: ↗Wasserstoffblondine
eWDG, 1967

Bedeutung

blonde Frau
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blond · Blonde · Blondine · blondieren
blond Adj. Bezeichnung für die helle, goldgelbe Haarfarbe. Mhd. blunt (vereinzelt im 13. Jh.), mnl. blont sind Entlehnungen von afrz. blont, das wie span. blondo, ital. biondo von vlat. blundus herzuleiten ist. Allgemein wird für diese Formen, da blondes Haar bereits im antiken Rom als typisch germanische Haarfarbe galt und sogar gehandelt wurde, wie für andere vlat. bzw. roman. Farbadjektive germ. Herkunft angenommen (s. ↗blank, ↗blau, ↗braun, ↗brünett). Ein erschlossenes germ. *blunðaz könnte sich mit aind. bradhnáḥ ‘blaßrot, gelblich, rotbraun’ über ie. *bhlṇdhos (verwandt mit dem unter blind genannten ie. *bhlendh-?) auf die Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ zurückführen lassen. Jedoch ist germ. *blunðaz durch kein germ. Zeugnis zweifelsfrei zu stützen, so daß die Herleitung letztlich unsicher bleibt. Da mhd. blunt sich im Nhd. nicht fortsetzt, ist das erst im 17. Jh. wieder bezeugte blond als erneute Entlehnung aus dem Frz. (wohl in Zusammenhang mit der Perückenmode) anzusehen. Blonde f. ‘blonde Frau’, übertragen als f. oder n. (1. Hälfte 19. Jh.) ‘helles Bier, Weißbier’. Blondine f. ‘blonde Frau’, um 1700 aus frz. blondine. blondieren Vb. ‘blond färben’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blondine · Frau mit blonden Haaren  ●  Blondchen  ugs. · Blondie  ugs. · blondes Gift  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bikini Brünette Ostfriese attraktiv barbusig bekleidet bevorzugen bildhübsch blauäugig drall durchtrainiert fesch füllig hochgewachsen hübsch kess knackig langbeinig langhaarig langmähnig lispelnd mollig nackt quirlig räkeln schlank süß vollbusig zierlich üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Blondine‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Stadt fragt Sie eine hübsche Blondine nach dem Weg.
Bild, 27.03.2001
Zwischendurch läßt Tenor seiner vierköpfigen Band von einer Blondine Sekt servieren.
Der Tagesspiegel, 09.04.1999
Eine achtzehnjährige, schlanke Blondine, den schönen, langgezogenen, weiblichen Gestalten verwandt, die uns in den skandinavischen Ländern so sehr entzücken, trat mir entgegen.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1360
Die Ehe mit der um dreißig Jahre jüngeren Blondine erwies sich als Mesalliance.
Nick, Edmund: Strauß (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 21080
Die letztere war Jüdin, aber dabei eine vollendet schöne Blondine.
Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7266
Zitationshilfe
„Blondine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blondine>, abgerufen am 14.12.2019.

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