Bluse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bluse · Nominativ Plural: Blusen
Aussprache 
Worttrennung Blu-se
Wortbildung  mit ›Bluse‹ als Erstglied: ↗Blusenausschnitt · ↗Blusenknopf · ↗Blusenkragen · ↗Blusenmann · ↗Blusennäherin · ↗Blusenrock · ↗Blusenschnitt · ↗Blüschen · ↗blusenartig
 ·  mit ›Bluse‹ als Letztglied: ↗Dederonbluse · ↗Dirndlbluse · ↗Flanellbluse · ↗Fuhrmannsbluse · ↗Hemdbluse · ↗Kimonobluse · ↗Leinenbluse · ↗Lieblingsbluse · ↗Matrosenbluse · ↗Perlonbluse · ↗Reisebluse · ↗Russenbluse · ↗Schibluse · ↗Seidenbluse · ↗Skibluse · ↗Sommerbluse · ↗Spitzenbluse · ↗Sportbluse · ↗Streifenbluse · ↗Strickbluse · ↗Uniformbluse · ↗Waschbluse · ↗Windbluse · ↗Wollbluse
 ·  mit ›Bluse‹ als Grundform: ↗blusig
eWDG, 1967

Bedeutung

Kleidungsstück der Oberbekleidung, besonders für weibliche Personen, das den Oberkörper bedeckt und ungefähr bis zum Gürtel reicht
Beispiele:
eine helle, dunkle, weiße, grüne, gestreifte, geblümte, gestickte, halblange, weite, ausgeschnittene, hochgeschlossene, praktische Bluse
eine Bluse aus Seide, Spitze
eine Bluse mit Einsatz
die Bluse über, unter dem Rock tragen
sich [Dativ] selbst eine Bluse nähen
umgangssprachlicheine Bluse mit langem, halbem Arm
Am Nebentisch saßen Arbeiter in kalkbespritzten Blusen [KafkaAmerika148]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bluse f. Kleidungsstück für den Oberkörper. Wohl mit dem Aufkommen einer neuen Mode Anfang des 19. Jhs. entlehnt aus frz. blouse ‘Fuhrmanns-, Arbeitskittel, Staubmantel’ (zur Zeit der Julirevolution 1830 Tracht der französischen und belgischen revolutionären Arbeiter), daneben ‘Überkleid, leichter Morgenmantel der Frauen’ (ebenso im Dt. ‘bequemes faltiges Frauenkleid’, 2. Hälfte 19. Jh.). Der Ausdruck begegnet zunächst in frz. Schreibweise und wird noch in der 1. Hälfte des 19. Jhs. zu Bluse eingedeutscht, jedoch bleibt frz. Schreibung im ganzen 19. Jh. vorherrschend. Die Etymologie ist unsicher; am ehesten zutreffend erscheint Herleitung von frz. blous(s)e ‘kurzhaarige Wolle’ aus prov. lano blouso ‘Kurzwolle’ (und damit letztlich vielleicht auf das in ↗bloß, s. d., vorliegende germ. Adjektiv zurückgehend, vgl. Gamillscheg ²121 f.).

Typische Verbindungen zu ›Bluse‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bluse‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bluse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diesmal gelingt es ihm, ihr die Hand unter die Bluse zu schieben.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2001
Warum hast du diese Bluse angezogen oder jenes Auto gekauft.
Die Welt, 19.05.2000
Dann knöpfte ich ihr die Bluse von unten nach oben auf.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 104
Die hellblaue ärmellose Bluse, die ich ausrangieren mußte, ist ihr zu groß.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 256
Eine füllige Frau in schwarzweiß gestreifter Bluse verließ Zimmer neunzehn mit einer Akte in der Hand.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 244
Zitationshilfe
„Bluse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bluse>, abgerufen am 15.08.2020.

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