Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Blutbann, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Blutbann(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Blut-bann
Wortzerlegung Blut Bann
eWDG

Bedeutung

historisch Gerichtsbarkeit über Leben und Tod

Thesaurus

Geschichte, Jura
Synonymgruppe
Blutbann · Blutgerichtsbarkeit · Grafschaftsrecht · Halsgerichtsbarkeit · Hochgerichtsbarkeit · Vogteirecht · hohe Gerichtsbarkeit
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Maximilianische Halsgerichtsordnung · Tiroler Malefizordnung
Assoziationen
  • Altes Reich · Altreich · Deutsches Reich · Deutschland · Erstes Reich · Heiliges Römisches Reich · Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation · römisch-deutsches Reich  ●  HRR Abkürzung · Sacrum Imperium Romanum lat. · Sacrum Romanum Imperium lat.
  • hochnotpeinliche Befragung · peinliche Befragung · scharfe Frage

Verwendungsbeispiele für ›Blutbann‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur ein Mann aus einer Samurai‑Familie konnte ferner mit dem Blutbann belehnt werden. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 289]
In manchen Negerreichen ist in naturalistischer Art der sichtbare Repräsentant des Blutbanns, der Scharfrichter, ständiger und einflußreichster Begleiter des Fürsten. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 663]
Dazu fügte Heinrich VI. 1194 das Immunitätsrecht und Adolf von Nassau das Recht der Ausübung des Blutbannes. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 995]
Zitationshilfe
„Blutbann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Blutbann>.

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