Boa, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Boa · Nominativ Plural: Boas
Aussprache 
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Boa‹ als Letztglied: ↗Federboa · ↗Fehboa · ↗Nerzboa · ↗Pelzboa
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ungiftige, sehr schön gezeichnete Riesenschlange Südamerikas, die mehrere Meter lang wird und gewaltige Muskelkraft besitzt
Beispiel:
die Boa umschlingt ihr Opfer
2.
veraltet langer, schmaler Schal aus Pelz oder Federn, den die Trägerin lose um den Hals schlingt oder über die Schultern legt
Beispiel:
eine Boa umnehmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Boa f. Name verschiedener Riesenschlangen, z. B. in zoolog.-lat. Boa constrictor ‘Zusammenschnürerin’ (zu lat. cōnstringere ‘zusammenschnüren’) für die Abgott- oder Königsschlange. Mit lat. boa, einem Wort unbekannter Herkunft (wahrscheinlich Lehnwort), bezeichnet Plinius eine Art Wasserschlange. Der Gebrauch im Dt. seit der Mitte des 16. Jhs. beruht wohl auf direkter Übernahme aus dem Lat. Später wird der Name auf die Riesenschlangen im tropischen Amerika übertragen und gewinnt durch Natur- und Reisebeschreibungen sowie durch Aufnahme in die zoologische Nomenklatur (Linné 1758) an Verbreitung. Von der Pariser Damenmode wird Boa zu Beginn des 19. Jhs. auf den langen, schmalen Schal aus Pelz oder (Straußen)federn übertragen und ist in dieser Verwendung seit etwa 1830 auch im Dt. üblich.

Typische Verbindungen zu ›Boa‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Boa‹.

Verwendungsbeispiele für ›Boa‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hastig hatte sie sich ihre Boa um den Hals geworfen und sich einen ihrer gewagten Hüte aufgesetzt.
Süddeutsche Zeitung, 25.01.2003
Was nun Boas betrifft, so werdet ihr schwerlich einen finden wie ihn.
Die Zeit, 07.08.1947, Nr. 32
Um eine Boa bis vier Meter Länge zu fangen, müssen zwei Mann bereit und dazu entschlossen sein.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 130
Ruth geht mit ihrer Schwiegermutter Naemi (Sopran) nach Bethlehem und heiratet Boas (Tenor).
Fath, Rolf: Werke - R. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 24347
Unter den Gründern des neuen Vereins befanden sich unter anderen G. Boas, Havenith, Karl Hirsch, Jonas, Paul Singer, O. Wenzel.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3591
Zitationshilfe
„Boa“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Boa>, abgerufen am 30.05.2020.

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