Bohle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bohle · Nominativ Plural: Bohlen
Aussprache
WorttrennungBoh-le (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Bohle‹ als Erstglied: ↗Bohlenbelag · ↗Bohlenbrett · ↗Bohlenbrücke · ↗Bohlendach · ↗Bohlentor · ↗Bohlenwand · ↗Bohlenweg
 ·  mit ›Bohle‹ als Letztglied: ↗Eichenbohle · ↗Fichtenbohle · ↗Holzbohle · ↗Tannenbohle
 ·  mit ›Bohle‹ als Grundform: ↗bohlen
eWDG, 1967

Bedeutung

(vierkantiges) sehr dickes Brett von der Breite des Baumstammes, aus dem es geschnitten worden ist
Beispiele:
schwere, starke, dicke, grobe, eichene, geschälte, behauene Bohlen liegen auf der Brücke, halten den Anprall der Wogen aus, bilden die Dielen
der Weg war mit Bohlen belegt
morsche, zersplitterte Bohlen
eine Bohle aus Eichenholz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bohle f. ‘starkes Brett, Planke’, frühnhd. bole (15. Jh.), mnd. bōle, bolle ‘Bohle’, mnl. bolle ‘Baumstamm’ lassen sich mit anord. bolr, bulr ‘Stamm, Rumpf’ (daraus engl. bole ‘Baumstamm’), schwed. bål ‘Rumpf’ auf die Schwundstufe der Wurzel ie. *bhel- ‘aufblasen, aufschwellen’ (s. ↗Ball) zurückführen, aus der sich eine Gruppe von Wörtern mit der Bedeutung ‘Bohle, Balken’ (meist in Gutturalerweiterungen, s. ↗Balken, ↗Block) entwickelt hat.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bohle · ↗Pfosten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Balken Botschafter Brett Brücke Ehe Feldbusch Freundin Gottschalk Herr Jury Kerner Planke Stein Verlag Verteidiger Vorstandschef Zeug dick hölzern schieben schmal schneiden schwankend singen stützen vergeben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bohle‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und können die bunten Blätter wirklich zehn Monate auf Bohlen verzichten?
Der Tagesspiegel, 18.06.2001
Meine Schwestern haben mir gesagt, sie hätten nichts mit Bohlen.
Bild, 14.03.2000
Wenn ich ihn recht verstehe, will er Herrn Bohle nicht mehr.
o. A.: Sechsundsiebzigster Tag. Donnerstag, 7. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 1105
Krumm und schief hängen die Bohlen in den morschen Ästen.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 154
Hoch über ihren Köpfen hinter den Bohlen gluckste die träge Flut.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 456
Zitationshilfe
„Bohle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bohle>, abgerufen am 13.10.2019.

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