Bohne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bohne · Nominativ Plural: Bohnen
Aussprache
WorttrennungBoh-ne
Wortbildung mit ›Bohne‹ als Erstglied: ↗Bohnenblatt · ↗Bohnenblüte · ↗Bohnenbrei · ↗Bohneneintopf · ↗Bohnenfeld · ↗Bohnenfest · ↗Bohnengericht · ↗Bohnenhülse · ↗Bohnenkaffee · ↗Bohnenkraut · ↗Bohnenlaube · ↗Bohnenmehl · ↗Bohnenmus · ↗Bohnenranke · ↗Bohnensalat · ↗Bohnenstange · ↗Bohnenstroh · ↗Bohnensuppe · ↗bohnenförmig · ↗bohnengroß
 ·  mit ›Bohne‹ als Letztglied: ↗Ackerbohne · ↗Bleibohne · ↗Brechbohne · ↗Buschbohne · ↗Cognacbohne · ↗Feldbohne · ↗Feuerbohne · ↗Gartenbohne · ↗Kaffeebohne · ↗Kakaobohne · ↗Kidneybohne · ↗Kognakbohne · ↗Mokkabohne · ↗Pferdebohne · ↗Puffbohne · ↗Saatbohne · ↗Saubohne · ↗Schneidebohnen · ↗Schnippelbohne · ↗Schnittbohne · ↗Sojabohne · ↗Stangenbohne · ↗Tonkabohne · ↗Wachsbohne · ↗Zwergbohne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
artenreiche Gemüsepflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler, die, buschig oder an Stangen sich emporwindend, in unseren Gärten viel angebaut wird, da ihre lang herabhängenden Früchte und ihre nierenförmigen Samen gern gegessen werden
Beispiele:
ein Beet mit Bohnen
Bohnen rankten sich um die Laube
2.
Frucht von 1
Beispiele:
Bohnen pflücken, abfädeln, abziehen, schneiden
grüne Bohnen essen
die reifen Bohnen platzen von selbst auf
3.
Samen
a)
von 1
Beispiele:
die reifen Bohnen enthalten viel Eiweiß
Bohnen einweichen, kochen
Bohnen sind schwer verdaulich
es gab dicke, saure Bohnen mit Speck
b)
vom Kaffeestrauch, Kaffeebaum
Beispiele:
die Bohnen enthalten das Koffein
die Bohnen rösten, mahlen
c)
vom Kakaobaum
Beispiel:
die fetthaltigen Bohnen
4.
übertragen Sonderbedeutungen
a)
Soldatensprache, scherzhaft
Beispiel:
blaue Bohnen (= Gewehrkugeln)
b)
salopp nicht die Bohne, keine Bohneverstärkt eine Verneinung   ganz und gar nicht
Beispiele:
sie hat nicht die Bohne Respekt
er ist nicht die Bohne wert, ist nicht die Bohne aufgeregt
nicht die Bohne hat sie sich verändert
hast du Angst? Keine Bohne!
[die Besucher] gaffen und verstehen nicht die Bohne [BrechtGalilei4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bohne f. Gemüsepflanze sowie deren Samen und Frucht. Die Etymologie des gemeingerm. Pflanzennamens ist nicht sicher geklärt. So kann für ahd. (8. Jh.), asächs. bōna, mhd. mnd. mnl. bōne, nl. boon, aengl. bēan, bīen, engl. bean, anord. baun germ. *ƀaunō als Ausgangsform angesetzt werden. Diese läßt sich, sofern durch Dissimilation aus älterem *ƀaƀnā entstanden, an reduplizierendes ie. *bhabhā ‘Schwellung, aufgeblasene Schote’ anknüpfen, das lat. faba, apreuß. babo ‘Bohne’ unmittelbar zugrunde liegt. Verwandt sind mit anderer Stammbildung russ. bob (боб) ‘Bohne’ und (ohne Reduplikation) griech. phakós (φακός) ‘Linse’. Doch vielleicht ist ein Anschluß an die Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ (s. ↗Beule) der vorigen Deutung vorzuziehen. Nach beiden Versionen wäre die Bohne nach der Aufgeblasenheit, der Dicke ihrer Form benannt. Es handelt sich dabei um die dicke Sau- oder Puffbohne; die heute allgemein bekannte Gartenbohne (Stangen-, Buschbohne) ist erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bohne [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Gartenbohne · Grüne Bohne  ●  ↗Fisole  österr. · Strankerl  österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Birne Bohne Eintopf Erbse Gurke Hirse Hülsenfrucht Karotte Kartoffel Linse Mais Maniok Mehl Möhre Reis Salat Speck Speiseöl Spinat Tomate Zucchini Zwiebel anbauen braun dick gebacken gekocht geröstet getrocknet grün

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bohne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heimweh habe ich noch gar nicht gehabt - nicht die Bohne.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 77
Das Öl ist völlig identisch mit dem aus herkömmlichen Bohnen.
Der Tagesspiegel, 16.11.1996
Den Glauben an eine rauschhafte Wirkung von Bohnen bezeugen aber bereits antike Quellen.
Röhrich, Lutz: Bohne. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 829
Die Samen sehen wie getupfte Bohnen aus; sie sind sehr giftig!
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 76
Sie müssen, genau wie weiße Bohnen, drei bis vier Stunden gekocht werden.
Die Zeit, 27.10.1961, Nr. 44
Zitationshilfe
„Bohne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bohne>, abgerufen am 16.10.2019.

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