Bombe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bombe · Nominativ Plural: Bomben
Aussprache
WorttrennungBom-be
Wortbildung mit ›Bombe‹ als Erstglied: ↗Bombenabwurf · ↗Bombenalarm · ↗Bombenangriff · ↗Bombenanschlag · ↗Bombenattentat · ↗Bombendrohung · ↗Bombeneinschlag · ↗Bombenentschärfer · ↗Bombenexplosion · ↗Bombenflugzeug · ↗Bombenfund · ↗Bombengeschwader · ↗Bombengeschädigte · ↗Bombenhagel · ↗Bombenkanone · ↗Bombenkeller · ↗Bombenkrater · ↗Bombenkrieg · ↗Bombenlast · ↗Bombenleger · ↗Bombennacht · ↗Bombenregen · ↗Bombenräumer · ↗Bombenräumung · ↗Bombenschaden · ↗Bombensplitter · ↗Bombenteppich · ↗Bombenterror · ↗Bombentreffer · ↗Bombentrichter · ↗Bombenüberfall · ↗bombenbeschädigt · ↗bombengeschädigt · ↗bombensicher1
 ·  mit ›Bombe‹ als Letztglied: ↗Aerosolbombe · ↗Arschbombe · ↗Atombombe · ↗Autobombe · ↗Bakterienbombe · ↗Benzinbombe · ↗Brandbombe · ↗Briefbombe · ↗Dynamitbombe · ↗Eisbombe · ↗Exerzierbombe · ↗Fliegerbombe · ↗Fusionsbombe · ↗Gasbombe · ↗Geldbombe · ↗Grafitbombe · ↗Graphitbombe · ↗Kalorienbombe · ↗Kobaltbombe · ↗Kofferbombe · ↗Leuchtbombe · ↗Napalmbombe · ↗Nebelbombe · ↗Neutronenbombe · ↗Nuklearbombe · ↗Phosphorbombe · ↗Plastikbombe · ↗Plutoniumbombe · ↗Rauchbombe · ↗Rettungsbombe · ↗Rohrbombe · ↗Rucksackbombe · ↗Sexbombe · ↗Splitterbombe · ↗Sprengbombe · ↗Stinkbombe · ↗Superbombe · ↗Tränengasbombe · ↗Uranbombe · ↗Vakuumbombe · ↗Wasserbombe · ↗Wasserstoffbombe · ↗Zeitbombe · ↗Zeitzünderbombe
 ·  mit ›Bombe‹ als Grundform: ↗bomben
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Sprengstoff gefüllter und mit einem Zünder versehener, länglicher Metallkörper, der abgeworfen, abgeschossen wird und bei der Explosion mit furchtbarem Knall große Verwüstung anrichtet
Beispiele:
eine Bombe, Bomben (ab)werfen
eine Stadt, Befestigung mit Bomben belegen, beschießen, gegen Bomben sichern
Bomben pfiffen durch die Luft, detonierten
es hagelte, regnete Bomben
der Flieger lud seine Bomben ab (= warf sie ab)
eine Bombe hatte eingeschlagen, hatte das Haus getroffen, war vor dem Haus geplatzt, krepiert, war in unseren Garten gefallen, geflogen
die Straße war von Bomben aufgewühlt, aufgerissen
eine geladene, entschärfte Bombe
die Nachricht hat wie eine Bombe gewirkt, eingeschlagen, ist wie eine Bombe explodiert
er platzte wie eine Bombe in die Versammlung
veraltet (potz) Bomben und Granaten! (= Ausruf, der Ärger, Überraschung ausdrückt)
umgangssprachlich, bildlich die Bombe ist geplatztdas außergewöhnliche Ereignis ist eingetreten
Beispiele:
damit war die Bombe geplatzt
eine Bombe platzen lassen
Ende Juli ... platzt die Bombe: der Krieg bricht aus [BrugschArzt184]
2.
übertragen Dinge, die einer Bombe äußerlich ähnlich sind
a)
kugelig geformtes Speiseeis
b)
steifer, runder Hut
c)
Sport sehr kräftiger Schuss mit dem Ball
Beispiele:
eine Bombe schießen, abfeuern
die Bombe verfehlte das Tor
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bombe · Bomber · ausbomben · bombenfest · bombensicher · Bombenerfolg
Bombe f. ‘mit Spreng- oder Brandstoff gefüllter Metallkörper’, heute vom Flugzeug abgeworfen, früher aus einem Mörser abgeschossen, Anfang des 17. Jhs. über frz. bombe aus gleichbed. ital. bomba entlehnt, das zu lat. bombus ‘dumpfer Ton, Summen, Brummen’ gebildet ist. Vorauf geht griech. bómbos (βόμβος) ‘dumpfes Getöse’, ein onomatopoetisches Wort, dem dt. ↗bim, bam, ↗bum und ↗bimmeln nahe stehen (s. d. und s. auch ↗baumeln, ↗bummeln). Bomber m. ‘Bombenflugzeug’ (30er Jahre 20. Jh.). ausbomben Vb. meist ausgebombt werden ‘durch Bombenangriff geschädigt werden, Wohnung und Besitz verlieren’ (40er Jahre 20. Jh.); s. auch ↗bombardieren. bombenfest Adj. (2. Hälfte 18. Jh.) und bombensicher Adj. (2. Hälfte 19. Jh.) ‘einem Bombenangriff standhaltend, sehr stabil’; übertragen im Sinne von ‘ganz sicher, mit größter Gewißheit’ werden bombenfest seit Mitte des 19. Jhs., bombensicher seit Anfang des 20. Jhs. verwendet. Daher auch verstärkend Bombenerfolg m. (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bombe · ↗Explosivmaterial · ↗Explosivstoff · ↗Sprengsatz · ↗Sprengstoff
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Aufsehen · ↗Clou · ↗Medienereignis · ↗Sensation  ●  Bombe  ugs., fig. · ↗Brüller  ugs. · ↗Knaller  ugs. · ↗Knüller  ugs. · ↗Kracher  ugs.
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Ausdehnungsgefäß · Druckausgleichsbehälter · Expansionsgefäß  ●  Bombe  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwurf Detonation Explosion Granate Kaliber Rakete Sprengkraft abgeworfen abwerfen basteln belegen deponieren detonieren einschlagen entschärfen explodieren ferngezündet hochgehen platzen schmutzig selbstgebastelt ticken tickend töten verstecken versteckt werfen zerfetzen zerstören zünden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bombe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann wird er weiter provozieren, denn die Bombe ist sein ganzes Kapital.
Die Zeit, 08.06.2009, Nr. 23
Es ist so schön, in der Regierung die tickende Bombe zu sein.
Bild, 27.06.2005
Aber wir entschieden damit nicht, die Bombe tatsächlich zu werfen.
Kipphardt, Heinar: In der Sache J. Robert Oppenheimer, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1964, S. 11
Als er hoch über der Stadt war, warf er eine Bombe.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 63
Sie kümmerten uns aber wenig und wir gingen herunter bis schließlich auf sechshundert Meter und warfen in aller Ruhe unsere Bomben ab.
Wulf, Georg: Aus dem Tagebuch eines Bombenfliegers. In: Flieger am Feind, Gütersloh: Bertelsmann 1934 [1934], S. 66
Zitationshilfe
„Bombe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bombe>, abgerufen am 25.03.2019.

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