Borste, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Borste · Nominativ Plural: Borsten
Aussprache 
Worttrennung Bors-te (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Borste‹ als Erstglied: ↗Borstenbesen · ↗Borstenhaar · ↗Borstenpinsel · ↗Borstentier · ↗Borstenvieh · ↗Borstenwurm · ↗Borstwisch · ↗borstenartig
 ·  mit ›Borste‹ als Letztglied: ↗Haarborste · ↗Hautborste · ↗Hornborste · ↗Kunstborste · ↗Naturborste · ↗Nylonborste · ↗Perlonborste · ↗Pinselborste · ↗Rückenborste · ↗Schwanzborste
 ·  mit ›Borste‹ als Grundform: ↗borstig
eWDG, 1967

Bedeutung

stacheliges, dickes, steifstehendes Haar einiger Säugetiere
Beispiele:
die Borsten des Schweines, Flusspferdes
die Borsten des Ebers sträubten sich
seine Haare stehen wie Borsten nach oben
eine schwarze, graue Borste
die Borsten eines Pinsels, Besens, einer Bürste
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlichseine Borsten hervorkehren (= sich grob und verdrießlich zeigen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Borste · borstig · widerborstig
Borste f. ‘steifes Haar’. Ahd. borsta f. (10./11. Jh.), mhd. borste f. ergeben nhd. Borste; daneben steht gleichbed. ahd. burst, borst n. (10. Jh.), mhd. borst n. m. und das in nhd.Bürste (s. d.) sich fortsetzende Fem. ahd. burst (um 1000), mhd. burst, bürst ‘Borste’. Verwandt sind aengl. byrst f. ‘Borste’, anord. burst f. ‘Borste, Dachfirst’ sowie aind. bhṛṣṭíḥ ‘Zacke, Spitze, Ecke’, russ. boršč (борщ) ‘Bärenklau’ (nach den spitzen Blättern), auch eine aus Bärenklau zubereitete Suppe, danach (in späterer Übertragung) ‘Roterübensuppe’; sie alle gehen auf die mit s erweiterte schwundstufige Form ie. *bhṛs- der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ zurück. S. auch ↗Barsch, ↗barsch. borstig Adj. ‘struppig, zerzaust, grob, mürrisch’, ahd. burstag, burstīg (Hs. 12. Jh.). widerborstig Adj. ‘struppig, störrisch, widerspenstig’, mnd. wedderborstich, frühnhd. wider borstig (15. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Borste‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Borste‹.

Verwendungsbeispiele für ›Borste‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da muss dann jedes Detail stimmen, bis zur letzten Borste.
Der Tagesspiegel, 04.04.2001
Er schubbert mit den Borsten in seiner Hose rum, dann unter den Füßen.
Bild, 16.12.2000
Stets hatte man die Qualität der Borsten beim Schrubben herausgestellt.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 89
Noch besser ist es, sie mit den Borsten nach unten aufzuhängen.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 399
Sein dicker, gelb punktierter Kopf war jetzt so feuerrot wie die Borsten oben darauf.
Mann, Heinrich: Professor Unrat, Berlin: Aufbau-Verl. 1958 [1905], S. 376
Zitationshilfe
„Borste“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Borste>, abgerufen am 01.06.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
börslich
Börsianer
Börsenzulassung
Börsenzeitung
Börsenzeit
borstenartig
Borstenbesen
Borstengras
Borstenhaar
Borstenkopf