Borte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Borte · Nominativ Plural: Borten
Aussprache
WorttrennungBor-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Borte‹ als Letztglied: ↗Besatzborte · ↗Einfassborte · ↗Goldborte · ↗Hosenborte · ↗Klöppelborte · ↗Livreeborte · ↗Samtborte · ↗Seidenborte · ↗Silberborte · ↗Spitzenborte · ↗Tapetenborte · ↗Zackenborte
eWDG, 1967

Bedeutung

buntes (besticktes) Band, das zur Verzierung auf Stoff aufgenäht wird
Beispiele:
ein Kleid, eine Tischdecke, Livree mit einer farbigen Borte
eine breite, schmale, goldene, seidene Borte
eine Borte aufnähen, einarbeiten
einen Rock mit Borten besetzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Borte f. ‘verziertes Gewebeband als Besatz, Randeinfassung’, ahd. borto (9./10. Jh.), mhd. borte, mnd. bōrde, aengl. borda, anord. borði ‘Band, kunstvoller Besatz, Saum’ sind schwach flektierte, maskuline Nebenformen (germ. *burdan-) zu den unter ↗Bord behandelten starken Substantiven (Weiteres zur Herkunft s. d.). Genuswechsel zum Fem. setzt im 17. Jh. ein.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bordüre · Borte
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Borte · Guipure · ↗Häkelspitze · ↗Klöppelspitze · ↗Nadelspitze · Occhi · Reticella-Spitze · ↗Spitze · Strickspitze · ↗Tüllspitze · ↗Weißstickerei · ↗Zierband

Typische Verbindungen zu ›Borte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Band Litze Quaste Rüsche Sari Schnur Stickerei Stoff blau bunt gestickt golden rot schmal schmücken silbern verzieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Borte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Borte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Borten sind meist so schmal, daß die Paare dicht nebeneinander ausgelegt werden konnten.
o. A.: Lexikon der Kunst - V. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 33994
Ein weißer Turban mit goldener Borte prangt auf seinem Kopf.
Die Welt, 02.02.2000
Durch Stickereien oder Borten sowie mit ironischen Spielereien verlieren sie aber ihren formalen Charakter.
Die Zeit, 24.02.2013 (online)
Aus dieser Hütte stammen auch die hier abgebildeten Spielkartengläser mit einer um die Borte verlaufenden charakteristischen Weinlaubranke.
Schade, Günter: Deutsches Glas, Leipzig: Koehler & Amelang 1968, S. 48
Mit möglichst im Farbton passenden Borten einfassen oder mit Wollfäden sauber und regelmäßig umstechen.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 246
Zitationshilfe
„Borte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Borte>, abgerufen am 28.01.2020.

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